28. Dezember 2011

Spaghetti mit Sauerkraut und Räuchertofu

Bei uns zu Hause gab es Sauerkraut vor allem mit Kartoffelbrei. Frage: Kinder, was wollt ihr? Antwort: Kraut und Brei!!! Yummi. Aber Kraut und Nudeln? Hmmm, es gibt Kombinationen, bei denen ich zunächst etwas skeptisch bin. Einfach, weil ich sie mir erstmal nicht so ganz vorstellen kann, denn in meinem konditionierten Kopf gibt es auch beim Essen immer noch ganz klare Zugehörigkeiten. Naja gut, die meisten habe ich anscheinend abgelegt, denn trotz angestregntem drüber nachdenken fallen mir keine weiteren Beispiele ein. Aber ihr wisst was ich meine. 
Jedenfalls hat mich dieses Rezept sehr schnell angesprochen, aber wie gesagt, da war diese Barriere in meinem Kopf. Ein sehr lieber Kollege hatte dann das Rezept aber mal ausprobiert und war schlichtweg begeistert. Und in meinem Kopf nistete sich der ganz starke Wunsch nach Kraut und Nudeln ein. 
Eine ganz andere Sache ist der Räuchertofu. Ich hab nichts gegen Tofu einzuwenden, habe aber tatsächlich bisher noch nie selber welchen zubereitet (es gab da allerdings mal dieses Sojahack...wir wollen nicht drüber reden...). Bei mangelnder Erfahrung mit einem speziellen Produkt bin ich für Hinweise stets dankbar. The Vegetarian Diaries hat mir den Räuchertofu von Alnatura empfohlen. Der Geruch beim Öffnen der Packung ist intensiv nach Geräuchertem. Dieser Geruch beeinflusst allerdings kaum den gesamten Geschmack des Gerichts (was auch ganz gut so ist). Brät man die Tofustückchen schön kross an, geben sie einen wundervollen Kontrast zu den weichen Nudeln ab. Ein bisschen wie angebratene Brotwürfel, die nicht durch die Soße aufweichen und sich dann in Wohlgefallen auflösen, sondern schön ihre Konsistenz behalten. 
Ansonsten habe ich ds Rezept an den Inhalt unseres Kühlschrankes angepasst und etwas mehr Flüssigkeit für die Soße benutzt (und beim nächsten Mal wahrscheinlich nochmehr). Das mit dem Puderzucker habe ich gelassen, weil ich kein großer Freund von extra Zucker in meinem Essen bin. 


Für 2 Personen: 
250gr Spaghetti nach Packungsanleitung kochen. 
In der Zwischenzeit 1 Zwiebel in kleine Würfel schneiden. 200gr Räuchertofu der Länge nach vierteln und dann in dicke Scheiben schneiden. 300gr Sauerkraut abtropfen lassen (falls nötig).
In einer großen Pfanne (es kommt nachher alles zusammen hier rein) ein wenig Pflanzenöl erhitzen und den Räuchertofu bei starker Hitze goldbraun anbraten. Die Hitze etwas reduzieren und die Zwiebelwürfel beigeben. Nach ein paar Minuten (immer wieder mal rühren nicht vergessen) das Sauerkraut dazugeben. Ich mag es, wenn Sauerkraut ein bisschen mit anbräunt und lasse es daher kurz in Ruhe. 
Das Ganze wird nun mit 150ml Brühe und 75ml Sahne abgelöscht. Ein paar Minuten köcheln und die Soße reduzieren lassen. Mit Salz und frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer abschmecken. Die fertigen Nudeln dazu geben und alles gut miteinander vermengen. 


Dazu passt ein kräftiger Weißwein genauso gut wie ein Rotwein. Ebenso ein kühles Bier.
Dieses Gericht wird es bei uns bestimmt nochmal geben. Wer unbedingt ein wenig Fleisch braucht, ersetzt den Röuchertofu eben durch Speck. Aber ich denke dieses Gericht funktioniert auch ohne den Räuchertofu ganz hervorragend. 
Demnächst heißt es bei uns also: Liebling, was gibt's zu essen? -Kraut und Nudeln.

Kommentare:

  1. bei mir im kühlschrank wartet noch eine packung räuchertofu um verarbeitet zu werden. jetzt wo ich das bei dir hier sehe, weiß ich glaube ich was ich damit anfangen möchte :)

    lg
    the vegetarian diaries

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  2. wie schön, dass es dir so gut geschmeckt hat! :-)

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