30. August 2012

Spätsommerglück: Tomaten auf Blätterteig

Die große Hitzewelle ist ja zum Glück vorbei. Der September steht vor der Tür und das bedeutet der Herbst ist nicht mehr weit. Wahrscheinlich bin ich die einzige, die sich darüber freut, oder? Über raschelnde Blätter in den schönsten Farbtönen, über frischen Wind und düstere Herbststürme, über knackige Äpfel und saftige Kürbisse. Da könnte ich stundenlang schwärmen. Und das beste am Herbst? Er kündet vom nahenden Winter - meine Lieblingsjahreszeit. 
Wenn ihr gedanklich aber noch im Hochsommer steckt (und nur weil ich es gerne so hätte, ist er ja nicht vorbei) dann werden euch auch die derzeitigen Erntereichtümer erfreuen. Tomaten und Gurken, die unfassbar gut schmecken. Frische, knackige Bohnen. Pralle Kirschen. Die Natur beschenkt uns reichlich und meine Eltern zum Glück auch mit einer Gemüselieferung. So können wir uns im Tomatenglück wiederfinden, auch wenn die eigenen Balkontomaten nicht so richtig wollen. 
Das die Tomaten derzeit wahre Geschmacksbomben sind, muss ich wohl keinem erzählen. Aus dem Ofen schmecken sie dann (wie eigentlich fast alles) nochmal so gut. Die Tomatentarte, die wir gestern hatten, ist ein gute Wahl für ein schönes Spätsommeressen. Und geht auch noch wahnsinnig fix.


Für 6-8 Personen als Teil einer leichten Vorspeise oder für 2 Personen als Hauptgericht:
1 Rolle Blätterteig aus den Kühlregal holen. 
Den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. 
200gr Créme Fraîche mit 1 durchgepressten Knoblauchzehe vermischen, mit Salz und Pfeffer abschmecken. 
Etwa 6 mittelgroße Tomaten waschen und den Strunk entfernen. Die Tomaten in möglichst dünne Scheiben schneiden. 
Den Blätterteig auseinanderrollen und mit einem Nudelholz etwas in der Breite auswallen. Mit einem scharfen Messer rundherum 1 cm Rand abschneiden und als Rahmen auf die Platte kleben. Den Blätterteig auf ein mit Backpapier versehenes Blech legen.
Nun die Créme Fraîche in der Mitte gleichmäßig verstreichen. Die Tomatenscheiben dachziegelartig in einer Lage auf der Créme verteilen. Zum Schluss etwa 1 Tl getrockneten Oregano darüber streuen. 
Die Tarte etwa 25 Min. backen. Danach sind die Tomaten noch saftig, aber genug gebacken, um einen noch intensiveren Geschmack zu haben. Vor dem Servieren habe ich die Tarte nochmal mit ein wenig Oregano und frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer bestreut und 2 El Olivenöl darüber geträufelt. Für mich hat ein fruchtiger Rotwein dazu sehr gut gepasst, für meinen Geliebten ein Glas eiskalter Orangensaft. 
Auf dem Foto seht ihr vielleicht, das ich sowohl rote, als auch grün gestreifte Tomaten verwendet habe. Hätte ich auch noch gelbe gehabt, die wären mit drauf gekommen. Die Farben und Aromen der verschiedenen Tomatensorten geben der Tarte nochmal den letzten Schliff.

Wie steht ihr denn so zum Spätsommer? Fehlen euch noch ein paar Wochen heißer Sonnenschein, oder freut ihr euch mit mir auf die Herbststürme?

22. August 2012

Kräuter-Knabber-Nüsse

Diese ganzen kleinen Knabbereien sind Teufelswerk. Findet ihr nicht auch? Kaum steht eine Schüssel mit Chips/Flips/Salzstangen auf dem Tisch, schon sind alle mit Knabbern beschäftigt und die Schüssel ist - ruckzuck - leer. Die Finger sind salzig-klebrig, der Magen zu später Stunde unangenhem gefüllt und das Gewissen schlecht. Aber trotzdem, alle lieben dieses Teufelszeug. 
Ich auch. 
Unwiderstehlich finde ich auch selbstgemachte Knabbernüsse. Da könnte man sich jetzt trösten und sagen, dass Nüsse ja wichtige Nährstoffe enthalten und selbstgemacht grundsätzlich besser ist als gekauft. Aber seien wir ehrlich - auch das ist Teufelszeug. Und gutes Teufelszeug kommt selten allein. Wem die scharf-süßen Nüsse nicht so zusagen, findet in diesen Kräuternüssen vielleicht sein ganz persönliches Teufelszeug.


Meine Eltern machen solche Nüsse seit Jahren. Sie haben das Rezept aus irgendeiner Zeitschrift aus den 90ern (!). Der Renner auf jeder Party und zu jeder Gelegenheit. Die kleinen, wohl verteilten Schalen mit den Kräuternüssen werden schneller in Beschlag genommen als man "da drüben stehen auch ... Chips" sagen kann...Teufelszeug eben. 


Für eine große Runde: 
Den Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen. 
1 Bund Thymian und 3 El Rosmarinnadeln sehr fein hacken. In einer kleinen Schüssel die Kräuter mit 2 Tl Salz und 1 Tl Rauchsalz ordentlich vermengen. In einer großen Schüssel 1 Eiweiß und 3 El Rapsöl vermengen und 700-750gr Nüsse und Kerne dazugeben und solange verrühren, bis alle Nüsse überzogen sind. Die Würzmischung dazugeben und ordentlich verteilen.
Die Nussmischung auf ein Blech mit Backpapier verstreichen und im heißen Ofen etwa 15-20 Minuten rösten. Dabei alle 5 Minuten wenden! Die Nüsse sind fertig, wenn sie herrlich duften und trocken aussehen. 

Für diese Mischung gilt wie immer: nehmt, was euer Herz begehrt - Walnüsse, Mandeln, Haselnüsse, Kürbiskerne, Cashewkerne, Sonnenblumenkerne. Auch bei den Kräutern könnt ihr variieren und nur Thymian oder nur Rosmarin nehmen. Das Rauchsalz gibt den Kräuternüssen einen feinen Geschmack, kann aber auch weggelassen werden.
Die Nüsse eignen sich auch super als Gastgeschenk oder hübsch verpackt als kleines Dankeschön.
Was haltet ihr denn von solchem Teufelszeug?

18. August 2012

Käse-Blätterteig-Teilchen

In der finstersten Nacht stehen Graeme und Clive mitten in Nevada an einem Briefkasten. Meilenweit nichts. Aber DER Briefkasten. Unscheinbar und doch ganz groß. Auf diesen Augenblick haben die beiden schon lange gewartet. Dieser Briefkasten ist einer der Gründe, warum zwei britische Nerds im Wohnmobil durch die Wüste fahren. 
Doch sie sind nicht allein. In der Ferne tauchen auf dem Extraterrestrial Highway die Scheinwerfer eines Autos auf. 
Regierungsagenten? 
Unterbelichtete Hinterwäldler? 
Graeme und Clive stürzen zurück in ihren Wohnwagen und geben Vollgas. 

Und meine Hand wandert zum nächsten Käseteilchen. Im Kino muss es Popcorn sein, beim Filmabend daheim solche Teilchen, egal ob herzhaft oder süß. Unkompliziert und schnell gemacht (die Zubereitung dauert ungefähr so lange, wie die Universal-Blu-rays zum Laden brauchen...)


Für 12 Stück: 
Den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. 
3 TK-Blätterteigscheiben rausholen und auftauen lassen. 
In einer Schüssel 3 gehäufte El Créme Fraîche mit ebensoviel geriebenem Bergkäse mischen. Mit etwas Salz, ordentlich schwarzem Pfeffer und 1/2 El getrocknetem Oregano würzen. 
Die Blätterteigscheiben vierteln und mit einem Nudelholz zu Quadraten ausrollen. Die Quadrate in Silikonmuffinförmchen legen und mit der Käsemasse füllen.
Im heißen Ofen etwa 15 Minuten backen, bis die Teilchen eine goldene Farbe angenommen haben. Vor dem Servieren etwas abkühlen lassen. 

Während ich also mein zweites Käseteilchen verspeiße überholt der Wagen die beiden Nerds und kommt von der Straße ab. Nerds scheinen zwar keine großen Helden zu sein, aber sie haben ein großes Herz. Sie halten an, um nachzusehen, ob alles in Ordnung ist. Aber was da im Dunkeln auf sie wartet brockt den beiden ziemlich viel Chaos ein... Paul.

15. August 2012

Sommergedanken und Tomaten-Tartelettes mit Spinat

Oh weh, oh weh... jetzt ist mein letzter Post schon einen Monat her. Völlig unbeabsichtigt hatte mich eine kleine Post-schreib-Blockade überfallen... man könnte es auch Sommer nennen. Dabei ist überkochen bereits letzten Monat 1 Jahr alt geworden! Noch ein Sommergeburtstagskind, denn Grund zu feiern haben wir im Sommer auch sonst immer: gaaanz viele Geburtstage geben stets Anlass zum backen, backen, backen. Eine wundervolle Schokoladen-Kirsch-Torte habe ich im Juli gezaubert.... und vergessen sie zu fotografieren. Hrmpf. Am Freitag steht aber noch eine Geburtstagsfeier an, zu der ich ein Blech herrlich saftigen Schokoladenkuchen backen werde und meinem Onkel in Spe damit zeigen kann, dass Mehl nicht immer die wichtigste Zutat beim Kuchen backen ist (wollte er mir nicht glauben, selbst Schuld, jetzt muss er diesen Kuchen essen...). 
Zwischenzeitlich haben die gnädigen Sonnenstrahlen unsere Balkontomaten zum reifen gebracht. Besser gesagt: Unsere drei Mini-Nasch-Tomatensträuche (nachgezüchtet von dem Biomarktstrauch letztes Jahr) tragen unfassbar viele, unfassbar leckere und süße Tomätchen, mittlerweile haben wir schon um die 750 gr davon ernten können! Dafür lassen sich die anderen Tomaten ungeheuer viel Zeit, die Ochsenherzen werden einfach nur immer größer und größer, die grün gestreiften haben Startschwierigkeiten und die gelben Datteltomaten werden wir nicht mehr nachzüchten, weil sie schon im grünen Zustand faul werden. 
Bis auf die süßen kleinen sieht es bei unserer Tomatenernte bislang also recht bescheiden aus. Die süßen kleinen bieten aber genug, um herrliche Tartes mit Tomaten verspeißen zu können. Da treffen sich ja zwei meiner absoluten Favoriten, Sommerlieblinge.
Richtig gut sind auch die folgenden Tomaten-Tartelettes mit Spinat: 


Für 4 Tartelettes á 14cm oder einen 28cm-Form: 
Den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen. 1 Rolle frischen Blätterteig aus dem Kühlschrank nehmen.
500gr frischen Spinat gründlich waschen und verlesen und gut trocken schleudern. 1 Zwiebel fein würfeln und 1 Knoblauchzehe durchdrücken. Die Zwiebel und den Knoblauch bei mittlerer Hitze in einer großen Pfanne in etwas Olivenöl glasig dünsten. Den Spinat dazugeben und unter mehrmaligem Wenden zusammenfallen lassen. Sehr gut mit Salz und Pfeffer abschmecken. 


Für den Guss 200gr Créme Fraîche, 2 Eier, Salz, Pfeffer und Muskat verrühren. 
1 Mozzarellakugel in Scheiben schneiden.
8-12 kleine süße Naschtomaten halbieren.
Für die vier Tartelettes den Blätterteig ausrollen und vierteln, evtl. mit dem Nudelholz noch ein wenig ausrollen (für eine große Form etwa 5cm der Schmalseite abschneiden und an die Längsseite pappen). Den Blätterteig auf die mit Backpapier versehenen Formen verteilen. 
Nun beginnt mal wieder Schichtarbeit: Zuerst den Spinat auf dem Blätterteig verteilen. Dann den Guss darüber geben. Die Mozzarellascheiben obenauf geben und schließlich die Tomatenhälften ansprechend darauf anrichten.
Die Tartelettes oder die Tarte im heißen Ofen etwa 20-25 Minuten backen.
Schmeckt herrlich mit einem Glas Weißwein auf einem sonnenbeschienen Balkon bei einer leichten Brise. 

Habt ihr auch Tomaten auf dem Balkon oder im Garten? Wie geht es euren Pflanzen in diesem Sommer? Und was mich auch brennend interessiert: Was sind eure Lieblingssorten? Über Anregungen für nächstes Jahr würde ich mich sehr freuen!

11. Juli 2012

Sockenwollrestetuch Frei Schnauze

Ein Tuch zu stricken kann mitunter das einfachste sein, das es zu stricken gibt. Die wichtigste Voraussetzung: rechte Maschen. Auch gut: linke Maschen. Außerdem: Maschen durch einen Umschlag zunehmen können. Tadaa: ein Tuch. Ein guter Freund kombinierfreudiger und allwettertauglicher Mode. In grau-blau-weiß passt dieses Tuch zu 90% meiner Garderobe. Das ist aber eher Zufall... 
...oder auch nicht, denn NATÜRLICH stricke ich meine Socken farblich passend zu meinen anderen Sachen. Hm, dann ist es wohl doch kein Zufall.


Falls ihr euch auch so ein zugegeben sehr schlichtes Tuch stricken wollt: 
5 Maschen anschlagen. 
1. Reihe (Hinreihe): 2 M re, Umschlag, (Marker setzen) 1 M re, Umschlag, 1 M re. 
2. Reihe (Rückreihe): alle Maschen und Umschläge re. 
3. Reihe (Hinreihe): 2 M re, Umschlag, re M bis zum Marker, Umschlag, Marker auf rechte Nadeln heben, 1 M re, Umschlag, re M bis zu den beiden letzten Maschen, Umschlag, 2 M re. 
4. Reihe (Rückreihe): alle Maschen und Umschläge re. 

Die 3. und 4. Reihe solange wiederholen, bis ihr die gewünschte Größe erreicht habt. Zwischendurch nach Lust und Laune und Wollvorrat die Farbe zum Reihenbeginn wechseln. 
Ich habe nach 30 Reihen krausrechts erstmal glatt rechts gestrickt, also in den Rückreihen linke Maschen (bis auf die vier Randmaschen).  Nach 50 cm glatt rechts wollte ich wieder 30 Reihen kraus rechts als Abschluss arbeite, die Wolle hat aber nur noch für 14 Reihen gereicht. So ist eine Gesamthöhe in der Mitte von 65 cm entstanden.


Diese Anleitung lässt sich auf jede Wolle anwenden. Für dieses Tuch habe ich eben verschiedene Reste Sockenwolle benutzt, insgesamt waren es dann doch 144gr. Vertsrickt mit 3,5mm-Nadeln für einen schönen lockeren Fall. 
Der Vorteil dieser robusten Wolle liegt eindeutig darin, dass ich das Tuch vergleichsweise sorglos in der Waschmaschine im Wollwaschprogramm waschen kann. Das Trocknen auf einem Handtuch und gleichzeitiges, leichtes Spannen empfehlen sich trotzdem. Der Nachteil ist das leichte Kratzen am Hals, vor allem im Vergleich zu diesem guten Stück. Für mich grundsätzlich kein Problem, aber ich kenne viele, die Stricksachen zwar schön finden, die einfache Schurwolle aber nicht vertragen. 
Das war mein zweites Tuch, das ich im Frühjahr getsrickt habe - wo das noch hinführt? 

Anleitung: Frei Schnauze von mir selbst
Garn: Drops Fabel (weiß),  Schoeller+Stahl Fortissima Socka (jeansblau), Peterle Wolle (grau), insg. 144gr
Nadel: 3,5 mm

28. Juni 2012

Brotaufstrich mit roten Linsen und Basilikum

Früher war ein Wurstbrot zum Frühstück das einzig wahre für mich. Käsebrot dagegen eher nicht. Wurst mit Käse war ok. Frischkäse war auch immer gut. Marmelade mit Käse auch. Aber Wurstbrot war DAS Frühstück für mich. 
Als mein GGG und ich uns dazu entschlossen haben keine Wurst (und alles was sonst noch an fleischlichem morgens aufs Brot kommen kann) mehr zu ESSEN, stand ich vor dem Problem, tatsächlich kein Wurstbrot mehr zu HABEN. Ich habe mich dann wohl oder übel erstmal an Käsebrot gehalten, um festzustellen, dass es ja doch auch Käsesorten gibt, die ich mag. Klar, Marmelade geht auch, vor allem, weil meine Mama seit Jahren unermüdlich die tollsten Marmeladen in allen Varianten kocht, aber jeden Tag süß zum Frühstück kann ich nicht. Und letztendlich ist das Käsebrot noch immer nicht das wahre für mich.
Alternative Brotaufstriche gibt es in den Läden ja durchaus zu kaufen. Vor allem Biomarken bieten eine hohe Anzahl an fleischlosen Brotaufstrichen - und fordern einen entsprechend hohen Preis für eine teilweise ziemlich kleine Menge Aufstrich. Und schmecken tut es mir auch nicht immer. Aber null Problemo meine Freunde, dafür gibt es ja die heimische Küche - zum Selbermachen von grandiosen Brotaufstrichen.
Eine sehr überzeugende Variante ist dieser Linsenaufstrich mit Basilikum.


Für zwei Personen für etwa 1 Woche als Brotaufstrich:
100 gr rote Linsen waschen und abtropfen lassen. In einem kleinen Topf 300 ml Wasser zum Kochen bringen und die Linsen darin etwa 15 min köcheln lassen. Nach dieser Zeit sollten die Linsen sehr sehr weich sein. Falls noch viel Wasser da ist, die Linsen einige Minuten ohne Deckel unter gelegentlichem umrühren köcheln lassen. Die Masse sollte allerdings nicht zu trocken werden, sondern noch etwas breiig bleiben. Die Linsen ein wenig abkühlen lassen.
In der Zwischenzeit 1 Hand voll Basilikumblätter mit etwas Salz und Pfeffer mörsern. 1 Tl Honig, 1 El Olivenöl und etwa 2 gehäufte Tl Ajvar unterrühren. Diese Mischung zu dem Linsenbrei geben und gut vermengen. Tadaa, der Aufstrich ist fertig! Bevor ihr den Linsenaufstrich nun in ein Glas füllt, solltet ihr ihn noch unbedingt abschmecken. Das geht am besten mit einem Stück Brot, denn es muss ja mit dem Brot schmecken. Fehlt nocht Salz? Bestimmt. Ein bisschen Ajvar? Kann auch nicht schaden. Der Aufstrich hat bei mir in ein 300ml Schraubglas gepasst - minus die Abschmeckmenge versteht sich. Beim vollständigen Auskühlen im Glas wird der Aufstrich noch schön streichfest. Ich denke im Kühlschrank hält die Mischung problemlos ein paar Tage, wenn ihr das Glas nicht schon am ersten Tag leert...
Ich hab noch einige Varianten, die ich ausprobieren möchte. Wie sieht es denn bei euch aus? Habt ihr einen absoluten Lieblingsbelag fürs Frühstücksbrot? Gibt es einen Aufstrich aus dem Laden, den ihr besonders empfehlen könnt? Oder macht ihr euch schon seit Jahren selber Linsenaufstrich und kennt die ultimative Kombo? Ich freue mich auf eure Antworten!

24. Juni 2012

Kaffeetarte mit Schokoladenguss und die wichtigsten Zutaten beim Backen

Am liebsten backe ich für andere. Für meine Familie, meine Freunde, meinen Geliebten. Und die wichtigste Zutat ist immer dieselbe: (Achtung, Schmalz!) gaaaanz viel Liebe. Ernsthaft! Darum schmeckt selbstgebackenes auch immer besser als irgendwas aus dem Laden. Selbst total versalzene Plätzchen (ja, das passiert) schmecken dank der vielen Liebe immer noch superdupergut (oder so ähnlich). 
Gut, zugegeben: Auch andere Zutaten machen Gebackenes extralecker. Zum Beispiel Schokolade. Oder auch Kaffee. Oder am besten beides. Darum fiel meine Wahl auf eine Tarte mit eben diesen Zutaten von Annik Wecker als ich für liebe Freunde etwas backen wollte. Ein paar der Zutaten habe ich an meinen Vorratsschrank anpassen müssen und das Ergebnis war sehr überzeugend. Was aber natürlich an der extra vielen Liebe lag, ist ja klar!


Für 1 Tarteform (28 cm): 
Als erstes wird der Schokoladenmürbeteig hergestellt. Dafür in einer Rührschüssel 100gr kalte Butter in Stückchen, 60gr Puderzucker und jeweils 1 Prise Zimt und Salz miteinander geschmeidig verkneten. Dann 1 Ei (S) unterkneten. In einer anderen Schüssel 180gr Mehl, 10gr Kakao und 30gr gemahlene Haselnüsse miteinander vermengen. Die Mehlmischung über die Buttermischung sieben und rasch unterkneten. Den Schokoladenmürbeteig ausrollen, die Tarteform damit auskleiden, den Teig mehrfach mit einer Gabel einstechen und für etwa 30 min. in den Tiefkühler stellen. 
Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen. 
Den Schokoladenmürbeteig nach der Kühlzeit 16 min. blindbacken. Danach den Ofen auf 175°C runterschalten. 
Während der Boden backt kann die Füllung zubereitet werden. Dafür 450gr Sahne in einem Topf aufkochen lassen und vom Herd nehmen. 5 gehäufte Tl ungesüßtes Cappuccinopulver und 1 El starken Kaffee in die Sahne rühren. In einer Schüssel 3 Eier (L) mit 125gr Rohrzucker (bzw. dark brown soft sugar) mit Hilfe einer Gabel verquirlen (möglichst wenig Luft in die Eimischung rühren!). Die warme Sahne langsam und unter ständigem Rühren zur Eimischung geben. 
Die Ei-Sahne-Mischung auf dem blindgebackenen Schokoladenmürbeteig verteilen  und die Tarte 30min backen.
Wenn die Tarte abgekühlt ist fehlt nur noch der Schokoladenguss. 200gr Zartbitterschokolade (oder Schokolade mit noch höherem Kakaogehalt) fein hacken und mit 80gr Butter und 2 El Honig über einem Wasserbad schmelzen. Die Schokoladenmasse über die abgekühlte Tarte gießen und gleichmäßig verteilen. Zum Festwerden die Tarte für mindestens 1 Stunde in den Kühlschrank stellen. Nach Belieben verzieren, zum Beispiel weiße Schokolade mit Hilfe eines Sparschälers auf die Tarte hobeln.


Wir haben am nächsten Tag noch schnell das Innenleben fotografiert, bevor wir uns über die Reste hergemacht haben, denn die Tarte schmeckt am zweiten Tag nochmal mindestens genauso gut. 

Noch ein paar Anmerkungen: Anstelle des Cappuccinopulvers benutzt Annik Wecker 2Tl Instant-Espressopulver, und Kaffeelikör anstatt starkem Kaffee. Außerdem habe ich dark brown soft sugar aus dem English-Shop benutzt. Dieser Zucker hat einen sehr starken Eigengeschmack, löst sich schnell auf  und passt hervorragend zu dieser Tarte.
Die Füllung tendiert beim Backen dazu relativ hoch zu steigen, daher mein Hinweis möglichst wenig Luft in die Eier zu rühren. Ich habe große Blasen zwischendurch aufgestochen, damit nichts überläuft. Während dem Abkühlen sinkt die Füllung aber wieder in sich zusammen und alles, was evtl. auf den Rand gelaufen ist, lässt sich leicht wieder zurückschieben.

20. Juni 2012

Eine persische Yakbeere

Ein Hobby kann ja eine sehr suchtfördernde Angelegenheit sein. Lesen zum Beispiel. Zum einen sind gut geschriebene Bücher, egal in welchem Genre, ein wahrer Genuss, der auf gar keinen Fall nach nur einem Buch aufhören darf. Der lesende Mensch braucht stets Nachschub. Zu diesem Dürsten nach geistiger Nahrung kann sich dann auch noch Bibliophilie hinzugesellen. Da wird jedes Antiquariat zu einer Gedulds- und/oder Nervenprobe. Beim Aufwägen von Finanzen, Platz und dem Haben-wollen-Gefühl gewinnt dann doch recht häufig die Sucht über die Vernunft. 
Auch bei anderen Hobbies können sich ähnliche Süchte entwickeln. Bei Handarbeiten mit Wolle zum Beispiel. Hier gesellt sich aber zu dem absolut süchtigmachenden Vorgang des Strickens oder auch Häckelns von Anfang an immer ein praktischer Nutzen. Am Ende jedes Projekts (zumindest meistens ist das so) ist etwas brauchbares/tragbares entstanden. Hier Gegenargumente zu finden ist schwer. Klar, auch beim Wollkauf legen die Finanzen und der vorhandene Raum bestimmte Grenzen. Aber wie einfach lassen sich diese ausdehnen, wenn doch am Ende etwas so praktisches wie ein Pullover, Tuch, Schal, Mütze, Geschenke für Freunde und Verwandte stehen. 
Wenn dann auch noch wunderschöne Materialien dazukommen geht es mir im Wollgeschäft ähnlich wie im Antiquariat. Kisten und Regale voll der schönsten Farben und zartesten Wollstränge benebeln da ganz schnell jeglichen Pragmatismus, der mir sonst innewohnt. Gegen den Kauf zum Beispiel eines Starnges Malabrigo Sock in der Färbung Persia konnte ich mich gar nicht wehren. Diesen wunderschönen Strang habe ich aus einer Kiste gehoben und war danach nicht mehr in der Lage es wieder zurückzulegen. Es ging einfach nicht. 


Aber wer mag es mir verübeln bei solch seidenweicher Schönheit? Ich habe diesen Strang ehrfürchtig nach Hause getragen und konnte mir unterwegs ein wiederholtes Anschmachten nicht verkneifen. (Ich glaube die Leute in der Bahn waren etwas irritiert von mir, wie ich da saß und einen Garnstrang anhimmelte anstatt den Geliebten an meiner Seite.) Zu hause dann wurde der Strang immer wieder hervorgeholt und durch minutenlanges Streicheln über seine seidenweichen Windungen der endgültige Schritt in die Wollsucht besiegelt. Aber mal ganz ehrlich, wer kann das nicht nachvollziehen, bei solch wollendeter Schönheit? 


Letztlich brach aber wieder mein Streben nach praktischem Nutzen hervor, das von mir verlangte aus dem schönen Strang auch ein schönes und brauchbares Stück zu stricken. Das war nicht schwer, sondern eine wahre Freude. 


Ich habe mich recht schnell für das Tuch Yakbeere entschieden. Mit 4mm-Nadeln entsteht aus Malabrigo Sock ein leichtes Strickstück, das einen schönen Fall hat. Allerdings reicht ein 100gr-Strang nur für ein kleines Tuch. Das Spitzenmuster zum Abschluss des Tuches musste ich um eine Wiederholung in der Länge kürzen, um mit der Wolle hinzukommen. So hatte ich nach dem Abketten noch genau 1,50m Garn übrig. Mit der Größe des Tuches bin ich aber sehr zufrieden. Entgegen der Anleitung habe ich das Tuch noch ganz leicht gespannt, um diese kleinen Spitzen zu bekommen, aber auch weil Spannen immer nochmal das beste aus einem Garn herausholt. 


In das Tuch bin ich mindestens genauso verliebt wie in die Wolle.
Und was meint ihr zum Thema Hobby und Sucht? Gefahr oder Gefallen? 

Anleitung: Yakbeere von Beerentöne
Garn: Malabrigo Sock "Persia", 100gr.
Nadeln: 4mm

14. Juni 2012

Kleine Apfeltartes mit Karamelcreme

Jaja, die Karamelcreme begleitet mich nun ziemlich verlässlich in Backangelegenheiten. Ihre vielfältige Einsatzbereitschaft überrascht mich aber auch immer wieder. Bei diesen schnellen Apfeltartes zum Beispiel war der Karamelcremeeinsatz gar nicht geplant, aber sie hat sich einfach auf die Tartes gestürzt, da war ich ziemlich machtlos. War aber nicht schlimm, sondern ziemlich lecker. 


Für zwei Tartes mit je 12cm Durchmesser (für zwei sehr hungrige Kaffee- oder Teetrinker, oder für vier normale Nachtischmägen): 
Für den Mandelmürbteig 100gr Mehl, 50gr gemahlene Mandeln, 75gr Butter und 50gr Zucker  mit 1/2 El kaltem Wasser rasch zu einem Teig verkneten. Jeweils die Hälfte zu einer runden Platte ausrollen und in die mit Backpapier versehenen Tarteformen füllen. Mit einer Gabel mehrmals einstechen und im Kühlschrank 30 Min. kühlen lassen. 
In der Zwischenzeit 2 Äpfel (zum Beispiel die beiden leicht runzligen Exemplare Braeburn, die da noch vernachlässigt im Obstkorb auf ihren Einsatz warten) schälen, vierteln, entkernen und in sehr, sehr schmale Spalten schneiden. Ein wenig Zucker bereitstellen. Den Ofen auf 180°C Ober/Unterhitze vorheizen. 
Die Apfelspalten in mehreren Schichten in die Förmchen verteilen und die einzelnen Schichten, bis auf die obere, leicht zuckern. Die beiden Tarteformen auf einem Gitter in den Ofen schieben und etwa 15 Min. backen. 
Nun die nicht mehr aufzuhaltende Karamelcreme, jeweils etwa 1 gehäuften Tl, auf die Äpfel streichen und die Tartes nochmal etwa 5 Min. backen. Die Teigränder sollten eine schöne goldbraune Farbe haben und der Boden durch sein. Die Apfelspalten hingegen haben nach dieser kruzen Zeit noch einen leichten Biss. 

Noch eine kleine Warnung: Diese Tartes fallen beim Essen etwas auseinander, da die Äpfel ja durch keinerlei "Klebemittel" zusammengehalten werden. Mir  persönlich macht das nichts, weil diese Kombi genauso einfach wahnsinnig lecker ist. Probiert es einfach aus und schert euch nicht um diverse Krümmel. Einfach Schlemmen...

11. Juni 2012

Scharfe Nüsse für lustige Abende

Nüsse und Kerne gehören eindeutig zu meinen Lieblingsknabbereien für Zwischendurch. Auf Paltz 1 und damit der Dauerbrenner seid Kindestagen, sind Sonnenblumenkerne, die in der Pfanne angeröstet werden. Ob mit oder ohne Schale. Eine Zeit lang, so mit 14 glaube ich, hatte ich im Winter immer eine kleine Tüte mit ungeschälten, gerösteten Sonnenblumenkernen in meiner Jacke dabei, um unterwegs was zum Knabbern zu haben. Hänsel und Gretel und ihre Brotkrumen im Wald waren nichts dagegen!
Auf Platz 2 sind Nüsse, die mit verschiedenen Kräutern und Gewürzen im Ofen geröstet werden. Das hört sich jetzt so nach Herbst und Winter an, aber ich muss zugeben, für mich ein Ganzjahresrenner. Vor allem für diverse Feten ein tolles Mitbringsel. Genau zu diesem Zweck, nämlich einer fantastischen Hawaii-Fete, habe ich ein neues Rezept ausprobiert. Sagenhaft! 


Für eine große Runde Knabberspaß: 
Den Ofen auf 120°C Ober/Unterhitze vorheizen. Ein Blech mit Backpapier belegen. 
Für die Würzung  je 1/2 El Paprika edelsüß, Salz (plus 1 gute Prise), Knoblauchpulver, 1 1/2 Tl Cayennepfeffer, und je 1 Tl gemahlenen schwarzen Pfeffer, Zwiebelpulver, getrockneten Oregano und Thymian mit 60gr Zucker vermengen. 
In einer großen Schüssel 1 Eiweiß (Größe L) mit 1 Tl Wasser verschlagen und 600gr Lieblings-Nüsse und Kerne gut untermischen. Alle Nüsse und Kerne sollten gut bedeckt sein. Die Gewürze darüberstreuen und gut unterheben. Wenn alles ordentlich vermischt ist, die Nüsse gleichmäßig auf dem Blech verteilen und im heißen Ofen etwa 45 Min rösten. Zwischendruch unbedingt ein paar Mal wenden (so alle 10-15 Min). 
Gut abkühlen lassen und zur Party mitbringen.


Die Grundlage stammt von Cynthia Barcomi, allerdings mischt sie für die Nüsse zuerst eine Kreolische Gewürzmischung zusammen, um dann davon 2 El für die Nüsse zu benutzen. Ich hab die Mengen für die Mischung reduziert und sofort alles für etwas mehr Nüsse benutzt. Außerdem kommt bei der guten Cynthia unglaublich viel Zucker an die Nüsse, aber mit meiner reduzierten Menge waren alle auch sehr glücklich.

Auf Platz 3 stehen übrigens geröstete, pure Kürbiskerne. Aber auch erst seit kurzem, denn früher habe ich Kürbiskerne nicht wirklich gemocht. Jetzt dafür umso mehr.
Was sind denn eure Lieblings-Nüsse und -Kerne? Und habt ihr mit 14 auch so seltsame (Ess-)Angewohnheiten gehabt?

7. Juni 2012

Paulie

Wowie-bowie. So einen ganzen Cardigan mit Sockenwolle und 3,5er-Nadeln zu stricken macht mächtig Arbeit. Und mächtig Spaß. Und das Ergebnis hat mich extrem überzeugt. Mit Paulie stellt Isa K. eine gut verständliche Anleitung bereit, an dessen Ende ein absolutes Allroundtalent von den Nadeln springt. 


Ich trage Paulie jetzt schon seit einigen Wochen. Der Cardigan ist dank der dünnen Wolle genau richtig für diese deutschen Sommertage, an denen es morgens und auch tagsüber immer wiedermal zu kühl für ein einfaches Shirt ist. 


Als einzige Änderung habe ich die Ärmel direkt nur 3/4-lang gestrickt, da ich sie sowieso immer hochshoppe. Der krausrechts gestrickte Schulterbereich war direkt nach dem Stricken irgendwie sackig und saß nicht gut. Nach dem Waschen habe ich das Teil auf einem Handtuch ausgebreitet und vorsichtig in Form gestrichen. Dadurch ließen sich die Beulen im Schulterbereich gut ausmerzen, ohne das Teil brutal spannen zu müssen. Super! 
Der nächste Paulie ist übrigens auch schon in Planung, diesmal mit langen Ärmeln für den Herbst... 

Anleitung: Paulie von Isa K. 
Garn: Fabel von Drops Design 
Verbrauch: 250gr grau, 50gr weiß (nicht das ganze Knäuel gebraucht)
Nadeln: 3,5mm

5. Juni 2012

Beluga-Linsen-Salat - oder: Warum Plan B die bessere Lösung sein kann

Wisst ihr, was ich gar nicht mag? Wenn ich im Laden nicht das bekommen kann, was ich will. Wenn ich einfach keine Zeit habe, um in mehreren Geschäften in Ruhe alle meine Zutaten für mein perfektes Arbeitstag-Abendbrot zusammenszustellen, sondern fix in den nächstgelegenen Laden laufen muss, um alles zu besorgen und dann die wichtigste Zutat nicht im Sortiment vorhanden ist. Wenn die anderen Läden, die diese Zutat 100%ig hätten, in der entgegengesetzten Richtung liegen und mein Hunger mich lieber nach Hause drängt.
Es geht hier schlicht um Kichererbsen in der Dose. Die hat nicht jeder Laden. Mein Plan A war aber nun mal ein fixer Kichererbsensalat. Und dafür hatte ich keine der entsprechenden Zutaten im Hause. Ich wusste, dass der am nächsten gelegene Laden das meiste davon hat - kein Hexenwerk. Aber zu meinem allergrößten Erstaunen eben keine Kichererbsen (wobei ich mir so sicher war). 
Nach kurzem Ärgern, sowas kann mir in hungrigem Zustand echt schlechte Laune machen (ja, ich bin schwierig, wenn ich Hunger habe), kam halt Plan B von meinem Vorratsregal gehüpft: wunderschöne Belugalinsen. Die brauchen zwar ein wenig Zeit zum Kochen, aber das erledigt sich ja quasi von selbst, während ich das Naan zubereite. 


Für zwei hungrige Feierabendmägen: 
200gr Beluga Linsen waschen. Die dreifache Menge Wasser (ohne Salz) aufkochen lassen und die Linsen darin etwa 30 Min. kochen lassen. Probieren, ob sie gar sind. Falls das Wasser weg ist, bevor die Linsen gar sind, einfach noch etwas Wasser zugeben. 
In der Zwischenzeit 200gr Tomaten, 1 gelbe Paprika und 1/2 Bund Frühlingszwiebeln ordentlich abspülen, putzen und kleinschnibbeln. Das Gemüse mit den noch warmen Linsen vermengen. 1 Tl Senf in beliebiger Schärfe, 1 El O-Saft, 1/2 El Obstessig, Salz, Pfeffer und 1 Prise Zucker mit 2-3 El Olivenöl verschlagen und dazugeben.
Frisches Naan dazureichen und glücklich mit Plan B den Feierabend genießen.

Aus den Resten vom Salat habe ich übrigens am nächsten Tag noch diese herzhaften Tartes gezaubert (äh, ich seh grad, die wurden vor dem Zutun vom Salat verewigt, aber ich denke, ihr könnt es euch vorstellen - Plan B halt): 


Pizzateig wie hier beschreiben zubereiten. Vier Tarteformen á 12 cm Durchmesser mit Backpapier belegen. Den Teig vierteln und rund ausrollen, in die Formen legen. Mit 16 halbierten Tomätchen und ein paar zerschnibbelten Frühlingszwiebeln, die mit einer Balsamicoreduktion, etwas Olivenöl, Salz und Peffer vermengt wurden, belegen und im vorgeheizten Ofen etwa 15-20 Min. backen. Die heißen Tartes mit dem Rest Salat füllen, dabei den Salat vorsichtig mit den heißen Tomaten mischen. Diese feinen Restetartes vor dem Essen ein wenig abkühlen lassen. Und sich freuen, dass Plan B auch am nächsten Tag funktioniert.

Wie seht ihr das? Ist Plan A immer auch die bessere Wahl? Muss Plan A immer funktionieren zum Glücklichsein? Oder seid ihr große Fans von Plan B (bis Z)?

3. Juni 2012

Klitzekleine Schokoladen-Karamel-Tartelettes

In klein ist alles toll. Sämtliche Tierbabys, selbst die von großen, bösen Raubkatzen, entlocken den meisten Menschen ein entzücktes Oooohhhhh. Minikuchen in Lolliform, auch bekannt als Cake-Pops, haben im Sturm die Herzen unser aller erobert. Und auch wenn sich hinter etwas so kleinem, wie zum Beispiel diesen Mini-Tartelettes, 10.000 Kalorien verstecken - wir sagen entzückt Oooohhhh und vergessen jegliche Hüftgoldgefahr.  Mit einem Happs sind die im Mund. Und mehr als Oooohhh kann man dann eh nicht mehr sagen...
Die Idee für die kleinen Schokotartes mit Karamelfüllung hatte ich schon vor einigen Monaten, für diesen zweck war die Karamelcreme entstanden. Die Umsetzung allerdings war schwieriger, als gedacht. Doch trotz einiger Pannen ist das Ergebnis so unschlagbar Nachtischmagenfüllend, dass alle Punkte bezüglich Ausführung und Optik schnurz sind. Wie gesagt, allein die kleine Form lässt schon jedes Herz schmelzen. 


Für unzählige Stück (naja gut, ungefähr 40 würden es werden):
Als erstes einen Mürbteig zubereiten: 100gr kalte Butter in kleinen Würfeln mit 50gr Puderzucker und einer Prise Salz mit den Knethaken des Handrührgeräts geschmeidig rühren. 1 kühlschrankkaltes Eigelb zugeben und unterkneten. 200gr Mehl dazusieben und rasch unterkneten, bis ein krümeliger Teig zusammenkommt. Den Teig zu einem Fladen zusammendrücken und in Frischhaltefolie eingeschlagen für 30 Min. in den Kühlschrank legen. 
Falls ihr euch nicht schon vor Monaten die Karamelcreme zubereitet habt, oder euren Vorrat bereits auf diversen Frühstückstoasts verbraucht habt (räusper), macht euch noch schnell eine Portion (für die Mini-Tartelettes reichen allerdings ein paar wenige EL von der Creme). 
Um hübsche kleine Mini-Tartelettes zu erhalten habe ich meine Silikon-Muffinförmchen benutzt. Außerdem braucht ihr beschichtetes Backpapier, das ihr in etwa 10x10cm große Quadrate schneidet, sowie Backerbsen. 
Nun kann der Mini-Tartelettes-Bau beginnen: Den gekühlten Teig portionsweise ca. 3mm dick ausrollen und Kreise von 6cm Druchmesser ausstechen. Die Kreise vorsichtig in die Muffinförmchen drücken und mit einer Gabel den Boden zwei-drei Mal einstechen. Die Förmchen erstmal wieder für 30 Min. im Kühlschrank platzieren. Die Backpapierstücke ein bisschen zusammenknüllen und wieder auseinanderfalten, dadurch passen sie prima in die Förmchen auf den Teig. 
Den Ofen auf 175°C Ober/Unterhitze vorheizen. 
Nach der Kühlzeit in jedes Förmchen ein Papier legen und mit Backerbsen beschweren. Das Ganze hat durchaus Sinn, denn durch die Erbsen wird verhindert, dass die winzigen Wände der Mini-Tartelettes beim Backen runterschmelzen. Soviele Förmchen auf ein Gitter setzten, wie eben draufpassen und im heißen Ofen etwa 10-12 Min. backen. Die Förmchen aus dem Ofen nehmen und vorsichtig das Papier mit den sehr heißen Erbsen entfernen (einfach rasch auf ein bereitgestelltes Backblech legen und erst wieder anfassen, wenn die Erbsen abgekühlt sind). Nun die Förmchen nochmals für 2-3 Min. backen, bis sie schön goldbraun aussehen.
Das Ganze macht ihr so lange, bis A. der ganze Teig aufgebraucht ist, B. die gewünschte Anzahl an Mini-Tartelettes entstanden ist oder C. ihr keinen Bock mehr auf die Fimmelei habt. (Bei mir war auf Grund mehrerer Plannungspannen  Punkt C. nach 24 Stück erreicht und aus dem Restteig wurde eine normal-kleine Tarte...)
Lasst die Mini-Tartelettes komplett auskühlen, was ziemlich fix geht. Zum Füllen braucht ihr nun endlich die Karamelcreme und etwa 200-400gr dunkle Schokolade. Die Schokolade grob hacken und über einem Wasserbad schmelzen lassen. 
Nun kommt nochmal ein bisschen Fimmelei: In jedes Mini-Tartelettes kommt eine dünne Schicht Karamellcreme (etwa 1/3 der Höhe) und oben drüber mit Hilfe eines Teelöffels eine genauso hohe Schicht flüssige Schokolade. Da müsst ihr schnell sein, damit die heiße Schokolade die Creme komplett bedeckt, bevor diese anfängt zu schmelzen und sich mit der Schoki zu vermischen. 
Das wiederholt ihr solange, bis wieder Punkt A., B. oder C. eingetroffen ist. Die gefüllten Mini-Tartelettes nun nur noch abkühlen lassen, euren Lieben zum Sonntagskaffee servieren und ganz viele Oooohhhhs und Aaaahhhs ernten.

Zugegeben, das Ganze ist eine relativ zeitaufwendige Angelegenheit, lohnt sich aber, wie ich finde. Eventueller Restteig lässt sich prima, je nach Menge, zu einfach Plätzchen oder eben einer kleinen Tarteform weiterverarbeiten. Falls ihr aber nicht sofort Verwendung für den Teig habt, hält er sich im Kühlschrank locker bis zum nächsten Tag, oder im Tiefkühler porblemlos mehrere Wochen - aber nicht vergessen!


Mir sind, wie erwähnt, einige Malheurs passiert. Zunächst einmal habe ich einen anderen Teig zubereitet, mit mehr Butter und ohne Ei - fataler Fehler den ihr nicht begehen sollt, daher steht oben schon ein geeigneteres Rezept. 
Dann bin ich bei meiner ersten Ladung davon ausgegangen, dass das reine Kühlen schon reichen würde, damit die Dinger ihre Form behalten. Nö, tun sie nicht. Ich hatte also erstmal 12 runde Plätzchen mit einer Mini-Mulde in der Mitte. (Auf dem Bild seht ihr den Vegleich im gefüllten Zustand. Wobei ich nicht unbedingt meine, dass das rechte Tartelette weniger hübsch aussieht.)
Die zweite Portion musste also mithilfe von den Backerbsen beschwert werden. Ich wollte mir aber das Geschnibbel von Backpapier ersparen und dachte so: "Hm, Papier-Muffinförmchen haben doch schon die richtige Größe, warum also extra Arbeit?" Nach dem Backen wusste ich warum: Papier-Muffinförmchen sind nicht so gut beschichtet und der Teig bleibt an dem ollen Papier kleben und damit hat sich eine schöne Form der Tartelettes erledigt. Daher der Hinweis: wenn man sich schon so viel Mühe macht, dann lohnt sich auch das zurechtschnibbeln von gut beschichtetem Backpapier.
Abschließend noch ein Hinweis zu Haltbarkeit: Für den nächsten Tag, an dem die Schoko-Karamel-Mini-Tartelettes serviert werden sollten, habe ich die DInger noch in einem Luftdichter Behälter im Kühlschrank aufbewahrt. Den Rest danach außerhalb vom Kühlschrank. Kein Problem. Die Kalorienbömbchen halten sich problemlos mehrere Tage und werden dabei mit der Zeit immer besser...
Wer jetzt noch mitliest: viel Spaß beim Nachbacken und -basteln und Naschen. Bei dem miesen Wetter heute ist das doch bestimmt die beste Beschäftigung.

19. Mai 2012

Do you know ... Ted?



Schönes Wochenende wünsche ich euch! (mit Bauchschmerzen vor lauter Lachen...)

14. Mai 2012

Trdelník - oder: Das süße Leben in Prag

Der Frühling in Prag ist eine schöne Angelegenheit. Zwischen all den tollen Historismus-, Jugendstil- und Barockfassaden schimmern frisch ergrünte und beblühte Bäume. Der Petřín thront über der Stadt und lockt an heißen Tagen mit Waldeskühle. Zwischen gefühlt millionen anderen Touristen versteckt sich trotzdem noch hier und da ein ruhiges Plätzchen. Nach heißen Tagen findet sich in einer der zahlreichen kleineren Brauereien immer ein schmackhaftes Bier zur Erfrischung. Während aber auch in Prag die Globalisierung mit unendlich vielen Pizza e Pasta Restaurantes und China-all-you-can-eat-Buffets Einzug hält, haben eben diese Brauereien noch defftiges böhmisches im Angebot. Knödel jeden Tag! 
Mein kleines Herz sprang aber vor allem dann vor lauter Freude, wenn meine Nase auf der Straße einen buttrig-süßen Duft erhaschen konnte. Mit großen Kinderaugen stand ich da vor diesen kleinen Ständen, bei denen weicher Hefeteig auf schnellen Rollen über heißer Kohle dreht. Trdelník. (Vor sieben Jahren, bei meinem letzten Pragbesuch, war mir dieses feine Gebäck noch nicht untergekommen. Auf meine Nase war wohl nicht immer Verlass.)


Nun bin ich an mehreren Ständen überall in der Stadt hängen geblieben. Die gerollten Teigrollen werden immer ganz frisch zubereitet. Ein etwa brötchengroßes Stück Teig wird zu einem langen Strang gedreht und um den heißen, gebutterten Trdlo aus Holz oder Metall gewunden. Je nach Trdlo-Größe können 2-5 Portionen auf einmal gedreht werden. Nachdem der Teig ein wenig angedrückt wurde, kommt die Rolle auf ein Gestell über heißen Kohlen, wo sich alles geschwind dreht und so den Teig gleichmäßig bräunt. Bei angemessener Bräune wird der Trdlo von den Kohlen geholt und der Teig noch heiß in einer Zuckermischung mit Mandeln, Walnüssen und/oder Zimt gerollt. Immer noch heiß werden die einzelnen Trdelník von dem Trdlo vorsichtig runter geschoben, in eine Serviette gepackt und in erwartungsvolle Hände gelegt (manchmal, nicht immer, werden die Rollen auch nochmal gebacken, wie im Bild zu sehen). Der weiche Teig mit knuspriger Hülle ist ein wahrer Glücksbringer. Selig lächelnd mit einem Trdelník in den Händen konnten mich da auch die millionen anderen Touristen nicht mehr stören.


Ursprünglich stammt dieses Gebäck wohl aus dem Szeklerland und ist auch als Skalický trdelník in der EU geschützt. Heute scheint es aber eben auch in der tschechischen Republik, Ungarn und in der Slowakei verbreitet zu sein. Den Teig auf heißen Rollen kennen wir in Deutschland auch vom Baumkuchen, wobei der Teig und die Herstellung ein wenig anders sind. Wer hier in Deutschland aber gerne Trdelník selber machen möchte (denn nach Prag ist es ja doch was weit, zumindest vom Rheinland aus) findet hier eine kleine Anregung wie es gehen könnte. 


Andererseits, wieso nicht in jedem Frühling nach Prag, um diese Aussicht genießen zu können...

6. Mai 2012

Spargel Tarte

Dieses Jahr haben mich die Frühlingsgemüse echt überrascht. Denn während es für mich noch gar nicht richtig schön wurde, so mit viel Sonnenschein und so, scheinen Spargel und co trotzdem zu wachsen und zu gedeihen. Überrascht hat es mich, weil ich dachte, dass Gemüse vielleicht aus reinem Trotz dem schlechten Wetter gegenüber nicht wächst. Ist ja logisch, ich bleib bei dem Grisselsregen ja auch lieber im Haus. Die Natur scheint das aber etwas anders zu sehen - Gott sei Dank. So gibt es nicht nur schon ziemlich feinen weißen Spargel auf dem Markt zu kaufen, sondern sogar grüne Stangen bei meinen Eltern im Garten. 


Wie das Gemüse dort überhaupt hingekommen ist, wissen wir nicht. Aber seit Jahren wächst dort ein Stängel hervor. Ab und an, wie dieses Jahr, sogar zwei (vom zweiten Stängel ist im moment erst das Köpfchen zu sehen). Für die Spargeltarte braucht es dann doch ein paar Stangen mehr.


Für 1 Tarte: 
Als erstes wird der Mürbteig hergestellt. Dafür 250gr Mehl mit 1 Tl Salz, 150gr kalter Butter in kleinen Stücken, 1 Ei, 1 Prise Zucker und 1/2 El Essig rasch verkneten. Den Teig in Frischhaltefolie einschlagen und für 30 min. kalt stellen. 
Für die Füllung 3 mittelgroße Kartoffeln schälen und in Salzwasser gar kochen. Die gekochten Kartoffeln etwas abkühlen lassen und in etwa 5mm dünne Scheiben schneiden. 500gr grünen Spargel waschen und die holzigen Enden abschneiden. Den Spargel halbieren. Wasser mit Salz, etwas Zucker und einem Stückchen Butter zum Kochen bringen und zuerst die dickeren Spargelstücke reintun. Nach 2-3 min die Spitzen dazugeben und noch 5 min weiterkochen lassen. Abgießen. Etwa 200gr kleine Datteltomaten waschen und vierteln. 
Für den Guss 200gr Créme Fraîche, 50gr Sahne, 2 Eier, 1 durchgepresste Knoblauchzehe, schwarzer Pfeffer, Salz, etwas Paprikapulver und geriebene Muskatnuss miteinander vermischen. 
Den Ofen auf 200°C Umluft vorheizen. 
Den gekühlten Teig ausrollen und die Tarteform damit auskleiden. Den Boden mit einer Gabel mehrfach einstechen. Bis der Ofen hochgeheizt ist kann man die Form jetzt noch gut ins Gefrierfach stellen, dann wird der Boden beim backen schön knusprig. Wenn alles soweit ist, den Tarteboden 15 min. lang blindbacken. 
Danach zuerst mit den Kartoffelscheiben belegen, den Guss darübergeben. Die Spargelstücke obenauf drapieren und die Tomatenviertel in die Zwischenräume verteilen. Zum Abschluss noch etwa 50 gr geriebenen Käse darauf verteilen. 
Die Tarte 20-25 min backen, bis der Käse und der Guss goldbraun sind. 

Zu der Tarte gab es bei uns einen halbtrockenen Riesling, was sehr gut gepasst hat. Die Tarte eignet sich auch hervorragend als Resteverwertung nach einem großen Spargelessen. Und statt nur grünen Spargel kann man natürlich auch nur weißen verwenden, oder eben eine Mischung aus beiden Sorten. 
Das war jetzt sogar schon unser zweiter Spargel dieses Jahr. Den ersten gab es ganz klassisch mit Kartoffeln und Holo. Wo ich ja nun so von der Spargelsaison überrascht wurde, will ich sie jetzt auch so richtig ausgiebig genießen. Gourmandes Version mit Kratzede und diese wundervolle Lasagne sind schon mal vorgemerkt. Was sind denn eure liebsten Spargelvarianten?Und habt ihr auch schon Kamikazespargel bei euch im Garten entdeckt?

29. April 2012

Käsestangen

Am Freitag (so gegen 20.30 Uhr) wurde unser Ofen endlich wieder ins Leben zurück gebracht. Ein guter Freund hat uns die neue Unterhitze eingebaut. Das alte Ding war einfach mal ebenso durchgeschmort, nach gerade mal 3,5 Jahren intensiver Nutzung. Ob das wohl Heizspiralensuizid war? Nun, wie auch immer, nach drei Wochen Back-Entzug konnte ich es kaum erwarten, dass die Neue dem Ofen endlich wieder einheizte. Im Endeffekt hat es auch nur 15 Sekunden gedauert die neue Heizspirale reinzusetzen... darüber waren wir alle drei freudig überrascht.
Am Samstag morgen gab es endlich wieder frische Brötchen zum Frühstück und dann konnte ich mich auch nicht mehr zurückhalten das erste zu backen, was mir in den Sinn kam. Käsestangen. Das ist nun nicht das raffinierteste Backwerk ever, aber ich muss mich nun ja auch erstmal wieder langsam rantasten... 
Käsestangen sind ein ziemliches Teufelszeug. So eine Packung zwingt einen quasi dazu sie komplett aufzufuttern (ich weiß ganz genau, dass ihr wisst, was ich meine, ne?). Sie sind aber auch schnell selbst gemacht und haben dann den großen Vorteil sie nach dem eigenen Geschmack gestalten zu können. Ich mag getrocknete Kräuter und genau das kam auch drauf. 


Für einen Abend Knabberspaß (etwa 20 Stück): 
1 Packung frischen Blätterteig aus dem Kühlschrank holen und ein paar Minuten warm werden lassen. 
Den Ofen auf 170°C Umluft erhitzen. 2 Bleche mit Backpapier versehen.
Mittelalten Gouda fein reiben, so dass da eine großzügige handvoll Käse liegt (also nicht meine Hand voll, sondern die des GGG). 
Nun den Blätterteig auseinanderrollen, mit Frischkäse bestreichen (ca. 75gr), mit etwa 1-2 El Lieblings-Kräutermischung bestreuen und den Käse liebevoll darauf verteilen. 
Den Blätterteig quer in 10 Streifen von je ca 2,5cm schneiden und diese dann nochmal teilen. Die einzelnen Stücke längs umklappen und ein paar Mal um sich selbst drehen. Die Streifen auf die Bleche verteilen und in 8-10 Minuten knusprig backen. 


Wie schon gesagt ist die Gestaltung ganz eurem eigenen Gusto überlassen. Statt gemischter Kräuter nehmt ihr nur Rosmarin oder nur Thymian oder auch Gewürze wie grob gemahlenen schwarzen Pfeffer, verschieden scharfe Chili- und Paprikapulver oder auch Curry. Den Käse ersetzt ihr durch euren Lieblings-Hartkäse. Wie wärs mit einem würzigen Cheddar oder Bergkäse? Wie es euch gefällt. 
Noch ein Hinweis: Frisch schmecken sie eindeutig am besten. Ansonsten sollten die Stangen nicht luftdicht verpackt werden, denn dann werden sie weich. Weich und nicht knusprig. Nicht knusprig ist doof bei Käsestangen. 
Ich für meinen Teil war gestern sehr zufrieden mit dem Backergebnis. Die neue Unterhitze hat hoffentlich ein langes Leben und wird gleich wieder in Anspruch genommen. Spinat-Pizza mit extra Knoblauchöl, yeah! 
Macht euch noch einen schönen Sonntag - vielleicht mit Käsestangen?

23. April 2012

Mit Verlaub: Gusteau

Eine weite Reise aus dem schönen Frankreich ins schnöde (ach quatsch!) Rheinland musste unser neuer Küchenmitbewohner über sich ergehen lassen. Von lieben Freunden mitgebracht, die herzlichst über ihren emailierten gusseisernen Bräter schwärmten und über die Farben und die schöne Lilie und ich wollte dann auch so gerne mal und nun hab ich den Salat. Ach nein, den Gusteau: 


Schön ist er. Und schön groß (35 cm). In feuerrot. 


Mit dunklem Innenleben. Und praktischer Deckel-Einhänge-Funktion. Mit Lilie!


Gusteau heißt er. Nicht Bocuse, obwohl mit dem werten Küchengott geworben wird. Mit Gusteau sehe ich so manche Leckereien in der Zukunft entstehen. Für Familie. Für Freunde. Ratatouille, Brot, Mac'n'Cheese. Und Bœuf bourguignon. Für Bœuf bourguignon habe ich drei Rezepte und alle drei will ich ausprobieren und vergleichen.Unterschiedliche Gemüse werden da benutzt und auch die Zubereitung ist doch recht verschieden. Obwohl man das ja kaum glauben mag. Aber wir werden sehen. Und schmecken.
Aber immer mit der Ruhe, ich werde schon wieder ganz aufgeregt. Zunächst müssen die Schützer für die heißen Ohren von Gusteau noch gefüttert werden, sonst sind meine Pfoten schnell dahin. Außerdem hätt ich gern wieder einen voll funktionierenden Ofen. Was sich die Unterhitze dabei gedacht hat uns zu verlassen verstehe ich immer noch nicht.
Bis dahin wird die Frühlingsküche in all ihrer Herrlichkeit genoßen. Welches ist denn euer Lieblings-Frühlings-Gemüse? Und euer Lieblings-Frühlings-Rezept? Und doch, ich muss noch nach eurem Lieblings-Bräter-Rezept fragen?

18. April 2012

Wer Geduld hat bekommt Karamelcreme

Vor Jahren mal habe ich schonmal was in Richtung Karamel selber machen versucht. Da war ich aber noch Kind und ganz verzückt von der Idee in meinem Kinderkochbuch: Sahne-Karamel-Bonbons selber machen. Aus Sahne, Honig und Zucker sollte eine Karamelmasse zusammengekocht, auf einem Brett verstrichen, in Stücke geschnitten und nach dem Abkühlen hübsch verpackt werden. Oh, was war ich aufgeregt. Zusammen mit meiner Mutter stand ich in der Küche und war ganz gespannt, wann die Masse denn endlich hellbraun wird. Dann haben wir das Zeug auf ein Blech gegossen und warteten darauf, dass es schnittfest wird. 
Und warteten. 
Und warteten.
Es wurde nicht fest. Auch am nächsten Tag hatte es immernoch eine seltsame klebrige Konsistenz, die garantiert nicht hübsch verpackt werden kann. Ihr könnt euch meine Entäuschung darüber wahrscheinlich vorstellen. Das hat mich natürlich nicht vom Essen abgehalten, ist ja klar. 
Wenn ich heute daran zurückdenke war das ganze bestimmt schon damals ein Wink mit dem Zaunpfahl: Ich hätte sofort eine KaramelCREME machen sollen.
Hab ich auch, nur eben Jahre später.


Nach dem Rezept von dem bezauberndem Blog Photisserie hergestellt geht es tatsächlich ziemlich einfach und das Ergebniss ist ziemlich lecker (soll etwa 750ml ergeben, aber ich hab's nicht nachgemessen): 
Zunächst einmal werden 300gr Zucker mit 6 El Wasser in einem Topf bei kleiner Flamme erhitzt und so lange geköchelt, bis das ganze eine hellbraune Farbe angenommen hat. Das dauert. Das hat zumindest bei mir viiiiieeeeel länger gedauert, als ich vorher gedacht hätte. Zunächst stand ich noch sehr gespannt und aktionsbereit daneben. 
Ab und an hüpfte ich vor lauter Aufregung ein bisschen durch die Gegend. 
Dann wurde mir langweilig. 
Ich hab mir Kaffee gemacht, hab ihn in Ruhe ausgetrunken, mir ein Buch geholt, was gelesen, hab ein bisschen aus dem Fenster geschaut...
...bis mir dieser Kirmesgeruch in die Nase stieg und ein vorsichtiger Blick in den Topf tatsächlich eine leichte Färbung des Zuckers anzeigte.
Wenn sich also Wasser und Zucker verfärbt haben kommt 240gr Butter in Stückchen dazu. Sehr vorsichtig! Bei solchen Aussagen wie "sehr vorsichtig" werde ich immer ganz ernst. Denn ich weiß ganz genau, wie schmerzhaft Verletzungen in der Küche sind. (ein heißes Blech ohne Handschuhe aus dem Ofen holen wollen ist nicht gut!) In diesem Fall hatte ich für den Vorgang Butter-in-die-Zuckermasse-tun ein langärmeliges Shirt an, Hitzehandschuh und einen langstieligen Holzlöffel in der rechten Hand und so mit ganz viel Abstand zwischen mir und dem heißen Zucker die Butter stückchenweise hinein gelegt. Höchstvorsichtig. Und wahrscheinlich sah ich total bescheuert aus. Dafür habe ich von den nichtvorhandenen Spritzern auch keinen abbekommen. HA!
Nun kommen noch 5gr Salz dazu und dann soll die Masse etwa 2min köcheln, bis sich alles verbunden hat.
Zwischenzeitlich 200gr Sahne erwärmen. 
Zum Schluss das Karamel vom Herd ziehen, Sahne ordentlich, aber immer noch seeeehr vorsichtig, unterrühren. Nun könnt ihr die wundervolle Creme in vorbereitete Gläser füllen und gut verschließen (das habe ich auch wieder mit Handschuhen gemacht, die danach in die Wäsche mussten, ihr heldenhafter Einsatz hat sich also absolut gelohnt). 


Bei Zimmertemperatur ist die Sauce fast flüssig, bei Kühlschranktemperatur ist es eine streichfeste Creme.
Nach all der Aufregung lohnt es sich einen Tl der abgekühlten Karamelcreme zu probieren. Der Geschmack ist unglaublich. Mein GGG meinte nur: Das schmeckt ja WIRKLICH wie Karamel! Ja doch, insgesamt zufriedenstellender, als die doofen Sahnebonbons. Und unsere Freunde beim Osterbrunch waren auch schwer begeistert. 
Ich hab noch ein Gläschen von der Creme übrig und plane etwas ganz fantastisch-schweinisches damit. Das geht aber erst, wenn unser Ofen wieder betriebsfähig ist. Bis dahin stehle ich mir ab und zu ein Löffelchen Karamel einfach so aus dem Glas. Aber psst, verratet das bloß keinem! 

16. April 2012

Frühlingsjäckchen Knit-Along 2012: Und so siehts aus...

Man, was bin ich aufgeregt. Der Frühlingsjäckchen-KAL hat einfach großen Spaß gemacht! So viele tolle neue Blogs und nette Leute kennengelernt. So hübsche Sachen gesehen. So viel Inspiration für die nächsten Projekte. Und dem entsprechend auch eine sooo lange was-ich-noch-gerne-stricken-würde-Liste. Liebe Cat, da hast Du eine ganz fantastische Idee gehabt! 
Heute ist aber nun der letzte Termin vom Frühlingsjäckchen Knit Along 2012 und die Präsentation angesagt. 


Ich hatte mich ja schnell für die Abalone als Projekt entschieden und auf ein etwas älteres Baumwollgarn zurückgegriffen. Mit dem Garn bin ich sehr zufrieden. Mit der Anleitung auch. Abalone eignet sich gut für Anfänger, aber auch für alle anderen, die schnell ein schönes Ergebnis sehen wollen. 


Die Konstruktion sieht vor, dass es sich vorne nicht schließen lässt. Ich wurde schon gefragt, ob es denn wirklich so sein soll, aber ich muss sagen, dass es mir ganz gut gefällt.


Die Schultern und der Rücken werden gewärmt, die Arme und der Oberkörper vorne bleiben frei. Genau so mag ich es, mir wird sonst schnell zu warm. 


Wie man sehen kann, liegen die kleinen Ärmelchen bei mir sehr eng an. Das finde ich auf jeden Fall besser als kleine Flügelchen (wie sie eigentlich in der Beschreibung für die Anleitung angegeben werden), es war aber auch eher Zufall, dass das so rausgekommen ist. 
Beim nächsten Mal würde ich allerdings für die Armausschnitte einige Maschen vorher abketten, damit unter den Armen mehr Platz ist. Ansonsten liegt die Blende wirklich überall schön an und die unteren runden Abschlüsse gefallen mir besonders gut.


Da mir meine erste so gut gefällt, habe ich direkt im Anschluss ein zweite Abalone angeschlagen, jedoch aus der etwas dickeren Wolle Nepal von Drops. Prinzipiell würde das auch gut passen, die Maschenprobe ergibt, dass das Stück ein wenig größer werden würde, was mich bei der Wolle nicht stört. Aber der Abschluss ist hier gar nicht schön geworden. 


Seht ihr die Dellen? Und die Ärmel sind hier leider doch zu Flügelärmeln geworden.


Ich werde also komplett die Blenden auftrennen und neu stricken müssen, denn so werde ich das Stück bestimmt nicht tragen. Ordentliches Spannen wird da auch noch sein gutes zu beitragen, aber nicht alles lässt sich durch spannen wieder gut machen... Aber da diese Abalone dann eher für den Herbst gedacht ist, lasse ich mir damit doch noch was Zeit (sprich: ich hab grad einfach gaaar keinen Bock dazu). Stattdessen widme ich mich meinem Paulie-Cardigan. Da fehlen nur noch 1 1/2 Ärmel und die passenden Knöpfe. Und ich kann jetzt schon sagen, dass Paulie ein Lieblingsteil wird. 


So, mit diesem Teaser endet mein letzter Beitrag zu FJKAL 2012. Liebe Catherine, nochmal vielen Dank für Deine wundervolle Idee und Deine Gastfreundschaft! Ich bin schon gespannt, was die anderen heute präsentieren werden.

11. April 2012

Calzone mit Bärlauch und ein Osteropfer der anderen Art

Das Osterwochenende ist vorbei und ich hoffe ihr hattet alle eine schöne Zeit. Der Sonntag hatte fürs Rheinland ja eine schöne Wetterüberraschung mit Sonnenschein statt Schnee. Mein GGG hatte für mich eine schöne Überraschung mit einem großen zartherben Häschen. Aber die größte Osterüberraschung hielt mein Ofen für mich bereit: Das treulose Stück will nicht mehr von unten heizen. 
Angefangen hat das wohl schon letzte Woche, als der Ofen von heute auf morgen endlos lange zum vorheizen gebraucht hat und die Sachen, die ich da so reinschob nicht in der gewohnten Qualität rauskamen. Ich war etwas verzweifelt und wusste nicht genau woran es denn nun lag. Der Ostermontag brachte mir dann die Gewissheit: Nachdem ich schon den Osterzopf umdrehen musste, damit auch die Unterseite wenigstens ein bisschen Farbe bekommt, wollte der doofe Ofen meine Erbsentarte ruinieren, bei der der Boden schlichtweg roh blieb. Als ich dann (30 min. bevor die Gäste kamen und nachdem die Tarte beriets 40 min im Ofen war) erzürnt die Tarte auf die unterste Schiene schob, ausschließlich auf Unterhitze bei 250° schaltete und der Ofen nach 15 min. kälter war als davor, ging mir auch endlich mal ein Licht auf. Ehrlich gesagt, eine Erleuchtung auf die ich gut und gerne verzichtet hätte.
Nun sitze ich hier und alles, was mir einfällt, wenn ich über das Abendessen der nächsten Tage nachdenke, sind Köstlichkeiten aus dem Ofen. Wofür brauchte ich die Herdplatten nochmal? Keine Ahnung... Ich fühle mich von diesem Ofen betrogen und im Stich gelassen (und das ist ja nicht das erste Mal das der sowas bringt, ich erinnere mich nur allzugut an einen Sonntagmorgen an dem nach dem Brötchenbacken die äußerste Scheibe der Ofentür in 1000 Einzelteile zerborsten ist, Produktionsfehler).
Es bleiben die guten Erinnerungen an feines Gebackenes, das noch Freude in unser Heim gebracht hat. Dazu gehört dieses tolle Calzone. Mit Bärlauch, Tomaten und Mozzarella gefüllt ein echtes Träumchen von einer Tasche. 


Für 2 Calzone (oder heißt es in der Mehrzahl Calzoni?), auf jeden Fall für 2 Personen: 
Zunächst wird ein einfacher Pizzateig hergestellt. Dafür 200gr Mehl mit 1/2Tl Salz mischen. 1/4 Würfel Hefe (etwa 10gr) mit 1/2Tl Zucker verrühren, bis die Hefe flüssig geworden ist. 110ml lauwarmes Wasser dazugeben und ein paar Minuten stehen lassen. Nun das Mehl mit der Hefemischung und 1El Olivenöl zu einem geschmeidigen Teig kneten. Den Teig in einer Schüssel mit einem feuchten Tuch abgedeckt gehen lassen, mindestens 30 Minuten, besser wäre 1 Stunde.
In der Zwischenzeit einen Kaffee oder Tee trinken, ein wenig lesen oder etwas aufräumen. Den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen. 
Dann kann die Füllung zubereitet werden: etwa 200gr Bärlauch verlesen und waschen und gut abtropfen lassen. 1 kleine Zwiebel in feine Würfel schneiden, 250gr Datteltomaten halbieren oder vierteln und den Bärlauch ebenfalls grob zerteilen. In einer großen Pfanne bei mittlerer Hitze die Zwiebeln in etwas Olivenöl mehrere Minuten anschwitzen lassen. Dann die Tomaten zugeben und die Hitze ein wenig hochdrehen. Immer wieder mal durchschwenken. Nach ein paar Minuten den Bärlauch dazugeben und zusammenfallen lassen. Alles gut miteinander vermengen und mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss kräftig abschmecken. 
Den Teig teilen und auf eine rgut bemehlten Arbeitsfläche zwei nicht zu dünne Pizzafladen ausrollen. Die Füllung auf die Fladen aufteilen und 1 Kugel Mozzarella zerflücken und darüber geben. Nun jeden Fladen zu einem Halbmond schließen und die Ränder gut zusammendrücken. Auf einem mit Backpapier versehenen Blech die Calzoni etwa 15-20 min backen, bis sie von allen Seiten schön goldgelb sind.
Zum Abschluss träufele ich vor dem Servieren ganz gerne noch je 1 El Olivenöl über die Teigränder.


Die Taschen sind wahrlich fein gewesen und die Füllung lässt sich ja endlos variieren: mit Pilzen, Spinat und Knoblauch stelle ich mir auch gut vor. Für mich brauchte da keine Tomtansauce mehr dran, die Füllung war auch so schön saftig und schmackhaft. Aber probiert es doch einfach mal selber aus und findet eure eigene Lieblingsfüllung. Oder habt ihr die bereits und wollt sie hier verraten?

31. März 2012

Hefezopf in richtig lecker und Vorbereitungen zum Osterbrunch

Wenn ich damit anfange darüber nachzudenken, was ich für ein bestimmtes Ereignis kochen und backen könnte, dann wird die Liste endlos und mein GGG bekommt riesige Augen und räumt Zweifel im Angesicht von Vorbereitungszeit und anderen logistischen Problemen ein. Aber für Ostern steht eine Sache schon seit letztem Jahr fest: Der Hefezopf. 
An selbigen habe ich mich erst letztes Jahr zum ersten Mal getraut. Der Hefeteig war bis dahin nicht betretenes Terrain. Heute kann ich dafür gar keine überzeugenden Argumente mehr vorbringen. Dank der ausführlichen Beschreibung bei Friedas Hefezopf bin ich seit letztem Jahr begeisterte Hefeteilchenbäckerin. Zum Glück. 
Letztes Jahr sah das gute Stück so aus: 


Dazu gabs natürlich noch andere Leckereien, an die ich mich beschämenderweise gar nicht mehr erinnern kann. Dieses Jahr definitiv mit auf den Tisch kommt selbstgemachte Marmelade (von der besten Mutter der Welt), ein Rüblikuchen (von einem Freund, der den Kuchen schon vorab in den Himmel gelobt hat, ich bin gespannt) und bunte Eier von den hauseigenen Hühnern einer Freundin. Jetzt muss ich mich noch festlegen, was von meiner endlos langen Liste umgesetzt werden will. Ich plane da noch eine kleine Schweinerei (mal sehen, ob das überhaupt klappt) und ein paar altbewährte Lieblingsklassiker. Aber das weltweite Netz lockt mich mit immer neuen Leckereien: 

von Bridget bei  Bake at 350
Wie niedlich sind die denn bitteschön? (Bake at 350 ist im übrigen ein bodenloses Fass an kreativen Plätzchendekorations-Ideen. Bridget erklärt noch dazu ganz toll, wie was funktioniert, wann welche Farbe draufkommt, wie lange was trocknen muss, .... perfekt für alle ambitionierten Plätzchen-Dekorianer...)

Weil ja aber nicht nur Süß auf den Tisch kommen soll, bin ich im Moment vor allem an den herzhaften Möglichkeiten hängengeblieben:

von Steph vom KuLa
Eiersalat vom Kleinen Kuriositätenladen in superlecker und mit selbstgemachter Mayo unschlagbar auf dem Toast (ach apropos Toast, Brot für einen Brunch wäre bestimmt nicht verkehrt, oder?)

von Joy auf Joy the Baker
Eine leckere Quiche mit frischem Spargel wie bei Joy ist ja auch ziemlich unschlagbar. Allerdings, gibt es überhaupt schon Spargel? Hmmm, ansonsten kann man ja auf jeden Fall auf die saisonalen Leckereien zugreifen...

von Gourmande bei Gourmandises végétariennes
... und sowas feines wie die Bärlauch-Waffeln von Gourmande zubereiten. 
 
Ach, ich kann mich nicht so richtig entscheiden, da schwirren noch 100 andere Ideen in meinem Kopf herum. Aber ich habe ja auch noch eine Woche Zeit und muss auch mal schauen, was der Markt so hergibt. 
Und was plant ihr denn so für nächste Woche? Brunch oder Nachmittagskaffee? Eiersuche im Garten oder Picknick am See? Osternacht-Gottesdienst oder Fruchtbarkeitstanz ums Lagerfeuer?