27. Februar 2012

Frühlingsjäckchen Knit-Along 2012: Die Maschenprobe

Die Maschenprobe für meine Abalone sollte ja entscheiden, ob das Baumwollgarn aus meinem Schrank die richtige Wahl wäre (dankedanke für eure lieben Kommentare dazu letzte Woche!). Mein größtes Problem vorab war folgendes: Laut der Anleitung soll Garn mit Nadeln der Stärke 5mm verstrickt werden. Die Anleitung ist zunächst auch nur für Größe S gedacht, ich brauche aber eher Größe M. Da die Abalone nicht zum Schließen gedacht ist, ist das nicht sooo schlimm, solange die Maschenprobe halbwegs stimmt und das Strickteil somit aber auf gar keinen Fall kleiner, als in der Anleitung angegeben ist, werden darf. Aber für mein Baumwollgarn werden Nadeln mit der Stärke 4mm empfohlen. Damit ist eine zu kleine Maschenprobe ja eigentlich schon vorprogrammiert. Und ganz ehrlich: ich hatte sowas von keine Lust mit der Maschenprobe irgendwie rumzurechnen, um doch die richtige Größe rauszukriegen. 
Aber, bevor irgendwelche dunklen Gedankenwolken am Horizont auftauchen, habe ich erstmal die Maschenprobe angeschlagen. Mit 5mm-Nadeln. Und, oh Wunder, es passt perfekt.


Zum einen stimmen die Maschen- und Reihenzahl super gut, und zwar ohne dehnen und zerren und ziehen und Wunschdenken. Zum anderen habe ich bei der Maschenprobe festgestellt, dass das Baumwollgarn, wenn es mit einer nur ein wenig größeren Nadel verstrickt wird, ein luftiges und weiches Maschenbild ergibt. Wow, ein so weiches Strickstück hatte ich gar nicht erwartet. Das Baumwollgarn an sich ist nämlich ziemlich fest und glatt und gar nicht elastisch oder gar weich. 


Hier hat sich mir gezeigt, wie wichtig die Maschenprobe sein kann (auf die ich gerne des öfteren verzichte). Und ich muss sagen, ich bin jetzt ziemlich glücklich mit meinem Schrank-Baumwoll-Garn und sehe nur noch mehr Vorteile darin, denn ich werde es nicht spannen müssen und kann es vergleichsweise sorglos in der Waschmaschine waschen (mache ich mit der Mütze aus diesem Garn ja auch schon).
Wie die Maschenprobe bei den anderen ausgefallen ist und ob jetzt noch Woll-Neukäufe oder der 7. Woll-Himmel anstehen, könnt ihr hier nachschauen. Der nächste KAL-Termin ist dann der 12.03. mit Zwischenberichten von der Strickfront...

26. Februar 2012

Milch mit Schoko-Schoko-Keksen

SchokoSchokoSchokoSchoko-Kekse mit Milch, mit Kaffee und auch mit Tee - was soll ich mehr dazu schreiben? Dieses Bild sagt doch schon alles: (iss mich, iss mich, iss mich...)


Für ca. 30 Stück: 
Den Ofen bei Ober-/Unterhitze auf 175°C vorheizen. 
In einer Schüssel 150gr Mehl, 50gr dunklen Kakao, 1/2 Tl Natron und 1/2 Tl Salz gut miteinander vermischen. 
In einer anderen Schüssel 125gr zimmerwarm-weiche Butter kurz aufschlagen und mit 90gr weißem Zucker und 90gr braunem Zucker schaumig schlagen. 1 Ei (M) und 1 Tl Vanille-Extrakt unterrühren, aber nur solange rühren, bis das Ei eingearbeitet ist.
Jetzt die Mehlmischung dazusieben und mit den Knethaken des Handrührers oder mit einer Gabel (mach ich immer so weil ich mir einbilde, das ein bisschen Muskelträning vorher die Naschmengen von Nachher wieder gutmacht...ist doch so, oder?) die trockenen Zutaten solange in den Teig rühren, bis alles feucht ist. 
Zum Schluss noch 100gr Vollmilchschokolade klein hacken und unterziehen. 
Auf mit Backpapier belegten Blechen mit etwas Abstand mit Hilfe eines El Teighaufen legen und die Kekse im heißen Ofen etwa 12 min backen. 
Nach dem Backen die Kekse mit dem Backpapier vom Blech auf ein Gitter ziehen. Die Schokokekse sind im warmen Zustand noch ganz weich, weden beim abkühlen aber fester. Kekse, die innen noch schön weich sein sollen, brauchen je nach Backofen nur 10 min zu backen. 
An Stelle der Vollmilchschokostückchen geht auch jede andere Schoki, oder auch grob gehackte Wal- oder Pekanüsse. Das ist immer eine Frage des akuten Schokoladenbedarfs und der aktuellen Vorratshaltung...
Was ist denn euer Liebling in Schokokeksen?

25. Februar 2012

Kohlspalten mit geschmolzenem Käse

Ach ja, der liebe Kohl. In letzter Zeit bin ich ein großer Fan von diesen runden, spitzen oder flachen Köpfen. Früher war das nicht so. Die teilweise immensen Größen haben mich einfach abgeschreckt. Was sollen wir zu zweit auch mit einem Kohl anfangen, der größer ist, als mein eigener Kopf? Jeden Tag Kohlrouladen? Aber so langsam füllt sich mein Rezeptehorizont in Sachen Kohl und besonders auf Flammkuchen ist er hier im Hause gern geschmeckt. 
Eine schön deftige Variante bietet auch das folgende Rezept. Für diese verregneten Tage derzeit, an denen man den Frühling schon riechen kann, der Winter aber noch nicht wegwill und der Hunger nach deftigem noch groß ist. 


Für 4 Personen (oder für zwei inkl. Büromittagessen für den nächsten Tag): 
2 Zwiebeln fein würfeln und in einer großen Pfanne in etwas Öl anbraten, bis sie leicht anfangen zu bräunen.
800gr Kohl (das ist ungefähr 1 kleiner Kopf oder 1/2 großer flacher) in vier Spalten schneiden. Die Spalten mit einer Schnittfläche nach unten zu den Zwiebeln geben und ein wenig anbraten lassen. Wenden und nach kurzer Zeit 100ml Brühe oder Wasser zugeben. Den Kohl und die Brühe salzen und pfeffern (wer mag, gibt Kümmel dazu) und 1 Lorbeerblatt dazugeben. Mit einem Deckel zudecken und etwa 10 min bei niedriger Temperatur schmoren lassen. 
Etwa 100gr Bergkäse reiben und versuchen auf den Kohlspalten zu platzieren. Wenn etwas daneben geht, ist es nicht schlimm, solange noch Flüssigkeit in der Pfanne ist. Die Pfanne nochmals abdecken und den Käse schmelzen lassen. 
Bei uns gabs dazu Salzkartoffeln. Für 4 Portionen hat der GGG (der vertraglich dazu verpflichtet wurde, weil ich ungeschälte rohe Kartoffeln nicht anfassen mag) 6 mittelgroße Kartoffeln geschält, halbiert und in Salzwasser in etwa 20 min gar gekocht. 
Die Kartoffeln lassen sich dann noch wunderbar in der restlichen Brühe mit den Zwiebeln wenden. Und das rote Gemüse, was sich da noch mit auf dem Teller tümmelt, hat meine Mama eingemacht. 
Zu den Kohlspalten passt bestimmt auch eine grobe Bratwurst, ein Riemen Bauernbrot und ein ordentliches Bier (mmmhhhh, ich glaube, so gibts das das nächste Mal bei uns...).
Die Inspiration zu diesem Gericht lieferte mal wieder Das Kochbuch von GU, das letztes Jahr übrigens neu aufgelegt wurde. Ich kann dieses Buch als Basis echt empfehlen und ich finde darin auch nach Jahren noch immer wieder neue Gerichte, die ich unbedingt ausprobieren will. Wie diese Kohlspalten. Probiert es mal aus und lasst es euch schmecken!

20. Februar 2012

Frühlingsjäckchen Knit-Along 2012: Was werde ich stricken und womit?

Für mich stand im Grunde ziemlich schnell fest, was ich stricken wollte. Abalone von Beata steht schon seit einiger Zeit auf meiner Strickliste. Bei allen Projektfotos sieht dieses Jäckchen einfach total toll aus und ich habe es mir ziemlich praktisch vorgestellt. Die Anleitung verspricht ein einfaches Strickteil, das ohne großes Nachdenken nebenbei hergestellt werden kann und das Ergebnis sieht toll aus und ist vielseitig. 

Abalone von Beata
Praktisch stelle ich es mir am Ende vor: wie eine Weste einfach überwerfen, wenn die Temperaturen draußen noch nicht zulassen nur ein Shirt zu tragen. Oder auch drinnen, wenns etwas kühl ist, aber langärmliges grade nur stört (zum Beispiel beim kochen). 
Allerdings ist die Garnfrage dabei ziemlich wichtig. 
So sehr ich auch dicke weiche Wolle mag, in diesem Fall scheint mir ein glattes kühles Garn gefragt zu sein. 
Baumwolle? 
Mit Seidenanteil? 
Mit Leinenanteil? 
Nur Leinen? 
Und welche Farbe? 
Grün mag ich ja am liebsten und es würde zum Frühling passen, aber ob mir das so wirklich steht? Zumindest habe ich noch kein grünes Garn gefunden, dass zu mir passt. 
Andere Farben sind einfacher. 
Mitten in diesen Gedankengang kam ein dunkelblaues Baumwollgarn, dass ich eigentlich schon ziemlich lange habe. Es war mal ein angefangener 80erJahre-Pullover, kommt von einer Bekannten einer Bekannten... die es meiner Mutter... und die es mir... ihr wisst schon. Und bei mir lag es ziemlich lange rum und ich fand es sehr schön und wusste nie was damit anzufangen. Im Herbst habe ich dann eine Mütze draus gestrickt. Und bin mit dieser eigentlich sehr zufrieden. Nun habe ich aber immernoch ziemlich viel Garn im Schrank. Und als ich einmal anfangen habe darüber nachzudenken, erschien es mir wie das perfekte Garn für Abalone. Aus Baumwolle, glatt und dunkelblau. Das Glück liegt oft direkt vor einem, man muss es nur sehen. 


Aber mal schauen, ob es wirklich passt, denn 1. sollen laut Anleitung Nadeln mit 5mm benutzt werden und die einizige Banderole, die ich für dieses Garn habe, empfiehlt 4mm und 2. ist die Mütze (mit 4mm verstrickt) wahnsinnig warm. Ich werde also die Maschenprobe machen und mich dann entscheiden, ob das Baumwollgarn aus dem Schrank die richtige Wahl wäre. Es bleibt also spannend.
Welche Wahl die anderen getroffen haben, ob lang gehegte Wünsche angepackt oder neue Muster entdeckt wurden und welche Wolle sich sonst noch so für Frühjahrsjäckchen eignen, könnt ihr euch bei Cat anschauen.

15. Februar 2012

Schnell, schneller, Apfeltarte

Zumindest, was den Zeitaufwand vor dem Backen angeht ist diese Tarte fast unschlagbar. Dieses Rezept, das ich bei Aurélie gesehen habe, ist für jeden geeignet, der ...
...Apfelkuchen, aber keine größere Backaktion mag...
...gerne mit einem hübschen Kuchen Gäste beeindrucken will, aber keine Zeit für ewiges abmessen, rumrühren, einfetten, schichten hat... 
...auch der Meinung ist, dass am Apfelkuchen die gebackenen Äpfel das Beste sind und deshalb nie genug davon oben drauf sein kann (yeah!)... 


Die Zutaten sind leicht zu merken: 1 frischer Blätterteig, 5 Äpfel, 50gr Zucker, 30gr Mehl. Das wars.
Die Zubereitung ist da nicht viel aufwendiger: Ofen auf 175-180°C Ober/Unterhitze vorheizen. Den Bläterteig auf ein Backblech mit Backpapier auslegen. Mehl und Zucker mischen und diese Mischung nach belieben pimpen. Ich habe noch 1/2Tl Zimt und fast genausoviel gemahlenen Ingwer zugetan. Die Mischung auf dem Blätterteig verteilen. Nun die Äpfel schälen (von mir aus auch nicht), halbieren, entkernen und längs in schnale Streifen schneiden. Die Apfelhälften ein bisschen auseinanderziehen und auf den Blätterteig setzen (wie das alles aussehen soll, schaut ihr bitte hier nach, da sind Bilder für die Zwischenschritte). Nun wird die Tarte/der Kuchen/der Apfeltraum im heißen Ofen für 30-40 min gebacken. Das ist Ofen-abhängig, bei mir war nach 30min alles gut und der Blätterteig wäre nur eine Minute später verbrannt, aber andere Öfen schaffen es nicht so höllenheiß zu sein. 


Der Saft läuft aus den Äpfeln raus und verbindet sich mit der Zuckermischung zu einem süßen, klebrigen mmmmhhhhh. Bei aller Einfachheit kommt dann auch noch so etwas hübsches aus dem Ofen. Diese Tarte hat es auf Anhieb auf Platz 1 meiner persönlichen Apfelcharts geschafft. Naja gut, sie teilt sich den ersten Platz mit dem Apfelcrumble...


Die Tarte gab es am Freitag für den Besuch eines Freundes. Wir haben zu dritt zwei Drittel der Tarte aufgegessen... Und da am Samstag die Sonne schien, konnte mein Geliebter diese wunderschönen Fotos machen, die in mir direkt wieder die Lust auf die Traumapfeltarte wecken. Wie siehts bei euch aus? Liegen da nicht noch ein paar Äpfelchen im Korb? 

6. Februar 2012

Frühlingsjäckchen Knit-Along 2012: Meine Quellen der Inspiration

Catherine von Cat-und-Kascha näht nicht nur unglaublich schöne Kleider, sondern strickt auch gerne und hat zum Frühlingsjäckchen Knit-Along aufgerufen. Dabei geht es nicht darum, dass alle zusammen dasselbe Modell stricken, sondern dass jeder sein Lieblingsmodell fürs kommende Frühjahr sucht und strickt und so mit gemeinsamer Motivation Mitte April ganz viele, tolle, schöne selbstgemachte Jäckchen/Westen/Tücher/Boleros/etc. getragen werden können. Super Idee, da mache ich gerne mit! 


Catherine hat dazu von heute bis zum 16. April sechs verschiedene Etappen vorgeschlagen. Heute geht es erstmal um die Quellen und Dealer des Vertrauens. 
Als Inspiration dienen mir verschiedene Quellen: Zeitschriften lese ich wahnsinnig gerne. Die Rebecca trifft da meinen Geschack am besten. The Knitter finde ich wegen der Artikel zwar spannend, aber hier sprechen mich die Modelle eher selten an. Vielleicht übersehe ich noch andere tolle Strickzeitschriften?
Die weitaus größere Inspirationsquelle ist für mich eindeutig das Internet. Hier stöbere ich gerne beim Garnstudio, das ja wirklich einen Riesenfundus an Mustern bietet. Allerdings finde ich die Anleitungen manchmal schwer verständlich - gerade für Anfänger eignen sich die oft etwas kurz gehaltenen Beschreibungen nicht unbedingt. Dafür liegt hier eindeutig der Vorteil direkt die entsprechende Wolle bestellen zu können. Und die ist wirklich schön, da hatte ich bislang noch keine negativen Überraschungen. Als Bezugsquelle für die Dropswolle kann ich Lanade empfehlen, sehr nett und bei jeder Bestellung lag bis jetzt immer was Süßes bei (ja, so einfach erlangt man meine Zuneigung). 
Daneben gibt es ja eine große Anzahl wundervoller Strickblogs. Dazu gehören für mich die wundervolle Carol Feller, Jane Richmond, Snorka, Grasflecken, Celtic Cast On und needled und wahrscheinlich noch ein Dutzend anderer. Neben den wirklich schönen Teilen, die hier von den Nadeln springen, gibt es auch immer wieder tolle Tipps und Tricks und Tutorials rund ums stricken. In dem Zusammenhang kann ich auch Techknitting sehr empfehlen. 
Schließlich bietet ja auch Ravelry nochmal eine riiiiiieeeeesige Anzahl an Inspirationen und (oftmals kostenlosen) tollen Anleitungen zum stricken und häkeln für absolut jede Lebenslage. Meine Ravelry-Favoriten-Liste ist dermaßen lang, da bräuchte ich mir eigentlich nie wieder Gedanken um Strickmuster machen. Aber das geht natürlich gar nicht. Sucht man hier nach Cardigans, wird man direkt erschlagen. Zu meinen Favoriten für den Frühling gehören der Featherweight Cardigan, die süße Liesl, der Wispy Cardi, die schlichte Abalone, der luftige Seaweed Cardigan und schließlich noch Wray. Eines von diesen Modellen wirds auch werden, wobei ich mich eigentlich auch schon entschieden habe. Aber dazu nächste Woche mehr.
Außer bei Lanade kaufe ich Wolle eigentlich am liebsten im Laden. Mit vorher anfassen und Farben nebeneinander halten und ganz genau wissen, was ich mir da zulege. Dabei bevorzuge ich gar keinen bestimmten Laden, sondern freue mich über jeden, dem ich über den Weg laufe. Der schönste war bisher eindeutig der Kerry Woolen Mills Outlet in Dingle. Die Aranwolle ist herrlich robust, aber ich habe mir leider nur einen 200gr-Strang mitgenommen und der Laden ist für mich nicht so schnell erreichbar. Das nächste Mal werde ich dann direkt ein paar Kilo Wolle mitnehmen (und dafür die Hälfte meiner Klamotten in Irland lassen...). Aber derzeit bietet meine Wollkiste noch reichlich Material zum austoben.
Die Inspirationen und Wolldealer der anderen findet ihr bei Catherine. Habt ihr denn noch weitere Empfehlungen, z.B. bestimmte Bücher oder Zeitschriften, oder DEN Lieblingsstrickblog? Oder DEN Wolladen?

5. Februar 2012

Aidez und die blaue Mara

Das hört sich doch nach dem Titel einer schönen Geschichte an: 
Aidez, eine junge Frau, deren Eltern sich von ihrer Tochter durch die Namenswahl viel erhofften, hält nicht viel von den Erwartungen anderer und hat einen ziemlich eigenen Dickkopf. Bei ihrer liebsten Freizeitbeschäftigung, dem klettern auf hohe Bäume im geheimnisvollen, dunklen Wald, beobachtet sie von weit oben zwei Männer, die eine kleine Schatulle vergraben und sich dabei streiten. Nachdem die Männer weg sind, holt sich Aidez eine Schaufel und gräbt die Schatulle wieder aus. Darin findet sie die Blaue Mara, ein wunderschöner und sehr wertvoller Saphir, der vor einigen Tagen bei einem groß angelegten Überfall gestohlen wurde. 
Wer waren diese Männer? Wieso haben sie sich gestritten? Und wieso verstecken diese Männer die Blaue Mara so doof im Wald, wo quasi jeder den Schatz finden kann?
Soviel zu der Geschichte. Aidez und Mara sind zwei Strickteile, die schon vor einigen Wochen fertig geworden sind und die wir erst jetzt fotografieren konnten. Für beide habe ich die Wolle von meinem GGG zu Weihnachten bekommen (hatte ich mir auch so gewünscht, die Alpaka-Aktion von Lanade im Dezember kam da sehr gelegen.) 


Mara von Madlintosh ist ein Dreieckstuch, dass in verschiedenen Wollstärken gestrickt werden kann. Ich habe mich für Lima von Drops Design entschieden und somit ein sehr dickes und kuscheliges Tuch bekommen, dass ich am liebsten um den Hals gewickelt trage. Es ist relativ viel Wolle drauf gegangen, 4 Knäuel für den kraus rechts gestrickten Teil und nochmal vier Knäuel für den Abschluss, so dass das Rippenbündchen auch wirklich schön groß ist. Das Stricken hat viel Spaß gemacht, allerdings ist die Verdoppelung der Maschen der pure Wahnsinn. Das Zählen der Maschen beim abketten habe ich mir gespart, ich wollte es gar nicht wissen, hat auch so ewig lange gedauert. 


Aidez von Cirilia Rose ist eine tolle Jacke mit Raglanärmeln, die von unten und in Einzelteilen gestrickt wird. Ich wollte dafür unbedingt Nepal von Drops Design haben, weil das eine soooo schön weiche Wolle ist. Die empfohlene Nadelstärke (5mm) und die daraus resultierende Maschenprobe entsprechen leider nicht der Anleitung. Ich habe aber einfach eine Maschenprobe mit 6mm-Nadeln gemacht und bin in der breite bei der richtigen Maschenzahl gelandet, nur die Höhe hat nicht ganz gestimmt. Da ich aber unbedingt wollte, habe ich Aidez also mit Nepal in der Größe M gestrickt und bis auf etwas kurze Ärmel (so 2 cm mehr wären schon drin gewesen) passt es doch ganz gut. Insgesamt habe ich 500gr Nepal verbraucht und jetzt noch zwei Knäuel übrig.


Die Anleitung ist auf Englisch und beinhaltet viele verschiedene Muster. Das sieht am fertigen Strickstück echt schön aus, kann zwischendurch aber zu Verzweiflung führen. Ich habe mir daher vor dem Anschlag die wichtigsten Angaben übersetzt und das hat sehr geholfen Fehler zu vermeiden. Knifflig war es an den Schulterschlüssen ein halbwegs gleichmäßiges Musterbild hinzukriegen. Oben auf dem Bild ist links das Vorderteil und mittig der Ärmel, beide Teile Enden mit dem Ear of Corn-Muster halbwegs auf gleicher Höhe. Auf der anderen Seite ist mir das leider nicht ganz so gut gelungen. 


Der Rücken hat dieses schöne große Muster, das man relativ schnell drin hat. Die Seitenzöpfe sind der einzige Teil, den ich nicht nach der Anleitung gestrickt habe. Genau dieses Muster hatte ich einfach nicht verstanden.


Besonders gut gefallen mir die Vorderteile. Die beiden Zopfleisten werden ohne Hilfsnadeln getsrickt - eine super Technik, die ich bestimmt noch weiter anwenden werde. Und das sich hier die Bluse so weit vorwölbt ignoriert ihr bitte einfach. 
Diese Teile zu stricken hat echt Spaß gemacht und ich trage beides sehr gerne. Aber Stricksachen am Körper zu fotografieren ist echt nicht einfach, vor allem weil keiner von uns beiden bei den tiefen Minusgraden draußen eine Fotosession abhalten wollte.

2. Februar 2012

Das war schön gepfeffert: selbstgemachte Pasta aglio e olio

Für jeden von uns, egal wie alt oder jung, gibt es immer wieder noch Erste Male. Das ist meistens sehr aufregend, manchmal ein bisschen beängstigend aber in diesem Fall einfach nur schön. Mein erstes Mal um das es hier geht: Ich habe bei einem Gewinnspiel gewonnen! Und nicht bei irgendeinem, sondern bei der lieben Caro von sodapop Design, die fünf Salz und Pfeffer-Sets von Pfeffersack&Soehne verlost hat. Und eines davon landete diese Woche tatsächlich bei mir! (Ich kann es immer noch nicht fassen, ich gewinne sonst nie etwas!)


Über Pfeffersack&Soehne bin ich schon öfters mal gestolpert und war immer ganz hingerissen. Sowohl von der Auswahl, als auch von der Optik. Sieht ja auch wirklich hübsch aus, nicht war? Die Kirsche auf dem Sahnehäubchen, oder besser: eine echt gepfefferte Überraschung war dann, dass meinem Paket neben dem schwarzen Pfeffer und Sel Gris auch noch der Szechuanpfeffer beilag.
Vielen lieben Dank, liebe Caro und liebe Pfeffersäcke! 


Zur Feier des Tages gab es bei uns dann selbstgemachte Pasta (in der Form auch mein erstes Mal) aglio e olio, die durch den Sezchuanpfeffer einen schönen geschmacklichen Dreh bekam.
Für 2 Personen: 
Den Nudelteig habe ich ganz klassisch zusammengeknetet. 200gr Mehl mit 1/2 Tl Salz mischen, 2 Eier und 2 El Olivenöl sehr gut einkneten. Per Hand dauert das Kneten schon mehrere Minuten, dafür ist der Teig dann schön glatt, geschmeidig und glänzend. In Frischhaltefolie eingeschlagen wartet er dann etwa 30min auf die Weiterverarbeitung. Bei mir musste er etwa eine Stunde warten, bevor es weiter ging, aber das macht dem Teig nichts aus. Also ausrollen (immer nur den halben Teig, damits kein riiiiieeesen Lappen wird, der nicht mehr auf die Arbeitsfläche passt), gut bemehlen, zusammenrollen und im schmale Streifen schneiden. Die schmalen Bandnudeln dann nur noch vorsichtig auseinander rollen und bis zum Kochen auf einer bemehlten Fläche ausbreiten, so dass sie nicht zusammenkleben. 
Von hier an geht alles ganz schnell: Wasser für die Pasta aufsetzen, daneben eine große Pfanne erhitzen. Darin bei mittlerer Hitze in 2-3 El Olivenöl 1-2 feingehackte Knoblauchzehen dünsten und fein gemörserten Szechuanpfeffer zugeben und soviel schwarzen Pfeffer aus der Mühle, wie man mag
Wenn das Nudelwasser kocht, das Salz nicht vergessen und die frischen Nudeln zugeben. Nach 3-4min sind sie schon fertig. Bevor das Wasser aber abgegossen wird, noch etwa 1 Teetasse voll davon in die Pfanne geben und gut aufkochen lassen. Die abgegossenen Nudeln in die Pfanne schütten und vorsichtig in der Sauce wenden, bis die Nudeln alles aufgesogen haben (was relativ schnell geht). Wer mag, gibt noch ein paar Spritzer frisches Olivenöl dazu.


Direkt servieren. Wer mag, reibt sich noch Parmesan darüber. Dazu habe ich einen schönen, aromatischen Dornfelder getrunken, was wirklich gut gepasst hat. 


Den Szechuanpfeffer (rechts) finde ich echt klasse. Sehr aromatisch, pfeffrig und leicht zitronig. Mal schauen, wofür ich ihn so alles einsetzen kann. Das Sel Gris ist übrigens tatsächlich grau. Und der schwarze Pfeffer ist eh klasse, seitdem ich Pfeffer mag, kann es nicht genug schwarzer Pfeffer im Essen sein.
Habt ihr noch tolle Gerichte mit Sezchuanpfeffer auf Lager? Oder andere Pfeffervorlieben?