16. August 2011

Olivenbrot

Es ist schon ein paar Jahre her, da hat meine Mutter einen Brotbackautomaten geschenkt bekommen. Und ich kann mich noch ganz genau erinnern, wie mein Bruder und ich (damals noch unschuldige Kinder) ganz gespannt und sehr neugierig auf das erste Brot waren. Unsere Eltern wahrscheinlich auch. Es roch in der ganzen Wohnung so herrlich und das erste Brot hat uns allen so gut geschmeckt, dass wir vier es in sehr kurzer Zeit weggeputzt hatten. Meine Mutter hat viele Jahre lang selber Brot gebacken und jedes Mal war es herrlich, wenn das Haus danach roch. Und bis heute gibt es nichts besseres, als frisches, selbstgemachtes Brot. Zum Beispiel zum Grillen. Zu diesem Zweck habe ich mal nach einem einfachen, aber wirkungsvollen Rezept gesucht und bin auf Olivenbrot gestoßen. Ich habe es das erste Mal bei Gourmandises végétariennes gesehen. Das ist nun schon eine Weile her und damals habe ich das Brot ohne Oliven gemacht, was auch ungemein schmackhaft war. (Das war im Frühjahr, als wir hier Temperaturen hatten, die Grillen auf dem Balkon ermöglicht haben und von denen wir diesen Sommer nur träumen konnten.)


Vor kurzem habe ich das Brot wieder gebacken, nur diesmal mit Oliven. Ich habe mich dabei an das Rezept aus der Sonnenküche gehalten (wie es auch hier steht), allerdings habe ich frische Hefe benutzt und diese zunächst im lauwarmen Wasser mit dem Zucker aufgelöst, dann die trockenen Zutaten vermischt und alles zusammen mit dem Olivenöl ungefähr 10 min lang mit den Händen zu einem geschmeidigen Teig geknetet. Da wir an diesem Tag bei meinen Eltern waren und die Sonne schien, habe ich den Teig in einer speziellen Schüssel für Hefeteige mit Deckel in die Sonne gestellt und so binnen einer halben Stunde einen herrlich aufgegangenen Teig erhalten. Wer das zufälligerweise nicht tun kann, kann ebenso gut den Ofen ohne Umluft auf 25-30°C heizen und den Teig in einer Schüssel mit einem feuchten Tuch abgedeckt dort hineinstellen, bis er das  doppelte Volumen hat.
Anschließend habe ich die Oliven eingeknetet und den Teig erneut 15 min gehen lassen. Dann muss er nur noch auf einer bemehlten Fläche in eine längliche, flache Form gebracht werden und unter einem Tuch warten, bis der Ofen auf 225°C geheizt ist. Es dauert etwa 25-30 min, bis das Brot fertig ist. Ob der Teig auch wirklich durch ist, erkennt man daran, dass es sich hohl anhört, wenn man auf die Unterseite des Brotes klopft. 


Noch eine kleine Anmerkung zu den Oliven und dem Salzgehalt im Teig: Ich habe dummerweise Oliven benutzt, die mariniert waren und schon einen sehr starken Salzgehalt mitbrachten. Ohne darüber nachzudenken habe ich trotzdem die angegebene Salzmenge von 2 Tl im Teig verwendet. Dumm, denn das Brot war eindeutig zu salzig. Um das zu vermeiden sollte man also entweder auf möglichst ungesalzene Oliven achten, oder anstelle von 2 nur 1 Tl Salz in den Teig tun.
Ansonsten kann ich mir noch andere Varianten dieses Brotes vorstellen. Wie gesagt ist es ohne Oliven auch sehr gut, aber auch mit klein gehackten, getrockneten Tomaten sollte das ein feines Brot geben. Ich werde das demnächst mal ausprobieren und ihr ja vielleicht auch.

1 Kommentar:

  1. Hmmm, das sieht ja sehr lecker aus und erinnert mich daran, dass es diese Fougasse auch mal wieder bei mir geben sollte! :-)

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