26. September 2011

Bohnensalat mit Thunfisch und der Bedeutungsverlust von Wörtern

Kennt ihr das auch - ein Wort schreiben wollen und nicht mehr wissen, wie es richtig geschrieben wird? Dasselbe Phänomen wie wenn Wörter seltsam aussehen, nachdem man sie zig-mal schreiben musste. Beispiele? Bei Thunfisch musste ich grade echt nachdenken, ob nach dem T ein h kommt oder nicht. Tunfisch oder Thunfisch? Sieht doch beides total seltsam aus. Vielleicht mit einem stummen x?
Und nachdem ich vor kurzem in meinem gar nicht monotonem Job ungefähr 350mal Leinwand schreiben musste, kam mir das Wort sehr suspekt vor. Ernsthaft, Leinwand, was ist das für ein seltsames Wort? Genauso geht es mir seit Jahren mit dem Wort umsonst. Totaler Bedeutungsverlust.
Gar nicht bedeutungslos dagegen ist dieser Bohnensalat. Ich mag Bohnensalat sehr gerne. Und ich mag Thunfisch (also das Produkt, das Wort grade überhaupt nicht mehr). Aber auf die Idee beides zu kombinieren, bin ich noch nicht gekommen. Erst ein Rezept aus der Brigitte-Diät-Strecke von Anfang 2011 hat mich darauf gebracht. Vielleicht ist das für viele gar nicht neu, aber für mich schon, denn bei gewissen Dingen bin ich kulinarisch anscheinend doch etwas eingleisig. Also, wem diese Kombination noch neu ist, der sollte es unbedingt ausprobieren: 


Für zwei Personen: 
500gr grüne TK-Bohnen nach Packungsanweisung garen. In der Zwischenzeit in einer großen Schüssel die Sauce anrühren. Dafür werden 3 El Tomatensaft, 2 El Öl, 2 El milder Lieblings-Essig, 1 El dunkle Sojasauce und etwa 1 Tl Chilisauce oder Chiliflocken ordentlich gemischt. Die Menge des Chilis hängt ganz vom gewünschten Schärfegrad ab, aber bei dem Salat geht es nicht um eine maximale Brenndauer, sondern um einen schönen Chiligeschmack mit Schärfekick.
Nun 1 Dose Thunfisch im eigenen Saft gut abtropfen lassen und den Thunfisch in die Schüssel geben. Mit einer Gabel ein wenig auseinander zupfen. Dazu kommen 1 kleine Zwiebel (schön fein hacken), 1 Tomate in Würfeln und 3 El Maiskörner aus der Dose. Die fertig gegarten, abgetropften Bohnen dazugeben und alles ordentlich vermengen. Abgedeckt eine halbe Stunde ziehen lassen. Danach genießen. Die Sjasauce am besten mit auf den Tisch stellen, dann kann jeder nach Belieben nachwürzen.

Das ganze soll im Originalrezept 405 kcal pro Portion haben und sättigt dabei sehr gut (ich kenne mich mit der Berechnung von Kalorien nicht aus, aber behaupte mal, dass meine Version nicht so sehr über dem Original liegt).
Wem Kalorien egal sind, der möge sich noch ein paar Scheiben geröstetes Weißbrot dazu nehmen. Und ich kann mir das Ganze auch als Pastagericht vorstellen. Für vier Personen den Bohnensalat mit der oben angegebenen Menge zubereiten und zusätzlich 300-400gr kurze Nudeln kochen und dazu geben. Evtl. müsste dann die Hälfte mehr (ihr wisst, wie ich das meine?) von der Sauce angerührt werden. Probiert es mal aus. 
Übrigens finde ich jetzt am Ende des Posts alle Wörter, die ich hier geschrieben habe, komisch und falsch. Kennt ihr das auch?

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