27. Oktober 2011

Ausprobiert: Selbstgemachte eifreie Mayonnaise

Ich mag es nicht, etwas mit rohen Eiern zu essen. Ich weiß, es sollte kein Problem sein, wenn es ganz frische Eier sind und grade beim Eigelb bräuchte ich mir keine allzu großen Sorgen zu machen. Aber da bin ich numal so...
Allerdings gibt es auch wirklich wenig Mayo-Sorten im Laden, die mir tatsächlich gefallen. Der Großteil schmeckt mir zu sehr nach Essig, oder zu ranzig, oder mir wird schlecht, wenn ich den Zuckergehalt auf der Liste sehe, oder oder oder. Mayo selberzumachen ist dann schon reizvoll.
Welch hervorragender Schachzug vom Schicksal war es da, dass es mich über das Rezept für vegane, also eifreie, Mayo von Food and Fotos stolpern ließ. Schaut dort unbedingt mal vorbei! 
Das Rezept ist echt easypeasy und superschnell fertig. Die Würzung mit Senf (das nächste mal schärferen und mehr), Essig, Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker erfordert von meiner Seite noch ein wenig Übung. Auf jeden Fall darf an das ganze nicht zu wenig Salz, sonst schmeckt es nicht! Bedenkt, dass ihr das Zeug ja nicht pur löffelt (oder doch?!?), sondern mit anderem Kram kombiniert und entsprechend sollte es dann auch noch zu schmecken sein. Noch ein paar Hinweise zur Herstellung: Die Sojamilch und das Rapsöl hatten Zimmertemperatur. Ich war nach einer Minute fertig mit dem Pürierstab. Die Sojamilch wird sagenhaft schnell fest und dann braucht man den Stab nur noch kurz hochzuziehen, fertig.


Das ganze ergibt eine relativ feste Mayo, quasi schnittfest, was ich absolut gut finde, denn häufig wird gekaufte Mayo zu einer flüssigen Sauce, sobald weitere Zutaten ins Spiel kommen. 
Und wie mit "echter" Mayo lässt sich damit allerhand anstellen. Als erstes ist ein Teil Mayo mit einer zerdrückten Knoblauchzehe und mehreren El Joghurt zu einer Aioli verarbeitet worden, verspeißt mit Pommes (jawohl!). Heute mittag mit etwas Pesto vermischt aufs Nussbrot, dadrauf Käse und ne zweite Scheibe Brot mit Tomatenmark bestrichen obenauf. Sehr empfehlenswert. Als Grundlage für Remoulade macht sich die Mayo bestimmt auch super.Weitere Ideen, was für toller Schweinkram sich mit Mayo anstellen lässt? Immer her damit!
Ich bewahre die Mayo in einem Schraubglas im Kühlschrank auf. Mal schauen, wie lange sich das wohl hält. Da wir keine allzu großen Mayo-Esser sind, werde ich das nächste Mal etwa die Hälfte herstellen. Und um zweifelnde Geister im Angesicht der Verwendung von Sojamilch zu beruhigen: Mein GGG war am Anfang zutiefst skeptisch und nach dem ersten Probieren überzeugt. Also ruhig mal abseits der gewohnten Pfade schauen!

!!!ABER ACHTUNG!!! Diese Mayo besteht immernoch zu einem großen Teil aus Fett. Sie ist genauso in Maßen zu genießen, wie "normale" Mayo! Ich wollts nur sagen, bevor mir hier Verführung ahnungsloser Mayoliebhaber vorgeworfen wird: Auch diese vegane Mayo ist nicht zum Löffeln da!

Kommentare:

  1. Hallo!
    Ich freue mich, dass Dir mein Rezept so gut gefällt!
    Einen schönen Blog hast Du! Und so viele schöne Bilder!
    Liebe Grüße,
    Birdie

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  2. Hm also nun gekühlt oder Zimmertemperatur? Bei mir hat die Mayo im ersten Anlauf noch nicht geklappt :-(

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  3. Also, ich hab alles bei Zimmertemperatur gehabt, hat super geklappt. Manchmal ist es fester, manchmal etwas weicher. Vielleicht einfach etwas länger mixen? Oder einen Schluck weniger Sojamilch nehmen? Einfach nochmal ausprobieren, das klappt bestimmt noch!

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