6. September 2011

Curry-Kürbis-Suppe

Kennt ihr das Märchen, in dem eine gute Fee für ein armes, hübsches Mädchen einen Kürbis in eine Kutsche verwandelt? Es geht schließlich um den Traumprinzen schlechthin, ich weiß, es ist aber eigentlich eine ganz schöne Verschwendung von feinem Kürbisfleisch. Ich meine, wenn ich zaubern könnte, würde ich mir doch einen Porsche als Transportmittel herzaubern und den Kürbis zum Essen dalassen. Denn auch ein Prinz muss was essen. Schließlich, ihr wisst ja, geht Liebe durch den Magen... aber ich schweife ab... 
Worum es geht ist Kürbis. Genauer: Ein herrlicher, 1 kg schwerer Hokkaido, den ich aus dem elterlichen Garten bekommen habe. Ein hübsches Stück, mit leuchtend-orangem, zart-mürbem, leicht süßlichem Fruchtfleisch. Dabei habe ich zwei grundsätzliche Probleme: 
1. In unserem 2-Personen-Haushalt ist auch schon ein 1 kg-Kürbis reichlich, vor allem dann, wenn ihn nur 1 Person mag.
2. Ich kann nicht zaubern. Aber das Problem besteht eigentlich immer...
Ein Kürbis bedeutet bei uns, und deshalb hier jetzt auch, eine Kürbiswoche. Es gibt herrliche Dinge, die aus Kürbis gemacht werden und zwar vielleicht viel einfacher als einige dachten. Dazu gehört an vorderster Front die Möglichkeit der 1001 Kürbissuppen. Meine liebste, da die Kombi so gut passt, ist diese Curry-Kürbis-Suppe. 


Für 4 Portionen: 
Zunächst, nach der Reinigung, muss der Hokkaido zerlegt werden. Dabei hilft das größte und schärfste Messer in der Küche. Damit wird der Kürbis halbiert. Die Kerne und Fasern lassen sich ganz einfach mit einem Löffel auslösen. Die Kerne können getrocknet und zur weiteren Kürbiszucht genutzt, oder, nach gründlicher Reinigung, getrocknet und im Ofen geröstet werden. Ich tu das ganze aber ehrlich gesagt einfach wegwerfen. 
Nun werden 500gr abgewogen. Mit Schale, den die kann beim Hokkaido dranbleiben und mitgegessen werden. Der Rest wird separat zu einem Püree verarbeitet (entsprechender Post folgt bald). Die 500gr Kürbisfleisch nun nur noch grob würfeln und beiseite stellen. 
In einem großen Topf müssen nun nur noch 2-3 zerdrückte Knoblauhzehen und 1 Tl-2 El Currypaste (Vorsicht mit der Schärfe! Ihr müsst selber wissen, welche Sorte ihr zu Hause habt, aber bitte dosiert vorsichtig, wenn ihr nicht sicher seit!) in 3 El Olivenöl bei mittlerer Hitze ein paar Minuten leicht angebraten werden. Die Kürbiswürfel kommen dazu. Gut umrühren und bei geschlossenem Deckel ein paar weitere Minuten dünsten. Schließlich wird das Ganze nur noch mit 800ml Wasser aufgegossen und sollte etwa 30 min leicht köchlen. 
So ist die Suppe schon fast fertig. 
Wenn das Kürbisfleisch nach 30 min schön weich ist, muss die Suppe nur noch fein püriert werden. Eventuell mit Salz abschmecken, bei meiner Currypaste ist das aber fast nicht mehr nötig. Wer es besonders fein mag, passiert die Suppe noch durch ein Sieb. Und wer aus Versehen viel zu viel Currypaste benutzt hat, sodass die Suppe höllenscharf geworden ist (kann ja mal passieren... hüstel...) streckt sie zum Schluss noch mit Sahne, Crème Fraîche, saurer Sahne oder Joghurt. Viel Brot hilft auch. 
Achja, das Brot dazu: Mein Lieblingsbrot zu Suppen wird ganz dünn geschnitten, getoastet, mit Salz bestreut, mit einer halbierten Knoblauchzehe berieben und mit Olivenöl beträufelt. 
Aber wer das macht, sollte dafür sorgen, dass der Traumprinz auch Knoblauchbrot isst. Wie gesagt, ich kann nicht zaubern und übernehme daher keine Garantie...

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