27. Januar 2012

Extrasaftige Schokotörtchen mit Schokosirup

Ihr erinnert euch an das Hüftgold
Der Schokosirup hatte es mir ganz ehrlich ganz besonders angetan, vor allem, weil mir dabei folgende, mit dem Sirup übergossene Törtchen in den Sinn gekommen sind: 


Für 24 Stück: 
Den Ofen auf 180° Ober-/Unterhitze vorheizen und 24 Papierbackförmchen in die Vertiefungen zweier Muffinbleche oder auf 24 Silikonbackförmchen verteilen.
In einer Rührschüssel 125 gr Mehl, 4 1/2 El dunkles Kakaopulver und 1 gestrichenen Tl Backpulver ordentlich vermischen. 125 gr dunklen, braunen Zucker, 50 gr weiche Butter und 2 Eier dazugeben und rasch zu einem glatten Teig verrühren. Mit einem Schneebesen 125gr Crème Fraîche unterziehen. 
Den Teig auf die Förmchen verteilen, dabei die einzelnen Förmchen nicht mehr als bis zur Hälfte befüllen. 
Ungefähr für 15 min backen. Den Holzstäbchentest machen, allerdings dollten die Törtchen nicht zu viel gebacken werden. 
In der Backzeit den Sirup wie hier beschrieben herstellen. Meine benutzte Abmesstasse umfasst ...ml und damit war die Sirupmenge genau passsend für die gebackenen Törtchen. D.h. wer noch Sirup zum Naschen übrig haben will, sollte eine größere Tasse benutzen (diese Möglichkeit würde ich im Nachhinein auf jeden Fall bevorzugen). Außerdem habe ich Dark Brown Sugar benutzt, was dem Sirup noch zusätzlich eine karamellige Note verliehen hat. 
Sobald die Törtchen fertig sind, sollte auch der Sirup soweit sein. Nun heißt es schnell sein. Die noch heißen Törtchen auf Abkühlgitter hieven und mit einem Zahnstocher einige Male einstechen. 1-2 El heißen Sirup auf jedes Törtchen laufen lassen. Also genauso so viel, wieviel Platz nach oben in dem Papierförmchen ist. 


Jetzt nur noch etwas warten, das die Törtchen auf Verzehrtemperatur abkühlen und sich voller Wonne zwei Törtchen zum Kaffee genehmigen. Den Rest könnt ihr dann teilen. Der Sirup zieht nicht vollständig ein, dafür sollte er vielleicht noch etwas flüssiger sein. Dafür bildet er aber eine schöne Schicht, die die Törtchen mehrere Tage vor dem Austrocknen schützt und die immer mehr eine karamellartige Konsistenz annimmt.
Ist das nicht Hüftgold, das jeder gerne auf sich nähme?

24. Januar 2012

Roher Brokkoli-Salat mit Nudeln

-Wie jetzt, roher Brokkoli?????- Mit einem riesigen Fragezeichen im Gesicht stand ich vor einigen Jahren bei einer Freundin in der Küche vor dem Partybuffet, nachdem ich neugierig nach der Zubereitung des unverschämt leckeren Salates gefragt hatte. Ich kannte Brokkoli nur gekocht. Am liebsten mit Hollondaise. Aber das hier war was gaaanz anderes. Dass man Brokkoli roh essen könnte, darauf wäre ich einfach nicht gekommen. Doch der Salat war der Hammer. 
Das ist nun ein paar Jahre her und obwohl ich immer wieder mal dran gedacht hatte, war dem Schritt zum Selbermachen ständig was im Weg. Also, nicht irgendwas, sondern halt anderes gutes Essen. Aber seit ein paar Wochen geisterte wieder dieser Salat in meinem Kopf herum. Ich hab keine Ahnung, ob ich mir das Rezept damals erschlichen hatte, jedenfalls war hier daheim kein entsprechender Zettel zu finden. Über Google hab ich seltsamerweise auch nichts gescheites zu Salat aus rohem Brokkoli gefunden, dafür aber die Info, dass roher Brokkoli DIE Vitamin-C-Bombe schlechthin sei. Auch gut zu wissen. 
Im Endeffekt ist der Salat wirklich simpel herzustellen und eine große Suche nach brauchbaren Rezepten gar nicht notwendig. Weil ich manchmal etwas faul bin, gabs den Salat gleich mit Nudeln gemischt, anstelle noch eine Extra-Sauce für die Nudeln zu machen. Wer aber gerne ein paar Kohlenhydrate sparen möchte lässt die Nudeln einfach weg und macht entsprechend eine größere Portion Salat. 


Für 2-3 Personen: 
1 Kopf Brokkoli zum Hobeln vorbereiten: die Röschen in nicht zu kleinen Einheiten vom Strunk schneiden, den Strunk selber am holzigen Ende schälen. Alles mit Hilfe eines scharfen Hobels in hauchfeine Scheiben hobeln. Probiert den rohen Brokkoli ruhig mal, wenn ihr das noch nie gemacht hat. Der geschälte und in etwas dickere Stücke geschnittene Strunk eignet sich super gut zum knabbern und erinnert an Kohlrabi, ist aber ein wenig würziger. 
Dazu kommt 1 Schalotte, die fein gewürfelt wurde, und 1 zerdrückte Knoblauchzehe. Fürs Dressing habe ich mehrere El Créme Fraîche und Joghurt benutzt, sowie 1 El Olivenöl und 1 Tl Honig. Ordentlich salzen und pfeffern und mit Chilipulver oder ähnlichem leicht scharf abschmecken. Es sollte nicht zu wenig Dressing werden, aber auch nicht soviel, dass der Brokkoli darin schwimmt.
Diesen Salat gut abgedeckt ein paar Stunden ziehen lassen. Er ist so schon ein Gedicht. Für uns zwei Hanseln hab ich aber noch 200gr Nudeln abgekocht und sie noch heiß unter den Brokkoli gemischt. So hatten wir ein fantastisches, sättigendes vitamin-C-bombiges Abendbrot.

Noch ein Sache: Der Brokkoli wird gaaanz fein gehobelt. Voraussetzung dafür ist ein guter Hobel oder eine entsprechende Küchenmaschine. Tja, also, ich hatte keinen guten Hobel. Ich hatte ein ziemlich billiges Teil, das im Angesicht des Brokkolis seinen Geist aufgab und nun stumpf ist. Also wirklich stumpf. Mit dem Messer könnte man vielleicht noch Butter schmieren, aber da wäre ein Löffel genauso hilfreich. Ja und weil das Ding so billig ist, kann ich das Hobelmesser noch nicht mal aus der Halterung holen, um es zu schärfen. Ein gutes hatte es: Jetzt musste ich mir endlich so ein Super-Duper-Teil holen, das das Gemüse quasi schon beim Anschauen hobelt. Ha!

20. Januar 2012

Echt bitter: Kohlsalat und seine Grenzen

Normalerweise sind Reste ja kein großes Problem. Das meiste lässt sich im Kühlschrank abgedeckt mindestens zwei Tage aufbewahren. Ein großer Pluspunkt ist es dann, wenn man nach einem stressigen Tag (oder einem Unlust-Tag) ohne großes Kochen ein leckeres, selbstgemachtes Essen auftischen kann. 
So etwas geht dann aber auch schonmal gerne schief. In meinem Fall gings mit dem Krautsalat vom Burgeressen schief. Die Portion war so groß, dass ich sie aufgeteilt und eine Hälfte meinen Eltern für den Besuch am nächsten Tag mitgegeben habe. Die andere Portion sollte auf uns für den übernächsten Tag im Kühlschrank warten. Perfekt geplant, dachte ich. Zwei Tage später also hole ich schon mittags den Salat raus, um mal so zu probieren (man könnte es auch Naschen nennen). 
Doch - oh Schreck - der Salat war echt bitter geworden. Zum Würgen bitter. Das war mir noch nie passiert. Schnell meine Mutter angerufen und nachgefragt, ja doch auch deren Portion war bitter, und zwar schon am Tag zuvor, als die Gäste da waren (was mir echt leid tat, so war das ja nicht gedacht gewesen....). Aber meine Mutter meinte, der Salat braucht nicht weggeschmissen zu werden, sondern nur neu zubereitet. Habe ich gemacht, lief besser, als ich dachte und so hatten wir am Ende doch noch ein gutes Essen und auch ein gutes Gewissen, weil wir nichts wegwerfen mussten. 
Hier nochmal der bitter-böse Salat, vom Endprodukt habe ich leider diesmal kein Foto, aber das Rezept funktioniert auch ohne. 


Für eine Schüssel voll bitterem Krautsalat, oder einen kleinen, frisch aufgeschnittenen Kohl: 
In einer großen Pfanne 1 El Butter und 1 El Olivenöl erhitzen. 1 gewürfelte Schalotte und 1 zerdrückte Knoblauchzehe darin glasig dünsten. Das Kraut zugeben und einige Minuten unter gelegntlichem Rühren erhitzen. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich Sorge wegen dem Dressing vom Salat, es gab aber absolut keine Probleme damit (im Sinne von Gerinnen oder sauer-werden). 
Nun 1 Tl Zucker und 1 El milden Essig beitun und unterühren. Wenn der Essiggeruch verflogen ist, 2 El Tomatenmark einrühren und das Ganze mit 1 Dose zerstückelter Tomaten ablöschen. Falls zuwenig Flüssigkeit in der Pfanne ist, noch etwa 1/2 Tasse Wasser dazugeben. Nun mit 1 Lorbeerblatt, Salz und Pfeffer würzen und 20 min mit geschlossenem Deckel leicht köcheln lassen. 
Ein scharfes Abschmecken mit Chili passt auch super dazu! 
Mir ist echt ein Stein vom Herzen gefallen, als ich probiert habe und absolut nichts bitter war. Die Sauce war wirklich köstlich. Sie lässt sich eben auch ohne bitteren Krautsalat zubereiten und passt hervorragend zu Stampfkartoffeln. So im Sinne von Kraut und Brei.

Ich hoffe, dass das irgendwem hilft, wenn der Krautsalat bei euch bitter sein sollte. Mir hat das sehr geholfen, denn ich finde es immer doof, wenn Essen weggeschmissen werden muss. Woran es letztendlich lag, dass das Kraut nicht mehr bitter war, weiß ich nicht, aber ich vermute am Zucker oder am Kochen. Habt ihr noch andere Kraut-Rettungs-Tipps?

19. Januar 2012

Burger mal anders

Im Sommer ist das echt super: Selbstgegrillte Burger aus bestem Rindfleisch, viel frisches Gemüse, ein paar gute Saucen und auf dem Grill gebräunte Brötchen. Mir Freunden bis spät in die Nacht draußen sitzen, Burger basteln und zwei Runden schnacken. Oder drei.
Im Winter wird das mit dem draußen sitzen irgendwie schwieriger. Wir haben hier leider dafür keine passende Lokation. Wir habe leider auch keinen Grill. Aber trotzdem hatte ich so richtig Lust auf Burger. Und mich hat die Frage gequält, was ich noch für Möglichkeiten habe, außer eben dem guten Rindfleisch-Burger. Naja, wirklich gequält hat mich die Frage eigentlich nicht - Gourmande sei dank hatte ich da schon eine Idee...


Das Buffet war reichhaltig und reichlich - wir waren nämlich nur zu dritt, es hätte aber gut für sechs Personen gelangt. Die Burger aus roten Bohnen waren fix hergestellt. Ich habe keine Zucchini verwendet, sondern einfach nur die abgetropften Bohnen (225gr) mit den Krümeln von 2 weißen, angetrockneten Toasts püriert und dann 1 fein gewürfelte Schalotte, 1 Ei, 1 Tl Senf, Salz und Pfeffer untergerührt. Das Ganze war dann immernoch eine recht klebrige Angelegenheit. Ich hab dann aber einfach eiskalt sechs Portionen in die Pfanne gehauen und nach dem Braten hatten wir wundervolle Bohnen-Burger, die mein Geliebter und mein Bruder staunend betrachteten: Das sieht ja aus wie Fleisch... 


Schon lange wollte ich die Kichererbsenfladen aus der Sonnenküche ausprobieren und sah nun die perfekte Gelegenheit dazu. Die Zubereitung ist nicht allzu schwierig: 200gr Kichererbsenmehl in 350ml kochende Brühe mit einem Schneebesen einrühren. Evtl. noch etwas salzen und pfeffern. Unter rühren bei niedriger Hitze noch etwa 10min wieterköcheln lassen. Die Masse etwas abkühlen und dann in Frischahltefolie eingeschlagen zu einer strammen Rolle formen. Vollständig auskühlen lassen. Die Rolle sollte also rechtzeitig vorbereitet werden. Nach dem Auskühlen lässt sich diese "Wurst" hervorragend in Scheiben schneiden und anbraten.
Hier nun fing es bei mir an: Ich habe die Scheiben zu dick abgeschnitten. Generell wäre es zwar in Ordnung, aber für einen Burger waren 1-1,5 cm einfach zu viel. Für diesen Zweck wäre 0,5cm ausreichend gewesen. So waren wir uns aber einig, dass die Kichererbsenfladen nicht ganz so gut zum Burgerbauen gepasst haben, da sie einfach zu mächtig waren.


Tja, die Burgerbrötchen konnte ich auch nicht ganz unbescholten davonkommen lassen (im obersten Bild sieht man sie in der Mitte). In einem tiefen Teller habe ich pro Brötchen 1 Ei aufgeschlagen und mit Salz, Peffer und Chili gewürzt, das aufgeschnittene Brötchen darin gewendet und sich vollsaugen lassen und dann in der Pfanne angebraten. Nein, das ist kein Essen für saubere Finger. Aber mal ganz ehrlich - mmmmmmmhhhhhhhhh.


Zum Bestreichen gab es Mayo mit Knoblauch, mit Cayenne und Créme Fraîche.


Und zu guter letzt einen riesengroßen Krautsalat - wie auch hier schon zubereitet, allerdings mit einem kleinen Kopf Weißkohl und einem kleinen Kopf Rotkohl.

So, das war ein wirklich, wirklich üppiges Mahl. Ich hätte große Lust das nochmal zu machen....
Was ist denn euer liebstes Burgerrezept abseits des Fleischpatties?

17. Januar 2012

Apfelstreusel mit Walnüssen

Einen Apfelstreusel hatte ich hier schonmal vorgestellt. Der war schon echt lecker und viel falsch kann man da ja nicht machen. Aber dieser Apfelstreusel war nochmal viel besser. So gut, dass ich kaum die Finger davon lassen konnte (ihr könnt ja mal raten, welcher löffel meiner war...) und mein GGG an ein paar Beweisfotos erst gedacht hatte, als quasi schon die Hälfte weg war. 


Grundlegend ist es das gleiche Rezept geblieben. Allerdings habe ich den Zucker für die Äpfel und die Streusel durch Dark Brown Sugar (aus dem English Shop in Köln - den habe ich in unserem normlaen Supermarkt noch nie gesehen) ersetzt. Auf die Apfelstückchen kam noch eine gute Handvoll grob gehackter Walnüsse. Äpfel und Walnüsse wurden dann erstmal für 10min gebacken, bevor die Streusel draufkamen und alles zusammen nochmal für etwa 12 min gebacken wurde - eben so lang, bis die STreusel eine schöne Farbe bekommen haben. 
Der dunkle, feuchte Zucker gibt einen ganz feinen karamelligen Geschmack und passt hervorragend zu den Walnüssen. Und obwohl ich meinen Kaffee normalerweise nicht süß trinke, tut sich der dunkle Zucker darin ganz gut.

15. Januar 2012

Ofenkartoffeln mit Steckrübe

Ach Ofenkartoffeln, ihr Daheim-Gefühl-gebenden, cremig-goldenen Seelentröster. Nicht das sich das jetzt anhört, als wäre mein persönliches Glück vom Essen abhänig... obwohl... doch, schon. Aber Ofenkartoffeln sind auch wirklich gute Freunde. Egal, welches Gemüse sonst so noch da ist, fast alles passt zu Ofenkartoffeln. Der Special Guest war bei uns dieses Mal eine hübsche runde Steckrübe. 


Für ein Blech: 
4 große festkochende Kartoffeln in Salzwasser etwa 15 min kochen. Die Kartoffeln müssen nicht vollständig gar sein, aber so zu dreiviertel fertig.
Den Ofen schonmal auf 180°C Ober/Unterhitze vorheizen. Ein Blech mit Backpapier belegen. Das gesamte geschnippelte Gemüse kommt gleich direkt aufs Blech. 
1 Steckrübe (so ein mittelgroßes Exemplar) schälen und in dicke Scheiben schneiden, diese längs vierteln. Die gekochten Kartoffeln ebenfalls in längliche, dicke Stifte schneiden, dazu am besten eine Gabel zu Hilfe nehmen, sonst entsteht akute Pfoten-verbrenn-Gefahr. 1-2 dicke Karotten schälen und in dicke Scheiben schneiden. 2-3 Schalotten in mehrere Spalten schneiden. 1 Handvoll Kirschomaten im Ganzen dazugeben. Wer mag und mutig ist, schmeißt noch ein paar ungeschälte Knoblauchzehen mit aufs Blech. Der Knoblauch wird in der Schale ganz weich und zart und schmeckt leicht süßlich-knoblauchig. 
 Das Gemüse salzen, pfeffern und mit ordentlich Paprikapulver, Currypulver und ein bisschen scharfen Chilifkocken würzen. So etwa 3 El Olivenöl darüberträufeln, alles vorsichtig mit den Händen vermengen und gleichmäßig auf dem Blech verteilen.
Im heißen Ofen etwa 20-25 min backen. Die Kartoffeln sollten Farbe annehmen und die Steckrübe sollte weich werden, aber es soll nicht alles braun sein. 


Diese Kombination war echt fantastisch. Das Currypulver und der Chili haben toll mit der leichten Süße der verschiedenen Gemüsesorten hamoniert. Es ist wirklich erstaunlich, wie fein solches Gemüse aus dem Ofen schmeckt. Dazu passt ganz hervorragend einfache Créme Fraîche oder selbstgemachte Mayo (für die ich mittlerweile einfach normale H-Milch verwende - klappt auch super). Als Beilage zu Fleisch reicht so ein Blech bestimmt für 4-6 Personen, alleine mit einem grünen Gemüse eher für 3. Bei uns gab es die Reste am nächsten Tag zusammen mit einem Kopf Brokkoli mit Käse überbacken - auch gut!

Kalte Spinatlasagne

Wenn es draußen eklig stürmisch ist, dann sind drinnen warme Sachen, Eintöpfe und so, meistens ja der große Renner. Für richtig gute Laune und Sattsein kann aber auch so eine kalte Spinatlasagne dienen. Die ist in der Sonnenküche zu den Sommergerichten geordnet. Aber die prallen, grünen, saftigen Spinatblätter auf dem Markt locken halt im Moment mit ihren Reizen. Und ich konnte einfach nicht widerstehen...


Für 2-3 Personen: 
8 Lasagneplatten nach der Packungsanweisung gar kochen. Die Platten danach auf angefeuchtete Teller legen, so dass sie nicht aneinander pappen. 
Etwa 250gr frischen Spinat sehr gut abspülen. Und nochmal gut abspülen. Und evtl. nochmal. Dann erstmal etwas abtropfen lassen. In einem breiten Topf etwa 2cm hoch Wasser einfüllen. Zum Kochen bringen und ordentlich salzen. Die Spinatblätter ins kochende Wasser legen und vorsichtig wenden, bis alle Blätter zusammengefallen sind. Das sollte nicht länger als 2-3 Minuten dauern. den Spinat aus dem Topf holen, etwas abtropfen lassen und in einer Schüssel bereitstellen. 
In einer zweiten Schüssel 150gr Frischkäse oder Ricotta mit ein paar Lieblingskräutern, 1 zerdrückten Knoblauchzehe und Salz und Pfeffer mischen. 
Ein Stück Parmesan und eine feine Reibe bereitlegen. 
Einen großen Teller oder eine Platte bereitstellen.
Ärmel hochkrempeln und losschichten. Die erste Schicht sind einige Spinatblätter. Die Spinatblätter lassen sich mit ein bisschen Feinmotorik gut von einander lösen und einzeln ausbreiten (es klappt auch super, wenn die Blätter nach dem dünsten sofort in eine Schüssel mit viel kalten Wasser gelegt werden und dort auf ihren Einsatz warten). Darauf kommt ein Lasagneblatt, das mit dem Frischkäse bestrichen wird. Wieder Spinatblätter. Darauf habe ich dann Parmesan gerieben. Die Schichten werden wiederholt, bis alles aufgebraucht ist. Den Abschluss bilden Spinatblätter und Parmesan. 
Wenn man diese Lasagne ein bisschen ruhen und ziehen lässt, kann sie besser angeschnitten werden. 
In der Sonnenküche wurde zwischen die Schichten anstelle von Parmesan Feta geschichtet und obenauf soll Mozarella kommen. Ich fand unsere Version mit Parmesan aber super. Der würzige Geschmack ergänzt den Spinat fantastisch. 


Dazu gab es bei uns ein Glas fruchtigen-frischen Weißwein. Irgendwie also doch fast Sommer. Probiert es mal aus! 

12. Januar 2012

Extra-Hüftgold...

...bekomme ich regelmäßig alleine vom Schauen solcher Rezepte:

© by joy the baker
  Cupcakes mit Keksteig oben drauf und einem zuckersüßem-fluffigen Topping . . . 


© by i am baker
Schokoladenkekse mit wunderschön aufgespritzter Buttercreme . . .


© by Picky Palate
EIN RIESENCOOKIE mit extra-Schoki . . .


© by Dreierlei Liebelei
 Schokosirup, schnell gemacht und OH MEIN GOTT . . .


© by Zucker, Zimt und Liebe
Trüffelkuchen...auch Himmel genannt . . .


© by my baking addiction
Selbstgemachter Schokopudding mit Cremelikör...


...wie gut, dass ich keinerlei Vorsätze bezüglich weniger Schokolade essen habe. Die Frage ist: Mache ich alle diese Sachen gleichzeitig oder nacheinander? Puh...

8. Januar 2012

Avocadoknäcke

Morgen ist Montag. Und das heißt Wochenanfang. Ich weiß nicht, wie es bei euch so ist, aber bei mir haben Montage einen schlechten Ruf. Montags bin ich grundsätzlich schneller genervt, wenn etwas nicht funktioniert, montags ist das Wetter immer schlechter als am Wochenende zuvor (was beim derzeitigen Wetter eine fatale Vorhersage für morgen bedeuten würde...), montags ist auch das Frühstück immer doof (obwohl ich auch den Rest der Arbeitswoche nichts anderes esse) weil es am Wochenende zuvor ja noch so ausgiebiges herrliches Frühstück mit Ei und frischen Brötchen gab. 
An diesem einen Punkt lässt sich aber ganz leicht etwas ändern. Da ich sowieso ein ganz großer Fan von gutem Frühstück bin, habe ich mir vorgnommen, öfter mal was anderes als das übliche Käsebrot zu machen (was ich eigentlich auch gar nicht so mag, da hab ich mich irgendwann selbst gehirngewaschen, um von der Wurst wegzukommen...). Vielleicht rettet euch ja dieses Avocadoknäcke den morgigen Montag, ich fand es super und werde es auf jeden Fall nochmal machen: 



Launenretter waren für mich letzte Woche diese Schönheiten. Auf zwei Knäckebrote cremigen Frischkäse streichen und mit Avocadoscheiben belegen. Die Avocadoscheiben mit ein paar Tropfen Limettensaft beträufeln, salzen und pfeffern. Frisch angeröstete, gehackte Kürbis- und Walnusskerne geben zusätzlichen Biss und Energie für den Tag. 


Dazu frisches Obst und den obligatorischen Milchkaffee - so schön könnte zukünftig jeder Montagmorgen werden. Oder Dienstagmorgen. Oder Mittwochmorgen. Oder...


1. Januar 2012

Kürbissuppe aus dem Ofen - Ein Hurra aufs neue Jahr und den Winter

Viele scheinen zum Jahreswechsel von den vielen Festen und den großen Mahlzeiten genug zu haben und ich höre schon die Gespräche über die stets zu Beginn des Jahres durchgezogenen geplanten Diäten, diverse Frauenzeitschriften tun da ihr übriges zu. Aber ich muss euch alle enttäuschen. Ich liebe diese großen Essen. Und auch danach brauche ich noch deftige Mahlzeiten, denn entgegen der Wünsche einiger Sonnenliebhaber ist der Winter nach Weihnachten ja nicht vorbei, sondern fängt meistens gerade dann erst richtig an. Und gerade jetzt an Nahrung zu sparen macht doch nur unglücklich. Zeit also, ein paar deftige Wintergerichte rauszuholen (als ob es hier noch nichts deftiges gegeben hätte). Diät halten können wir im Frühling, wenn wieder ein paar mehr Gemüsesorten Saison haben und unsere Bäuche mit Schmetterlingen gefüllt werden.
Eine Kürbissuppe im Ofen zuzubereiten ist eine herrliche Idee und der winzige Hokkaido auf meinem Regal hat nach Verzehr gerufen. Ich habe mir also Arthurs Tochter zum Vorbild genommen und diesen kleinen Fratz mit sagenhaften Sachen gefüllt in den Ofen geschoben. 


Ganz genaue Mengenangaben kann ich gar nicht machen, denn in den Hokkaido kam nur das, was Platz hatte. Der süße kleine, etwa 300gr schwere Kürbis wurde von mir enthauptet, ausgehölt und an der Unterseite ein wenig begradigt. Selbst in meiner kleinsten Auflaufform sieht er noch etwas verloren aus. 
Ich habe etwa 75ml Sahne und ebensoviel Créme Fraîche in einem Topf mit einer zerdrückten Zehe Knoblauch erwärmt und ordentlich gesalzen und gepfeffert. Das hat aber nicht alles in den Hokkaido gepasst. Dementsprechend kamen auch weder Brotstückchen noch geriebener Käse hinein (was ich wirklich sehr schade fand, aber so gibt es das nächste mal wenigstens eine Steigerung). Deckel drauf und für etwa 45min in den auf 180°C geheizten Ofen. 
Raus kam ein Gedicht! Genau die richtige Portion für mich an einem kalten, windigen Abend. Wie gesagt, kein Diätgericht, aber ich war echt glücklich. Allerdings hatte ich es ausnahmsweise mal mit dem Salz ein wenig übertrieben. So kam dann doch noch etwas Brot zum Einsatz. Probiert das unbedingt mal aus, falls ihr noch den einen oder anderen Kürbis im Keller liegen habt. Für Gäste lässt sich ein etwas größeres Exemplar prima zubereiten, dann würde ich allerdings nicht mehr als die eine Knoblauchzehe verwenden, denn der Geruch war schon sehr intensiv.