23. August 2011

White Soda Bread

In Irland findet sich in jedem Touri-Laden irgendein Souvenir, auf dem das Rezept für "Real Irish Soda Bread" geschrieben steht. Topflappen, Geschirrtücher, Küchenschürzen, Shirts in allen Formen und Farben, Plakate, Metallschilder und unzählige andere Sachen (um mal ganz ehrlich zu sein: in Irland gibt es in jedem Tourishop zu jedem irischen Thema hundert verschiedene Waren. Vom Kindershirt mit der Aufschrift "the leprechauns made me do it" bis zum ganzjährig erhältlichen Guiness-Weihnachtsschmuck. Echte Souvenirshopper sind da im Himmel, alle anderen... naja...).
Keins davon hab ich mit nach Hause gebracht. Aber das hält mich ja nicht davon ab, Soda Bread zu backen. Die einfachste Variante habe ich über Homemade delicousness hier gefunden, neben anderen Rezepten und einem tollen Interview zum Thema. Und dieses Brot ist eine Offenbarung. Ehrlich! Denn erstens ist es so einfach zuzubereiten, dass ich mir niemanden vorstellen kann, der das nicht backen könnte und zweitens schmeckt es einfach nur gut.
Beweis? Mein Mann (entsetzt) zu mir: "Wieso tust du dir da was drauf (gemeint ist Butter mit Lachs)? Du musst das sooo probieren (gemeint ist pur, ohne alles)!!!"
Ja, recht hat er, der geliebte Mann, der Geschmacksexperte für Gebackenes jeder Art, vor allem für Brot, ist. Also, anstatt aus Irland tonnenweise Souvenirs mitzubringen, lieber dieses Brot backen und damit allen eine Freude machen.


Rezept für 1 Laib:
Den Ofen auf 220°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
In einer Schüssel zunächst 540 gr Mehl, 1 Tl Kaiser-Natron und 3/4 Tl Salz mischen. Dann unter vorsichtigem Rühren soviel Buttermilch (ungefähr 350-400ml) zugeben, dass die trockenen Zutaten feucht werden. Den Teig auf eine stark bemehlte Oberfläche geben und ohne lange zu kneten zu einem runden, 5-6 cm hohen Laib formen. Mit Hilfe eines scharfen Messers kreuzförmig einschneiden, nicht zu pingelig, sondern richtig einschneiden, so 2-2,5 cm tief. Den Laib auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben und im heißen Ofen 30-35 min backen. Das Brot ist fertig, wenn die Kruste rundum schön braun ist und es sich hohl anhört, wenn man auf die Unterseite klopft.
Auf einem Gitter ein wenig auskühlen lassen, aber nur so lange, dass man sich beim Verzehr der ersten Scheibe nicht die Zunge verbrennt.


Die Krume ist wunderbar weich und sehr feinporig, die Kruste ein Traum, so wie ich es mir bei Brot vorstelle. Soda Bread eignet sich super für alle, denen Brot mit Hefe oder Sauerteig auf den Magen schlägt, da es sehr mild ist. Auch nach einigen Tagen, wenn es luftdicht verwahrt wird, lässt sich dieses Brot noch super essen.
Die Varianten in dem Artikel werde ich auch noch ausprobieren, ganz besonders juckt es mich beim Brown Butter Soda Bread.

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