13. Dezember 2011

Sich Zeit nehmen und Irish Coffee trinken

Nachdem ich die letzten Wochen quasi wie ein Einsiedler gelebt und kaum Zeit für schöne Dinge gehabt habe, freue ich mich so richtig über die Adventszeit und die kommenden Wochen. Weihnachten ist für mich immer etwas magisches. Ich freue mich das ganze Jahr dadrauf und als Kind habe ich allen Ernstes schon im Sommer Weihnachtslieder gehört! Könnte ich immer noch, ohne mit der Wimper zu zucken, aber irgendwie hat mein GGG etwas dagegen.... 
Nur dass das keiner falsch versteht: Ich brauche nicht schon die Zimtsterne in den Läden wenn der September grade angefangen hat. Ich verstehe auch nicht, wieso ich schon im Oktober Adventskalender kaufen soll. Und das der erste Adventssonntag dieses Jahr quasi mitten im November war, hat mich etwas überfallen. Nein, für mich ist die Adventszeit und Weihnachten zum einen eine tolle Zeit, weil endlich der Winter beginnt, ich jeden Abend gnadenlos viele Kerzen anmachen und mir nichts schöneres vorstellen kann, als mit vor Kälte geröteten Wangen reinzukommen und mich mit einem Tee aufs Sofa unter drei Decken zu kuscheln. Und wenn dann der erste Schnee fällt, dann könnte ich vor Glück und Spannung fast Platzen. Wie eine sehr weise Frau (auch bekannt als Lorelai Gilmour) einst sagte, ist der erste Schnee etwas magisches. Und ja, auch ich kann ihn riechen, bevor er fällt (das ist ja klar!)
Zum anderen vergesse ich nie den Grund, warum wir Weihnachten feiern. Und die Weihnachtsgeschichte hat vielmehr zu bieten, als den Bericht von Jesu Geburt. Es geht um Mut und Loyalität, um tiefe Liebe und Zuneigung, darum das Glück zu sehen und zu teilen, auch wenn man selber nicht viel hat. Es geht um den Glauben an die Zukunft und um den Glauben daran, dass das Leben selbst ein Wunder ist. Es geht um Hoffnung. All das ist etwas, woran ich mich an Weihnachten gerne erinnere und was mich immer glücklich macht. 
Nun gut, das sind nur meine Gedanken und jeder mag das anders sehen. Aber ich hoffe, ihr lasst euch nicht davon stressen soundsoviele Geschenke kaufen zu müssen und mindestens zehn Plätzchensorten zu backen und zwanzig Karten zu verschicken und auf jeden Fall die gesamte Liste bis zum 24. abzuarbeiten und dann muss auch noch das perfekte Dinner auf den Tisch. 
Nehmt euch mal ruhig die Zeit und die Freiheit einen Gang zurückzuschalten und mal zwei Sachen ungetan von der Liste zu streichen. Und dann macht ihr euch einen Irish Coffee und schnappt euch euer liebstes Buch / den liebsten Kitsch-Film / den geliebten Menschen und genießt ein paar ruhige Minuten oder Stunden. Und so ein Irish Coffee passt ja im Dezember Gott sei Dank genauso gut wie im Juli... (war das nicht eine super Überleitung vom Weihnachts-Schmalzkringel zum harten Zeugs?) 


Pro Tasse: 
1 kleinen, starken Kaffee zubereiten. Für mich passt eine Portion aus unserer Padmaschine, mit extra kräftigem Kaffee zubereitet, ganz genau. Das sind so etwa 125ml. Dahinein 1 Tl Rohrzucker und (je nach Geschmack) 1-2 cl Lieblingwhiskey (wir benutzen die Verschlusskappe von unserem Tullamore Dew, was genau die richtige Menge ergibt) geben und gut verrühren. 50ml kalte Sahne halb aufschlagen und auf den heißen Kaffee geben. Den heißen Kaffee durch die kalte Sahne schlürfen und zufriedene Geräusche dabei machen.
Das Rezept haben wir uns aus der Temple Bar im Viertel Temple Bar in Dublin mitgenommen und es seitdem nicht mehr geändert. Aber ich denke die Zutatenmengen hängen schon arg vom eigenen Geschmack ab. Und selbstverständlich kann auch ein Irish Coffee aus normalen, undurchsichtigen Tassen getrunken werden. Schmeckt genauso gut.
PS: Ihr mögt keinen Whiskey? Ich mische mir in letzter Zeit ganz gerne 1Tl Zimtzucker in den Kaffee. Probiert es mal aus.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen