8. September 2011

Kürbispüree - prima Vorbereitung und Vorrat

Der Herbst hat angefangen. Viele wollen das jetzt vielleicht gar nicht hören, weil der Sommer nicht so sonnig war. Aber für mich ist das eine aufregende Zeit, die die schönsten Monate des Jahres einleitet. 
Von September bis Ende Januar, das ist meine Zeit im Jahr. Spaziergänge über nasses Laub und heruntergefallene Nüsse, leuchtende Farben an den Bäumen, das Prasseln des Regens auf dem Dach und das Pfeifen des Windes, die Verheißung einer heißen Tasse Tee nach einem durchgefrorenen Tag, endlich wieder Wollsachen tragen und im Zug stricken ohne Seitenblicke. Und dann wird es ganz bald kälter, die Luft klarer und immer öfter erfüllt von den herrlichen Düften großer Essen. Abends erfüllt warmer Kerzenschein die Häuser. 
Und der Hunger auf große, deftige Gerichte steigt, die voller Geschmacksvielfalt sind, voll Gemüse, das den Sonnenschein noch eingefangen hat. Ich freue mich immer, wenn der Herbst sich ankündet.
Daher gehört auch der Kürbis zu meinen Lieblingen im Herbst. Er leuchtet, ist voller Gecshmack und hält sich prima bis in den November hinein. Bei großen Exemplaren, oder wenn nur wenig gebraucht wird, wie bei uns für die Kürbissuppe, ist es ideal ein Püree für den Vorrat zu machen. Dafür eignen sich wahrscheinlich annährend alle Sorten, aber der Hokkaido ist mit seinem mürben und relativ trockenem Fleisch ideal dafür und ich finde es super, dass man die Schale problemlos mitverarbeiten kann. Es gibt zwei Möglichkeiten, aus Kürbis Püree zu machen. 
Die erste wäre, den Kürbis in kleine Stücke zu schneiden und mit Wasser im Topf zu garen, bis der  Kürbis weich ist. Dann das Wasser evtl. abgießen und den Kürbis pürieren. Diese Methode ist aber nicht ganz so optimal, da der Kürbis dadurch viel Wasser zieht und das Püree entsprechend wässrig wird. Als Vorbereitung für eine Suppe, die man später in der Woche zubereiten will, ist es ok, für anderen Gerichte eher suboptimal. 
Die zweite Methode würde ich grundsätzlich bevorzugen, denn das Ergebnis ist vielseitig verwendbar. Dafür wird der Kürbis, nachdem die Innereien und der Strunk schon entfernt sind, in schmale Streifen geschnitten. Diese legt man auf ein mit Backpapier belegtes Blech und backt den Kürbis im auf 175°C Ober/Unterhitze vorgeheizten Ofen. Je nach Sorte und Menge sollte das Fleisch nach ca. 20-30 min schön weich sein. Einfach mit der Gabel testen, ob es sich zerdrücken lässt. An einigen Stellen wird der Kürbis leicht gebräunt sein, aber ich finde das gar nicht schlimm, es gibt dem Püree noch mehr Geschmack. Nachdem der Kürbis etwas abgekühlt ist, das Fleisch evtl. mit einem Löffel von der Schale kratzen, beim Hokkaido lasse ich sie immer dran, aber das ist jedem selbst überlassen. Das Fleisch nun nur noch mit dem Zauberstab oder in der Küchenmaschine fein pürieren. Falls das ganze sehr trocken ist, hilft ein wenig Wasser, aber wirklich nur ein paar TL. 


Dieses Püree ist herrlich aromatisch. Es hält sich im Kühlschrank in einem geschlossenen Behälter problemlos mehrere Tage und kann auch gut portionsweise eingefroren werden. Ein solches Püree bildet die Grundlage für viele Gerichte, auch für Suppe, und mit einem kleinen Vorrat spart man sich den größten Teil der Arbeit bei der späteren Zubereitung. Man kann das Püree auch direkt verwenden. Mit Salz, Pfeffer und Muskat gewürzt und mit erhitzter Sahne oder Milch und ein wenig Butter cremig gerührt, ist es eine super Beilage (noch ein bisschen geriebenen Käse unter heben - hmmm).
Was es sonst noch tolles mit Kürbis gibt: 


In den nächsten Tagen kommen hier auch noch die beiden Sachen, die ich aus dem Püree gemacht habe, einfache aber effektvolle Leckereien.
Zum Schluss noch ein Tipp: Wer süße Sachen mit Kürbis mag, sollte die Gelegenheit nutzen und 2 Spalten quer alle paar cm einschneiden, mit Zucker oder Honig bestreuen und auch aufs Blech stellen (nicht legen). Diese Stücke werden sich dank der Einschnitte aufklappen und der Zucker wird in das Fleisch einziehen und obendrauf leicht karamelisieren. So haben das meine Eltern für uns immer gemacht und ehrlich gesagt ist das meine Lieblingsart Kürbis zu essen.
Wie sieht es bei euch aus? Habt ihr euer ganz eigenes Kürbisrezept? Und freut ihr euch so über den Herbst?

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen