1. Januar 2012

Kürbissuppe aus dem Ofen - Ein Hurra aufs neue Jahr und den Winter

Viele scheinen zum Jahreswechsel von den vielen Festen und den großen Mahlzeiten genug zu haben und ich höre schon die Gespräche über die stets zu Beginn des Jahres durchgezogenen geplanten Diäten, diverse Frauenzeitschriften tun da ihr übriges zu. Aber ich muss euch alle enttäuschen. Ich liebe diese großen Essen. Und auch danach brauche ich noch deftige Mahlzeiten, denn entgegen der Wünsche einiger Sonnenliebhaber ist der Winter nach Weihnachten ja nicht vorbei, sondern fängt meistens gerade dann erst richtig an. Und gerade jetzt an Nahrung zu sparen macht doch nur unglücklich. Zeit also, ein paar deftige Wintergerichte rauszuholen (als ob es hier noch nichts deftiges gegeben hätte). Diät halten können wir im Frühling, wenn wieder ein paar mehr Gemüsesorten Saison haben und unsere Bäuche mit Schmetterlingen gefüllt werden.
Eine Kürbissuppe im Ofen zuzubereiten ist eine herrliche Idee und der winzige Hokkaido auf meinem Regal hat nach Verzehr gerufen. Ich habe mir also Arthurs Tochter zum Vorbild genommen und diesen kleinen Fratz mit sagenhaften Sachen gefüllt in den Ofen geschoben. 


Ganz genaue Mengenangaben kann ich gar nicht machen, denn in den Hokkaido kam nur das, was Platz hatte. Der süße kleine, etwa 300gr schwere Kürbis wurde von mir enthauptet, ausgehölt und an der Unterseite ein wenig begradigt. Selbst in meiner kleinsten Auflaufform sieht er noch etwas verloren aus. 
Ich habe etwa 75ml Sahne und ebensoviel Créme Fraîche in einem Topf mit einer zerdrückten Zehe Knoblauch erwärmt und ordentlich gesalzen und gepfeffert. Das hat aber nicht alles in den Hokkaido gepasst. Dementsprechend kamen auch weder Brotstückchen noch geriebener Käse hinein (was ich wirklich sehr schade fand, aber so gibt es das nächste mal wenigstens eine Steigerung). Deckel drauf und für etwa 45min in den auf 180°C geheizten Ofen. 
Raus kam ein Gedicht! Genau die richtige Portion für mich an einem kalten, windigen Abend. Wie gesagt, kein Diätgericht, aber ich war echt glücklich. Allerdings hatte ich es ausnahmsweise mal mit dem Salz ein wenig übertrieben. So kam dann doch noch etwas Brot zum Einsatz. Probiert das unbedingt mal aus, falls ihr noch den einen oder anderen Kürbis im Keller liegen habt. Für Gäste lässt sich ein etwas größeres Exemplar prima zubereiten, dann würde ich allerdings nicht mehr als die eine Knoblauchzehe verwenden, denn der Geruch war schon sehr intensiv. 

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