12. August 2011

Tomatentarte

Dieses Bild bei Pi mal Butter hat mich direkt dazu inspiriert die folgende Tarte zu backen. Meine Version ist ein wenig anders, aber irgendwie ist das öfter so. Gesehen, inspiriert, gemacht. Leckerschmecker.


Für ein Tarteform mit 28 cm Durchmesser:
Als erstes wird der Mürbeteig hergestellt. In diesem Fall habe ich, wie auch bei Pi mal Butter, einen Käsemürbeteig gewählt (wieder von hier, aber ich denke, es ist ein Standardrezept). Dafür in eine Rührschüssel 200 gr Mehl sieben, 100 gr kalte Butter in Flocken, 2-3 El geriebenen Parmesan, die Blättchen von 5 Zweigen Thymian, 1 Tl Salz, 70 ml Wasser und 1 El Obstessig dazugeben und alles rasch mit den Knethaken des Handrührers vekneten. Wenn sich alle Zutaten verbunden haben, nochmals kurz mit den Händen durchkneten und zu einem Fladen formen. Diesen in Frischhaltefolie gewickelt für 1 Stunde in den Kühlschrank legen.


In der Zwischenzeit den Belag vorbereiten. Dafür etwa 20-25 kleine Datteltomaten halbieren. Und ich weiß, das fällt sehr schwer, aber bitte nicht alle Tomätchen sofort aufessen, sonst gibts keine Tomatentarte. Zwei oder drei Tomätchen wegnaschen ist aber ok. 


Für die Crème in einer Schüssel 150 gr Frischkäse mit 200 gr Crème Fraîche, 2 El Olivenöl, 2 Tl fein gehackten Rosmarinnadeln, Salz und Pfeffer verrühren. 


Außerdem etwa 125 gr Feta oder Hirtenkäse mit einer Gabel zerkrümeln. Hhhmmm. Auch hier nicht alles wegnaschen. Aber ein bisschen.
(Nur so nebenbei: Die Tomaten mit dem zerkrümmelten Käse, dem Rosmarin, 1 El Olivenöl und ordentlich Pfeffer vermischt ergibt einen tollen Salat. Fiel mir grad so ein.)


Nach der Kühlzeit den Teig kreisrund ausrollen und in die mit Backpapier versehene Tarteform legen. Evtl. überstehenden Teig einfach nach innen klappen. Den Boden mehrfach mit einer Gabel einstechen und im vorgeheizten Ofen bei 200°C Ober-/Unterhitze für 15 min blindbacken. 
Den vorgebackenen Boden mit der Crème bestreichen. Die Tomatenhälften mit der Schnittfläche nach oben darauf verteilen und den Käse darüber streuen. Die Tomatentarte bei 200°C Ober-/Unterhitze für weiter 15-20 backen, bis der Käse anfängt leicht zu bräunen.
Die Tarte kann heiß gegessen werden, allerdings besteht akute Zungen-verbrenn-Gefahr, denn die heißen Tomätchen sind ziemlich hinterhältig (was ich schmerzhaft erfahren musste). Wir haben die zweite Hälfte der Tarte am nächsten Tag ohne erneutes Aufwärmen verspeißt und waren begeistert, denn 1. ist die Crème schön fest geworden und 2. war es auch geschmacklich weit besser, als frisch aus dem Ofen. Manchmal lohnt sich die Geduld fürs Abkühlen lassen eben doch.

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