2. August 2011

Marinierter Hirtenkäse

Seit ich hier im Blog meine Rezepte und Kochversuche veröffentliche habe ich ein kleines Problem. Bei einigen Rezepten weiß ich einfach nicht, wie ich die Sachen betiteln soll. Viele Dinge haben ja schon einen eigenen Namen. Eine Quiche ist eine Quiche, eine Lasagne eine Lasagne. Aber wie, bitte schön, soll man nun so etwas wie das hier nennen, bei dem einfach nur vier Zutaten zusammengeworfen werden? Frisches Kräuterhack an gewürfeltem Hirtenkäse mit Olivenölspritzern? Diese Art, Rezepte zu betiteln ist ja durchaus nicht selten zu finden. Grade bei der besonders künstlerisch angehauchten Küche habe ich den Eindruck, dass die Menge an Adjektiven und Präpositionen im Rezepttitel eine Menge über die Qualität des Gerichtes aussagen soll...
Ich bin da wohl doch etwas einfacher gestrickt und benenne meine Rezepte auch nach 5-Minuten-Nachdenken (immerhin) ganz einfach nach dem, was es ist: Marinierter Hirtenkäse. Und das spricht hoffentlich alle genauso an und lässt euch das Wasser im Munde zusammenlaufen.
Übrigens ist das ganze eine fantastische Sache, die sich auch in großen Portionen schnell machen lässt und dann im Kühlschrank einige Tage haltbar ist (beziehungsweise so lange, wie man die Finger davon lassen kann).


Ohne Portionsangaben - Zubereitung nach Hunger und eigenem Geschmack:
Hirtenkäse (Auch als Feta bekannt. Wir mögen den Hirtenkäse aus Kuhmilch sehr gerne, da er einen milden und leicht salzigen Geschmack hat, aber Feta aus Schafs- oder Ziegenmilch darf natürlich auch benutzt werden. Großzügig von mir, nicht wahr?) in gewünschter Menge in etwa 1,5 cm große Würfel schneiden und in eine flache Schüssel geben.
Frischen, würzigen, aromatischen, wundervollen Rosmarin und Thymian waschen, Blätter von der Stielen zupfen und sehr fein hacken, über die Würfelchen streuen und alles vorsichtig vermischen, ohne die Würfel zu einem Krümmelgelage zu verrühren.
Über das ganze nun wenige El aromatisches Olivenöl träufeln. Die Würfel müssen nicht vollständig bedeckt sein, sondern nur leicht vom Öl überzogen. Dabei saugt der Käse ein wenig von dem Olivenöl ein (herrlich), soll aber  nicht vor lauter Öl triefen (wie das ja bei ähnlichen Produkten, die man fertig kaufen kann, durchaus der Fall ist). Am besten werden die Würfel am Vortag zubereitet, damit sie schön durchziehen können. Zwischenzeitlich kann ganz vorsichtig umgerührt werden, damit sich das Öl, das sich am Boden sammelt, nochmal verteilt. 
Das Anrichten in einem Weckglas, wie auf dem Bild, zusammen mit einem frischen Zweig Rosmarin, ist eine besonders schöne Sache, vor allem, wenn Gäste kommen. 
Ich hatte die Würfel übrigens direkt im Glas marinieren lassen, was mir das erneute Durchmischen am nächsten Tag ein bisschen schwer gemacht hat.
Probiert es einfach mal aus. Selbst Küchenneulinge oder Unerfahrene dürften hierbei keine großen Probleme haben und trotzdem ist dies eine feine Sache für Gäste oder auch zum Mitbringen bei einer Einladung - mit garantiertem "Hhhmmm ist das lecker - wie hast du das denn gemacht?".


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen