30. August 2011

Blätterteig mit Zwiebeln und Käse

Essen - definitiv in den Top 10 der Dinge, um die meine Gedanken täglich kreisen. Wenn ich an einem Buchladen vorbeilaufe, schaue ich immer nach den neuesten Kochbüchern und die Welt der Kochblogs ist eine nie versiegende Quelle der Inspiration. 
Aber zu Hause habe ich bereits ein ganzes Regal voll mit Kochbüchern. Würde ich täglich ein Gericht daraus kochen, müsste ich für 3 Jahre nicht darüber nachdenken, was es zu essen geben soll. Tja, trotzdem habe ich mich im Juli wie Bolle über drei neue Kochbücher zum Geburtstag gefreut. Das ist nochmal ein halbes Jahr Kochen.
Neben diesen Büchern steht ein Ordner. Er ist schwarz und proppenvoll. Mit Rezeptausschnitten aus Zeitschriften. Damit könnte ich vermutlich nochmal 5 Jahre täglich etwas anderes kochen. 
Also für die nächsten 8 1/2 Jahre müsste ich mir eigentlich keine Gedanken mehr ums kochen machen. 
Allerdings verhält es sich gerade mit den Zeitschriftenrezepten so, dass ich kaum je etwas daraus nachgekocht habe. Ich freue mich immer über all die schönen Bilder vom Essen, die man sich ja auch gut an die Wand hängen könnte. Ich lese die Rezepte und denke "Wow, super Idee!". Dann hefte ich die Blätter weg und schwupps, wars das. Dieses Manko will ich nun beheben, zumal der Ordner wirklich nicht mehr viel Platz hat. Zeitschriftenrezept nachkochen und die aussortieren, die Mist sind, alle anderen behalten.
In diesem Sinne habe ich mir zuletzt ein Blättchen rausgesucht, das mal von der Zeitschrift "Glamour" war. Muss aus einer Ausgabe von vor Ewigkeiten sein, als ich noch zur Schule ging und die Zeitschrift relativ neu war. Definitv ist das Rezept von S. 178. Falls das jemandem hilft.


Als Hauptgericht für 2-3, oder als Vorspeise für 6-8 Personen: 
Als erstes werden 3-4 Zwiebeln geschält, halbiert und in ganz feine Spalten oder Scheiben geschnitten. Die Zwiebeln in einer Pfanne in etwas Olivenöl bei mittlerer bis niedriger Hitze etwa 10-15 min glasig dünsten. Wer mag, kann die Zwiebeln mit gemahlenem Kümmel und/oder schwarzem Pfeffer abschmecken.
Jetzt wird der Backofen auf 175°C Ober-/Unterhitze vorgeheizt. 
1 Rolle frischen Blätterteig je nach Bedarf in 4-8 gleichmäßige Rechtecke schneiden. Für 8 Stück den Blätterteig eventuell noch ein wenig ausrollen. Die Blätterteigstücke auf zwei mit Backpapier belegten Blechen verteilen. 
Darauf kommen nun die Zwiebeln in einer dünnen Schicht, so dass ein etwa 0,5-1 cm breiter Rand bleibt.
Darauf kommt nun der Käse. Etwa 125-150gr Lieblings(weich)käse, ich habe Feta genommen, in dünne Scheiben schneiden. Mein 125gr-Fetastück war rund und hat sich gut in genau 8 Scheiben schneiden lassen, die perfekt gepasst haben. Mit anderen Formen muss man vielleicht ein wenig improvisieren. Auf jeden Fall die Scheiben nun auf den Zweibeln platzieren und die Blättchen von 4 großen Stängeln Thymian darüber verteilen. 
Diese kleinen Tartes werden nun 10-12 min im vorgeheizten Ofen gebacken, bis der Blätterteig eine schöne goldbraune Farbe angenommen hat. Nachdem die Tartes aus dem Ofen sind, noch 2 Tl Olivenöl darüberträufeln.


Diese kleinen Bissen schmecken auch kalt noch hervorragend und können als Hauptgericht mit einem frischen Salat verspeißt werden. Oder sie werden in der kleineren Form als Vorspeise zu zum Beispiel Suppe gereicht. 
Gelingt leicht, beeindruckt Gäste und passt zu allen Jahreszeiten. Mich hat es sehr begeisert und ich bin gespannt, ob meine anderen 3682 Zeitschriftenrezepte auch so super gelingen.

28. August 2011

Vanilla-Cupcakes

Diese Vanilla-Cupcakes waren wie ein kleiner, zarter Traum. Weich und flauschig. Und wegen dem Topping auch zuckersüß. Zu den Vanilla habe ich auch Schoko-Cupcakes gemacht, nach dem "Märchen-Rezept", nur diesmal tatsächlich mit den vorgesehenen 4 1/2 El Kakaopulver. Ebenfalls himmlisch. 
Mir fehlt allerdings noch ein Vanilla-Topping, das mich überzeugt, denn ehrlich gesagt habe ich eher ein wechselhaftes Verhältniss zu cremigem mit Vanillegeschmack, auch mit Vanilleeis. 
Dieses Mal, muss ich gestehen, habe ich zu einem fertigen Frosting gegriffen, das ich bereits für die Cake-Pops benutzt hatte. Es ist nicht schlecht, aber wirklich zuckersüß und mit Vanilla hat es eigentlich gar nichts zu tun. Aber ich werde weiterhin nach dem perfekten Vanilla-Topping suchen, und es dann mit euch teilen. Bis dahin: Wie bereitet man feine Vanilla-Cupcakes zu? 


So (der Teig reicht je nach Befüllung für 12-18 Stück. Bei mir waren es 18, denn ich finde die Törtchen sollten nicht allzu riesig werden, wenn da auch noch Crème drauf kommt.): 
Rechtzeitig 200 gr Butter und 4 mittelgroße Eier aus dem Kühlschrank holen. Für den Teig soll die Butter weich sein und die Eier ebenfalls Zimmertemperatur haben. Also ruhig ein wenig im Voraus planen. Es können auch schonmal 12-18 Silikonförmchen oder ein Muffinbackblech mit Papierförmchen versehen werden. Vor allem beim Backen ist eine gute Vorbereitung für eine stressfreie Zubereitung die halbe Miete (was für eine Lebensweisheit, nicht wahr?).
Wenn alles soweit ist, wird der Backofen auf 160°C Umluft vorgeheizt. 
In einer Schüssel schonmal 200gr Mehl mit 2 gehäuften Tl Backpulver und 1 Prise Salz gut mischen.
In einer zweiten Schüssel die weiche Butter mit 160 gr feinem Zucker und dem Mark 1 Vanilleschote cremig rühren. (Ich habe noch ein bisschen länger gerührt, um etwas mehr Volumen in die Buttermasse zu bekommen, aber auf keinen Fall zu lange rühren.) Nach und nach auch die Eier zugeben. Wenn die Masse schön homogen ist, die Mehlmischung darüber sieben und rasch unterrühren, aber nur solange, bis kein trockenes Mehl mehr zu sehen ist. 


Den Teig in die vorbereiteten Förmchen füllen und im vorgeheizten Ofen ungefähr 20 min backen. Die Oberfläche sollte nicht zu braun werden, aber unbedingt mit einem Holzstäbchen testen, ob die Cupcakes auch durch sind. 
Noch ein Hinweis zum Backen: Mit Silikonförmchen kann man ganz prima 18 Stücke auf einmal backen, weil sie super auf ein Blech passen. Wer ein Muffinblech mit 12 Vertiefungen hat und keine weiteren Förmchen, kann auch zwei Papierförmchen ineinander stecken. Diese Formen funktionieren auch gut und können auf dem Gitter vor dem Muffinblech plaziert werden. Warum das so wichtig ist? Weil das Backpulver nicht ewig treibt. Darum sollte Teig mit Backpulver oder Natron so bald wie möglich nach dem Anrühren in den Ofen kommen. Aus diesem Grund ist auch ein vorgeheizter Ofen von großem Vorteil! 
Wenn die Törtchen fertig gebacken sind, sollten sie erstmal auf einem Gitter vollständig abkühlen.
Bei Bedarf unbedingt ein warmes Törtchen probieren! 


Dann kanns an das Topping gehen. Mit einem Spritzbeutel oder einer Gefriertüte, bei der die Spitze abgeschnitten wurde, geht das ganz einfach und schnell. Aber die Törtchen sind auch ohne Topping super. Und wer die Cupcakes irgendwohin mitnehmen will und kein geeignetes Gefäß zum Transport hat, kann die Crème auch gesondert mitnehmen und es den Leuten selbst überlassen, wer wieviel Topping draufhaben will. Man könnte ja eine Cupcakes-Topping-Party draus machen, mit verschiedenen Törtchen und verschiedenen Crèmes, dazu Nüsse, Schokospäne und Zuckerzeug zum drüberstreuen und jeder kann sich sein Lieblingscupcake zusammenstellen. Hm, gute Idee, mache ich das nächste Mal auch. Viel Spaß dabei!

(Übrigens basiert das Rezept auf dem wundervollen Buch Cupcakes von Christina Richon.)

25. August 2011

Basilikum-Pesto selber machen

Basilikum, Knoblauch, Olivenöl und Parmesan. Mmmmmhhhhh. Alleine diese vier Zutaten für Pesto lassen mir schon das Wasser im Mund zusammenlaufen. Viel mehr braucht es auch fast nicht, um selber ganz schnell Pesto zu machen, es kommen nur noch eine Handvoll Pinienkerne hinzu. Und natürlich die Pasta.
Ich kenne kaum ein Nudelgericht, das schneller zubereitet wird, als Pasta mit Pesto. Naja, schon ein paar, aber darum geht es jetzt nicht. Es geht darum, dass Pesto selber zu machen nicht mehr Zeit in Anspruch nimmt, als es braucht das Nudelwasser aufkochen zu lassen und die Nudeln al dente zu kochen. Ehrlich. Da gibt es keine Ausrede, wieso aus reinen Zeitgründen ein Fertigpesto gekauft werden sollte. Und ganz nebenbei ist auch keine große Zauberkunst nötig, denn es geht ganz einfach, ohne Extra-Kochtopf (Nur einen Pürierstab oder ein ähnliches Gerät). Und selbstgemachtes Pesto schmeckt auch einfach soooo viel besser. 
Wer mir nicht glaubt, siehe selbst:

Pasta mit Pesto (für 2-4 Personen, Zeitaufwand 17 min.):
Die Zutaten habe ich bereits aufgezählt, aber hier sind sie nochmals in ihrer ganzen Schönheit: 


Der Star des Abends: 40-50 Blätter Basilikum, abgespült und gut abgetrocknet. 


2-3 große Knoblauchzehen. 25 gr Pinienkerne


Parmesan.  


Olivenöl


Das Basilikum, die geschälten und grob geviertelten Knoblauchzehen und die Pinienkerne kommen in ein hohes, schmales Gefäß für den Pürierstab, oder wie bei mir in den Hackzerkleinerer (oder wie das heißt).
Und  dann heißt es zerstören, äh, ich meine Pürieren was da Zeug hält. 


Nach kurzer Zeit sind die Zutaten zu einer kläglichen Masse zusammen geschrumpft und der Verstand fragt, wei zum Teufel das reichen soll. Keine Sorge, es wird reichen, es kommt ja noch was hinzu. 


Ganz fein geriebener Parmesan, 50 gr davon. Ich reibe den Parmesan immer extra, da mir die Struktur des Pesto so besser gefällt. Der geriebene Parmesan muss einfach nur kurz untergerührt werden. 


Schließlich kommen noch 2-4 El Olivenöl dazu. Die El am besten nach und nach unterrühren, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Es muss nur eine streichfähige Crème ergeben und auch nicht nach unglaublich viel aussehen, das kommt gleich noch. 
In der Zwischenzeit sind die Nudeln im Topf schon fast fertig gekocht. Das heißt, es ist Zeit ein wenig Nudelwasser abzuschöpfen. Macht ruhig eine Teetasse mit Hilfe des Schöpflöffels voll, was übrigbleibt kommt eben weg. Dieses Nudelwasser wird nun ebenfalls El für El unter das Pesto gemischt, bis sich eine Saucen-ähnliche Masse ergibt. 


Dabei ist es jedem selbst überlassen, wie flüssig es sein soll. Ich würde sagen, ich benutze fast genausoviel Nudelwasser, wie Pesto.


Die Sauce ist nun fertig und muss nur noch mit der fertigen, abgegossenen Pasta vermischt werden. 


Ein Traum!


Achja, für 2 Personen reichen etwa 250-300gr Nudeln (großzügig berechnet), für 4 Personen reichen 400-500gr Nudeln. Wieso die angegebene Menge für 2-4 Personen reichen soll? Weil es ganz darauf ankommt, ob man nun lieber richtig viel Pesto auf den Nudeln hat, oder nicht. Bei uns kommen die oben angegebenen Mengen auf 300gr Nudeln für 2 sehr hungrige Personen (mein Geliebter und ich können uns da aber auch gar nicht zurückhalten). Probiert es einfach mal aus. Wer noch nie selber Pesto zubereitet hat, sollte sich vielleicht ein wenig mehr Zeit nehmen und es in Ruhe ausprobieren. Aber alle anderen stimmen mir  hoffentlich zu: Pasta mit Pesto ist ein superschnell zubereitetes Feierabend-ich-habe-keine-Zeit-zum-Kochen-und-will-trotzdem-was-gutes-Essen. 

Noch ein Tipp und der Grund, warum ich dafür bin, den Parmesan gesondert zu reiben: Wer sich Pesto auf Vorrat machen will, püriert nur das Basilikum mit Knoblauch und Pinienkernen, mischt einwenig Olivenöl darunter und füllt das ganze in ein sauberes Schraubglas der passenden Größe. Zum Schluss kommt noch ein wenig Olivenöl drüber, sodass die Pestooberfläche davon bedeckt ist. Hier kommt noch kein Parmesan dazu, weil das Pesto sonst nach wenigen Tagen schlecht werden kann. Das Pesto hält sich auf diese Weise einige Zeit im Kühlschrank. So lässt es sich zum Beispiel am Sonntag zubereiten und in der Arbeitswoche müssen nach einem anstrengenden und langen Tag nur noch Nudeln gekocht und ein wenig Parmesan gerieben werden, alles mit Nudelwasser vermischt und fertig.
Das halbfertige Pesto eignet sich aber auch hervorragend, um andere Gerichte zu verfeinern, zum Beispiel Suppen, Sandwiches, kurzgebratenes, Kräuterquark, und vieles mehr. Wenn dann immer nur ein El aus dem Pestoglas genommen wird, nicht vergessen, Olivenöl nachzugießen, damit die Oberfläche immer bedeckt ist. 

Und nun heißt es in Zukunft: An das Pesto, fertig, los!

23. August 2011

White Soda Bread

In Irland findet sich in jedem Touri-Laden irgendein Souvenir, auf dem das Rezept für "Real Irish Soda Bread" geschrieben steht. Topflappen, Geschirrtücher, Küchenschürzen, Shirts in allen Formen und Farben, Plakate, Metallschilder und unzählige andere Sachen (um mal ganz ehrlich zu sein: in Irland gibt es in jedem Tourishop zu jedem irischen Thema hundert verschiedene Waren. Vom Kindershirt mit der Aufschrift "the leprechauns made me do it" bis zum ganzjährig erhältlichen Guiness-Weihnachtsschmuck. Echte Souvenirshopper sind da im Himmel, alle anderen... naja...).
Keins davon hab ich mit nach Hause gebracht. Aber das hält mich ja nicht davon ab, Soda Bread zu backen. Die einfachste Variante habe ich über Homemade delicousness hier gefunden, neben anderen Rezepten und einem tollen Interview zum Thema. Und dieses Brot ist eine Offenbarung. Ehrlich! Denn erstens ist es so einfach zuzubereiten, dass ich mir niemanden vorstellen kann, der das nicht backen könnte und zweitens schmeckt es einfach nur gut.
Beweis? Mein Mann (entsetzt) zu mir: "Wieso tust du dir da was drauf (gemeint ist Butter mit Lachs)? Du musst das sooo probieren (gemeint ist pur, ohne alles)!!!"
Ja, recht hat er, der geliebte Mann, der Geschmacksexperte für Gebackenes jeder Art, vor allem für Brot, ist. Also, anstatt aus Irland tonnenweise Souvenirs mitzubringen, lieber dieses Brot backen und damit allen eine Freude machen.


Rezept für 1 Laib:
Den Ofen auf 220°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
In einer Schüssel zunächst 540 gr Mehl, 1 Tl Kaiser-Natron und 3/4 Tl Salz mischen. Dann unter vorsichtigem Rühren soviel Buttermilch (ungefähr 350-400ml) zugeben, dass die trockenen Zutaten feucht werden. Den Teig auf eine stark bemehlte Oberfläche geben und ohne lange zu kneten zu einem runden, 5-6 cm hohen Laib formen. Mit Hilfe eines scharfen Messers kreuzförmig einschneiden, nicht zu pingelig, sondern richtig einschneiden, so 2-2,5 cm tief. Den Laib auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben und im heißen Ofen 30-35 min backen. Das Brot ist fertig, wenn die Kruste rundum schön braun ist und es sich hohl anhört, wenn man auf die Unterseite klopft.
Auf einem Gitter ein wenig auskühlen lassen, aber nur so lange, dass man sich beim Verzehr der ersten Scheibe nicht die Zunge verbrennt.


Die Krume ist wunderbar weich und sehr feinporig, die Kruste ein Traum, so wie ich es mir bei Brot vorstelle. Soda Bread eignet sich super für alle, denen Brot mit Hefe oder Sauerteig auf den Magen schlägt, da es sehr mild ist. Auch nach einigen Tagen, wenn es luftdicht verwahrt wird, lässt sich dieses Brot noch super essen.
Die Varianten in dem Artikel werde ich auch noch ausprobieren, ganz besonders juckt es mich beim Brown Butter Soda Bread.

22. August 2011

Irisches Abendbrot mit Coleslaw

Mein geliebter Gatte und ich mögen Irland sehr. Das Land, die Leute, die Kunst, die Kultur, das Essen und die Pubs sind uns ans Herz gewachsen. Wir waren ein paar Mal dort und jedes Mal, wenn ich die Bilder sehe, möchte ich sofort die Koffer packen und los. Leider geht das grade nicht, aber ein kleines irisch angehauchtes Abendbrot lindert die Sehnsucht ein wenig. 


Es gab Coleslaw und White Soda Bread, dazu geräucherten Lachs und Cheddar. Und Guinness, was sonst? Mehr brauche ich nicht, um glücklich und satt zu werden. 
Coleslaw und Soda Bread sind schnell und einfach gemacht. Hier als erstes mein Rezept für Coleslaw. Das Soda Bread folgt in den nächsten Tagen mit einem eigenen Post. 


Für 2 Personen: 
Der Salat ist schnell zubereitet, braucht aber ein bisschen Zeit zum ziehen und sollte daher ruhig schon am Nachmittag zubereitet werden, um abends auf den Tellern und in unseren Mägen zu landen. 
Dafür wird 1 kleiner Spitzkohl (oder ein sehr kleiner Weißkohl, es sollten ungefähr 400 gr Kohl sein) der Länge nach geviertelt, der Strunk entfernt und die Viertel quer in sehr schmale Streifen geschnitten. Wer einen sehr scharfen Hobel hat, kann den benutzen, aber auch mit einem großen Messer geht das ganz gut und dauert nicht lange. 
Die Kohlstreifen nun in einer ausreichend großen Schüssel mit 1 gestrichenem Tl Salz mit den Händen gut durchkneten. Dadurch wird der Kohl weicher. Das ganze anschließend abdecken und ungefähr 30 min ziehen lassen. 
In der Zeit können schonmal 1-2 mittelgroße Möhren geschält und geraspelt werden. Ich habe 2 Möhren verwendet, einfach, weil ich das so mag, aber 1 Möhre reicht schon vollkommen aus. 
Nach einer halben Stunde hat sich am Boden der Schüssel mit dem Kohl evtl. Flüssigkeit gesammelt, diese einfach abgießen und die Möhren zum Kohl geben. Das ganze wird mit 1-2 El Mayo (nicht mehr), Pfeffer und Kümmel nach Geschmack vermengt. Nun sollte der Coleslaw ruhig noch eine halbe Stunde durchziehen. Übrigens ist noch mehr Salz nicht unbedingt notwendig, am besten kurz vor dem Servieren nochmals abschmecken. 

Wie gesagt, bei uns gab es den Salat ganz einfach zu Brot, Lachs und Käse. Aber auch zu kurz Gebratenem oder Gegrilltem, wie dem schon erwähnten Pulled Pork, passt dieser Salat ganz hervorragend. Und dazu ein kräftiges, gut gekühltes Bier. Das ganze am besten auf der Terrasse eines Cottages am Lough Corrib in der Abendsonne. Oder an der Küste von Dingle.


Da ist es wieder, das Fernweh.

20. August 2011

Pfirsich-Galette

Den Sommer noch ein bisschen festhalten. Auf das derzeitige Wetter habe ich ja lange gewartet und das ganze Wochenende soll es sonnig bleiben. Dazu passt diese Pfirsich-Galette. Die schönen Bilder bei Tartelette haben mich schon im Juli verzaubert und ich habe mich an etwas ähnlichem versucht. Als Teig habe ich einfachen Mandelmürbeteig genommen und für die Füllung süße saftige Nektarinen. Ein feiner Kuchen ist das geworden und jetzt genau das richtige für dieses (hoffentlich) sonnige Wochenende.


Für 1 Galette:
Als erstes wird der Mürdeteig hergestellt, mal wieder nach der Vorlage meines Standard-Tarte-Buches. Dafür in einer Schüssel 100gr kalte Butter in Flocken, 70gr Puderzucker und 1 Prise Salz mit den Knethaken rasch verkneten, dann 1 Ei zugeben und weiterkneten. In einer zweiten Schüssel 200gr Mehl mit 3 El gemahlenen Mandeln mischen und das ganze zu der Buttermischung geben. So lange kneten, bis ein geschmeidiger Teig entstanden ist. Den Mürbteig zu einer flachen Kugel formen und in Folie gewickelt für eine Stunde kalt stellen.
In der Zwischenzeit 3-4 Nektarinen waschen, halbieren und entkernen. Die Nektarinenhälften in schmale Spalten schneiden und in eine Schüssel geben. Je nach Süße der Früchte 1-2 Tl braunen Zucker zugeben, sowie 1 leicht gehäuften Tl Stärke und 2-3 Tl Obstlikör der eigenen Wahl (ich habe den wundervollen Quittenlikör von meiner Mutter benutzt). Alles vorsichtig miteinander vermengen.
Den Ofen auf 200° Ober-/Unterhitze vorheizen.
Nach der Kühlzeit den Mürbeteig auf Backpapier zu einer möglichst runden Form von 30 cm Durchmesser ausrollen (ja, das ist nicht leicht, zumindest für mich nicht). Wenn nötig, nochmals kühlstellen. Die Nektarinenspalten fächerförmig von der Mitte her auf dem Teig verteilen, so dass ein Rand von 4-5 cm übrig bleibt. Wer mag, bestreut die Früchte mit gehackten Nüssen, ich hatte keine mehr da, sonst hätte ich das auch getan. Nun wird der Rand in Falten übergeschlagen.
In der Schüssel, in denen die Nektarinen gemischt wurden hat sich ein wenig Saft gesammelt. Diesen zum Teil über die Früchte gießen und den Rest mit einem Schuss Milch, je nachdem was übrig bleibt, vermischen und die Teigoberfläche damit bestreichen.
Die Galette wird im Ofen für 15-20 min gebacken, bis der Teig von unten durch ist und von oben eine schöne hellbraune Farbe angenommen hat.


Ich muss zugeben, dass ich mir nicht ganz sicher bin, ob so ein einfacher Mürbeteig dem Galetteteig wirklich ähnelt, aber uns hats geschmeckt. Naja, ehrlich gesagt habe ich statt der gemahlenen Mandeln gemahlene Haselnüsse benutzt. Weil ich mir sooo sicher war, dass ich noch gemahlenen Mandeln habe und deswegen keine mehr geholt habe. Und es war wirklich gut, bloß würde ich nicht gerade sagen, dass Nektarinen und Haselnüsse gut zusammen passen. Schon gut, aber eben nicht SUPERgut. Deswegen das Rezept für euch mit Mandeln, das ist nämlich grandios und passt super zusammen. Probiert es aus!
(Mensch, was bin ich für eine Kuchenbäckerin, keine gehackten Nüsse da, keine gemahlenen Mandeln. Ich hoffe ihr nehmt mein Rezept trotzdem ernst.)

18. August 2011

Flammkuchen mit Spitzkohl

Variationen, Variationen! Es gibt doch nichts schöneres in der Küche, als ein Grundrezept, das auf einfache Art variiert werden kann und so im Endeffekt hunderte verschiedene Gerichte hervorbringt. Ein gutes Beispiel ist Flammkuchen. Mit dem Grundrezept für den Teig ergeben sich so tolle Variationen. Gerade erst in einer Kochzeitschrift gesehen (es war essen&trinken august 2011, aber keine Ahnung, welche Seite) und quasi sofort mit meinem Standardrezept umgesetzt. Mein geliebter Gatte war schlichtweg begeistert. Was soll ich dazu sonst noch sagen?


Hier das Rezept für zwei Personen:
Als Grundlage den Teig und die Crème nach meinem Standardrezept für Flammkuchen zubereiten.
Für den Belag 1 kleinen Spitzkohl (etwa 400 gr) vierteln, den Strunk entfernen und die Kohlviertel quer in breite Streifen schneiden. 1 kleine Zwiebel fein würfeln. Den Kohl und die Zwiebel in ein wenig Butter bei hoher Hitze solange unter Rühren dünsten, bis der Kohl zusammenfällt. Den Kohl mit Salz, Peffer und gemahlenem Kümmel nach Belieben abschmecken. Ich bin kein großer Freund von Kümmel, daher habe ich nur wenige Samen zermahlen. Außerdem eine Handvoll Kirschtomaten vierteln.
Den Teig in einem Stück backblechgroß ausrollen und auf das mit Backpapier belegte Blech legen. Die Crème darauf verstreichen, den Kohl und die Tomatenviertel darüber verteilen.
Das ganze wird im vorgeheizten Backofen bei 200°C Ober-/Unterhitze für etwa 20-23 min. gebacken. Wenn der Kohl an einigen Stellen anfängt braun zu werden ist es perfekt.


Dazu passt ein gut gekühlter Weißwein, oder auch ein  leichtes Bier. Oder ein anderes Bier.
Und was ist mit Tee? Ja, Tee passt auch. Was ihr wollt!

16. August 2011

Olivenbrot

Es ist schon ein paar Jahre her, da hat meine Mutter einen Brotbackautomaten geschenkt bekommen. Und ich kann mich noch ganz genau erinnern, wie mein Bruder und ich (damals noch unschuldige Kinder) ganz gespannt und sehr neugierig auf das erste Brot waren. Unsere Eltern wahrscheinlich auch. Es roch in der ganzen Wohnung so herrlich und das erste Brot hat uns allen so gut geschmeckt, dass wir vier es in sehr kurzer Zeit weggeputzt hatten. Meine Mutter hat viele Jahre lang selber Brot gebacken und jedes Mal war es herrlich, wenn das Haus danach roch. Und bis heute gibt es nichts besseres, als frisches, selbstgemachtes Brot. Zum Beispiel zum Grillen. Zu diesem Zweck habe ich mal nach einem einfachen, aber wirkungsvollen Rezept gesucht und bin auf Olivenbrot gestoßen. Ich habe es das erste Mal bei Gourmandises végétariennes gesehen. Das ist nun schon eine Weile her und damals habe ich das Brot ohne Oliven gemacht, was auch ungemein schmackhaft war. (Das war im Frühjahr, als wir hier Temperaturen hatten, die Grillen auf dem Balkon ermöglicht haben und von denen wir diesen Sommer nur träumen konnten.)


Vor kurzem habe ich das Brot wieder gebacken, nur diesmal mit Oliven. Ich habe mich dabei an das Rezept aus der Sonnenküche gehalten (wie es auch hier steht), allerdings habe ich frische Hefe benutzt und diese zunächst im lauwarmen Wasser mit dem Zucker aufgelöst, dann die trockenen Zutaten vermischt und alles zusammen mit dem Olivenöl ungefähr 10 min lang mit den Händen zu einem geschmeidigen Teig geknetet. Da wir an diesem Tag bei meinen Eltern waren und die Sonne schien, habe ich den Teig in einer speziellen Schüssel für Hefeteige mit Deckel in die Sonne gestellt und so binnen einer halben Stunde einen herrlich aufgegangenen Teig erhalten. Wer das zufälligerweise nicht tun kann, kann ebenso gut den Ofen ohne Umluft auf 25-30°C heizen und den Teig in einer Schüssel mit einem feuchten Tuch abgedeckt dort hineinstellen, bis er das  doppelte Volumen hat.
Anschließend habe ich die Oliven eingeknetet und den Teig erneut 15 min gehen lassen. Dann muss er nur noch auf einer bemehlten Fläche in eine längliche, flache Form gebracht werden und unter einem Tuch warten, bis der Ofen auf 225°C geheizt ist. Es dauert etwa 25-30 min, bis das Brot fertig ist. Ob der Teig auch wirklich durch ist, erkennt man daran, dass es sich hohl anhört, wenn man auf die Unterseite des Brotes klopft. 


Noch eine kleine Anmerkung zu den Oliven und dem Salzgehalt im Teig: Ich habe dummerweise Oliven benutzt, die mariniert waren und schon einen sehr starken Salzgehalt mitbrachten. Ohne darüber nachzudenken habe ich trotzdem die angegebene Salzmenge von 2 Tl im Teig verwendet. Dumm, denn das Brot war eindeutig zu salzig. Um das zu vermeiden sollte man also entweder auf möglichst ungesalzene Oliven achten, oder anstelle von 2 nur 1 Tl Salz in den Teig tun.
Ansonsten kann ich mir noch andere Varianten dieses Brotes vorstellen. Wie gesagt ist es ohne Oliven auch sehr gut, aber auch mit klein gehackten, getrockneten Tomaten sollte das ein feines Brot geben. Ich werde das demnächst mal ausprobieren und ihr ja vielleicht auch.

14. August 2011

Tomaten auf dem Balkon

Ich glaube ich habe schonmal was zu meinem nicht vorhandenem grünen Daumen geschrieben. Aber dieses Jahr scheint es ganz gut zu klappen. Dank der Unterstützung meiner wundervollen Eltern und dem vertrauensvollen Geschenk von Freunden gedeihen derzeit sieben (!) Tomatenpflanzen auf unserem Balkon. Naja, acht, wenn man eine kleine Pflanze mit sogenannten Naschtomaten vom Biomarkt mitzählt.


Am Anfang waren die Pflanzen noch recht klein und ihr wuchs überschaubar (im Vordergrund ist eine Piri Piri-Pflanze zu sehen)...


...doch ziemlich bald ging es los mit dem Wuchern...


... und die Planzen wuchsen und wuchsen und wuchsen und wir freuten uns tagtäglich über diese kleinen Wunder.


Die Tomatenpflanzen sehen aber nicht nur wunderschön aus, sondern treiben sogar Früchte.


Ein paar Verluste gab es leider schon, denn anscheinend bekommt den Pflanzen das feuchte Wetter nicht. Trotzdem haben wir ein paar Prachtexemplare. 


Und eine Tomate ist sogar schon rot. 
An der gekauften Pflanze sieht es derzeit etwas ertragreicher aus, aber ich hoffe stark, dass in den kommenden Tagen und Wochen das Wetter etwas trockener und sonniger wird, sodass wir noch ein paar aromatische Tomaten ernten können. 


Aber es sieht auch ohne Ernte mit den Tomatenpflanzen nach Sommer auf unserem Balkon aus. Einfach schön.

12. August 2011

Tomatentarte

Dieses Bild bei Pi mal Butter hat mich direkt dazu inspiriert die folgende Tarte zu backen. Meine Version ist ein wenig anders, aber irgendwie ist das öfter so. Gesehen, inspiriert, gemacht. Leckerschmecker.


Für ein Tarteform mit 28 cm Durchmesser:
Als erstes wird der Mürbeteig hergestellt. In diesem Fall habe ich, wie auch bei Pi mal Butter, einen Käsemürbeteig gewählt (wieder von hier, aber ich denke, es ist ein Standardrezept). Dafür in eine Rührschüssel 200 gr Mehl sieben, 100 gr kalte Butter in Flocken, 2-3 El geriebenen Parmesan, die Blättchen von 5 Zweigen Thymian, 1 Tl Salz, 70 ml Wasser und 1 El Obstessig dazugeben und alles rasch mit den Knethaken des Handrührers vekneten. Wenn sich alle Zutaten verbunden haben, nochmals kurz mit den Händen durchkneten und zu einem Fladen formen. Diesen in Frischhaltefolie gewickelt für 1 Stunde in den Kühlschrank legen.


In der Zwischenzeit den Belag vorbereiten. Dafür etwa 20-25 kleine Datteltomaten halbieren. Und ich weiß, das fällt sehr schwer, aber bitte nicht alle Tomätchen sofort aufessen, sonst gibts keine Tomatentarte. Zwei oder drei Tomätchen wegnaschen ist aber ok. 


Für die Crème in einer Schüssel 150 gr Frischkäse mit 200 gr Crème Fraîche, 2 El Olivenöl, 2 Tl fein gehackten Rosmarinnadeln, Salz und Pfeffer verrühren. 


Außerdem etwa 125 gr Feta oder Hirtenkäse mit einer Gabel zerkrümeln. Hhhmmm. Auch hier nicht alles wegnaschen. Aber ein bisschen.
(Nur so nebenbei: Die Tomaten mit dem zerkrümmelten Käse, dem Rosmarin, 1 El Olivenöl und ordentlich Pfeffer vermischt ergibt einen tollen Salat. Fiel mir grad so ein.)


Nach der Kühlzeit den Teig kreisrund ausrollen und in die mit Backpapier versehene Tarteform legen. Evtl. überstehenden Teig einfach nach innen klappen. Den Boden mehrfach mit einer Gabel einstechen und im vorgeheizten Ofen bei 200°C Ober-/Unterhitze für 15 min blindbacken. 
Den vorgebackenen Boden mit der Crème bestreichen. Die Tomatenhälften mit der Schnittfläche nach oben darauf verteilen und den Käse darüber streuen. Die Tomatentarte bei 200°C Ober-/Unterhitze für weiter 15-20 backen, bis der Käse anfängt leicht zu bräunen.
Die Tarte kann heiß gegessen werden, allerdings besteht akute Zungen-verbrenn-Gefahr, denn die heißen Tomätchen sind ziemlich hinterhältig (was ich schmerzhaft erfahren musste). Wir haben die zweite Hälfte der Tarte am nächsten Tag ohne erneutes Aufwärmen verspeißt und waren begeistert, denn 1. ist die Crème schön fest geworden und 2. war es auch geschmacklich weit besser, als frisch aus dem Ofen. Manchmal lohnt sich die Geduld fürs Abkühlen lassen eben doch.

10. August 2011

Gefüllte und überbackene Kartoffeln

Hatte ich bereits erwähnt, dass ich jeden Tag Kartoffeln essen könnte? Ich LIEBE Kartoffeln. In allen Formen und Varianten. Das habe ich von meinem Vater geerbt (Danke, Papa!). 
Meist werden die Kartoffeln bei mir ja in Stücke geschnitten mit anderem Gemüse in den Ofen geschmissen. Und das macht mich schon sehr zufrieden. Noch mehr zufrieden macht mich aber dieses Rezept (und meinen GGG auch), weil hier ganz viel leckere Schweinerei (sprich: zu viel Fett) zu den Kartoffeln dazu kommt. Muss aber auch mal sein. 


Für 2 Personen: 
4 große festkochende Kartoffeln mit einer Bürste unter Wasser ordentlich putzen und in Salzwasser 20 min kochen. In der Zwischenzeit in einer Schüssel 1 Tasse geriebenen Käse und 125 gr weiche Butter mit soviel Mayonaise verrühren, das eine streichbare, aber nicht zu flüssige Crème entsteht. Diese nach Geschmack pfeffern und bei Bedarf salzen und, wer mag, mit Curry abschmecken.. (Ja, in die Crème kommen tatsächlich Butter und Mayo. Wie gesagt, manchmal muss es so sein.)
Den Ofen auf 180°C vorheizen.


Die Kartoffeln aus dem Topf auf ein Brettchen legen und mit einem scharfen Messer der Länge nach halbieren. Die Kartoffelhälften mit Hilfe eines Löffels aushöhlen, so dass etwa 5mm dicke Schalen übrigbleiben (da die Kartofflen sehr heiß sind, die Hälften am besten mit einem Topflappen anfassen). Die ausgehöhlten Kartoffeln auf ein mit Backpapier belegtes Blech oder in eine leicht gefettete Auflaufform geben. 


Das Kartoffelinnere mit einer Gabel zerdrücken und unter die Crème heben.
Die Kartoffelmasse auf die Kartoffelschalen verteilen und das ganze etwa 15-20 min überbacken lassen. Wenn sie schön goldenbraun aussehen, sind die überbackenen Kartoffeln fertig. 

Die Masse kann ganz nach Geschmack variiert werden. Ich kann mir zusätzlich Lauchzwiebel, gedünstete Zwiebelwürfel, gebratene Speckwürfel, Olivenscheiben oder gehackte, eingelegte Peperoni sehr gut vorstellen. 
Wie immer gilt: Probiert aus, was euch am besten schmeckt. Und dazu ein kühles Bier. Bei uns gab es dazu übrigens den Kohlrabisalat.

9. August 2011

Kohlrabisalat

Kohlrabi gibt es bei uns zugegebenermaßen seeeeehr selten. Nicht, weil ich das nicht mag, sondern weil dieses unscheinbare Gemüse am Gemüsestand schlichtweg den visuellen Kampf gegen farbige Tomaten, glänzende Auberginen und voluminöse Blattsalate verliert. Naja, und weil ich herzhaft wenig mit Kohlrabi anzufangen weiß, außer sie in Stifte zu schneiden und zu dippen (und wer macht das schon jeden Tag). 
Nun hatte ich aber eine grüne Knolle bei mir rumliegen. Rein zufällig. Von einer Feier übriggeblieben. Irgendwas muss man dann ja damit anfangen. Aus solchen Situationen können die besten Rezepte entstehen. Oder die schlechtesten. Ich hatte Glück, den kurz zuvor hatte ich in der Zeitschrift essen&trinken (8/2011) einige Rezepte zu Kohlrabi gesehen und mal abgesehen davon, dass auch hier alles unscheinbar aussah, hat mich die Idee des "marinierten Kohlrabisalat" durchaus angesprochen. Dabei heißt "mariniert" einfach nur "mit einem Dressing versehen". Also nichts wildes. 
Aber lecker. 
Und wiederholenswert. 


Für zwei Personen als Vorspeise: 
1 mittelgroße Kohlrabi schälen, halbieren und mit einem Hobel in sehr feine Scheiben schneiden. Für das Dressing in einer großen Schüssel 3 El Olivenöl, 2 El milden Obstessig, 1 Tl Senf, Salz, Pfeffer und ein wenig Zucker ordentlich verrühren. Die Kohlrabischeiben dazugeben und alles gut vermengen.
Der Kohlrabisalat kann sehr gut vorbereitet werden, weil es ihm überhaupt nichts ausmacht, mit dem Essen noch eine halbe Stunde zu warten. Dafür die Schüssel aber bitte abdecken. Vor dem Servieren den Salat nochmals gut vermengen und schonmal eine Scheibe aus dem Salat klauen und prüfen, ob noch Salz oder Pfeffer fehlen.
Dieser Salat sieht zwar genauso unscheinbar aus, wie die Knolle selbst, ist aber köstlich, denn das Dressing unterstützt den tollen Geschmack der Kohlrabi ganz fantastisch. Und das ganze ist absolut alltagstauglich. 
Wenn ihr also, wie ich, eher selten Kohlrabi daheim habt, dann überlegt euch beim nächsten Einkauf doch mal, das zu ändern und diesen Salat auszuprobieren.

(Und wenn jemand das hier liest und ein absoluter Kohlrabifan ist und andere fantastische Rezepte mit Kohlrabi hat, die vielleicht so gar nicht unscheinbar sind: ich lerne gerne dazu und bin für jede neue Idee dankbar!)

8. August 2011

Pflaumentarte

Meine Eltern haben einen großen, schönen Garten, in dem lauter tolle Dinge wachsen. Unter anderem ein Pflaumenbaum, der dieses Jahr wundervolle saftige Früchte getragen hat. Meine Eltern wussten gar nicht, wohin sie mit all den guten Früchten hin sollten und insgesamt bestimmt zwei kleine Eimer sind auch bei uns gelandet. Die Pflaumen waren so lecker, dass das meiste ohne große Umstände in unseren Mägen gelandet ist. Aber da sich Pflaumen ja auch wunderbar verbacken lassen, habe ich mich an einer Pflaumentarte versucht. 
Als Inspiration habe ich das Buch "Raffinierte Tartes" zur Hand genommen und verschiedene Rezepte kombiniert. Raus gekommen ist eine unverschämt leckere Pflaumentarte, die ich jedem empfehlen kann nachzubacken. Wer keine Pflaumen mag, kann auch Aprikosen nehmen. 


Für eine Tarteform mit 28 cm Durchmesser:
Als erstes wird ein Shortbreadteig hergestellt. Dafür werden in einer Schüssel 200gr kalte Butter in Flocken, 1 Tl Salz und 100gr Puderzucker mit den Knethacken des Mixers gründlich miteinander verrührt, und zwar so lange, bis die Butter schön geschmeidig aber immer noch kalt ist. Nun 250gr Mehl dazusieben und rasch unterkneten, bis ein geschmeider Teig ensteht. 


Den Teig mit den Händen in einer gefetteten Tarteform verteilen. Den Tarteboden für 1 Stunde ins Gefrierfach stellen. 


In dieser Zeit kann der Belag schonmal vorbereitet werden. Etwa 12 Pflaumen gründlich waschen, halbieren und entsteinen. 200gr Crème Fraîche mit 1 Pk. Vanillezucker verrühren. 
Nach der Kühlzeit den Backofen auf 180°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen und den Boden für 12 min vorbacken. Den Boden rausholen und den Ofen auf 200°C heizen. 


Nun die Crème auf dem Shortbreadboden verstreichen.... 


... und die Pflaumenhälften mit der Schnittfläche nach oben dekorativ verteilen.


Die Tarte für etwa 20 min backen, danach aus dem Ofen holen und abkühlen lassen. Während dem Abkühlen wird noch weiter Saft aus den Pflaumen austreten und sich über der Crème verteilen. 


Ich weiß gar nicht, ob dieser Saft das beste ist, oder die Pflaumen selber, die richtig schön weich und aromatisch sind. Oder der herrliche Shortbreadboden. Oder alles zusammen. Probiert es selber aus und berichtet, was euch am besten daran gefällt!