9. August 2011

Kohlrabisalat

Kohlrabi gibt es bei uns zugegebenermaßen seeeeehr selten. Nicht, weil ich das nicht mag, sondern weil dieses unscheinbare Gemüse am Gemüsestand schlichtweg den visuellen Kampf gegen farbige Tomaten, glänzende Auberginen und voluminöse Blattsalate verliert. Naja, und weil ich herzhaft wenig mit Kohlrabi anzufangen weiß, außer sie in Stifte zu schneiden und zu dippen (und wer macht das schon jeden Tag). 
Nun hatte ich aber eine grüne Knolle bei mir rumliegen. Rein zufällig. Von einer Feier übriggeblieben. Irgendwas muss man dann ja damit anfangen. Aus solchen Situationen können die besten Rezepte entstehen. Oder die schlechtesten. Ich hatte Glück, den kurz zuvor hatte ich in der Zeitschrift essen&trinken (8/2011) einige Rezepte zu Kohlrabi gesehen und mal abgesehen davon, dass auch hier alles unscheinbar aussah, hat mich die Idee des "marinierten Kohlrabisalat" durchaus angesprochen. Dabei heißt "mariniert" einfach nur "mit einem Dressing versehen". Also nichts wildes. 
Aber lecker. 
Und wiederholenswert. 


Für zwei Personen als Vorspeise: 
1 mittelgroße Kohlrabi schälen, halbieren und mit einem Hobel in sehr feine Scheiben schneiden. Für das Dressing in einer großen Schüssel 3 El Olivenöl, 2 El milden Obstessig, 1 Tl Senf, Salz, Pfeffer und ein wenig Zucker ordentlich verrühren. Die Kohlrabischeiben dazugeben und alles gut vermengen.
Der Kohlrabisalat kann sehr gut vorbereitet werden, weil es ihm überhaupt nichts ausmacht, mit dem Essen noch eine halbe Stunde zu warten. Dafür die Schüssel aber bitte abdecken. Vor dem Servieren den Salat nochmals gut vermengen und schonmal eine Scheibe aus dem Salat klauen und prüfen, ob noch Salz oder Pfeffer fehlen.
Dieser Salat sieht zwar genauso unscheinbar aus, wie die Knolle selbst, ist aber köstlich, denn das Dressing unterstützt den tollen Geschmack der Kohlrabi ganz fantastisch. Und das ganze ist absolut alltagstauglich. 
Wenn ihr also, wie ich, eher selten Kohlrabi daheim habt, dann überlegt euch beim nächsten Einkauf doch mal, das zu ändern und diesen Salat auszuprobieren.

(Und wenn jemand das hier liest und ein absoluter Kohlrabifan ist und andere fantastische Rezepte mit Kohlrabi hat, die vielleicht so gar nicht unscheinbar sind: ich lerne gerne dazu und bin für jede neue Idee dankbar!)

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