28. Juli 2011

Quiche Lorraine - oder so ähnlich

Quiches und Tartes sind eine großartige Sache. Zum einen, weil sie hervorragend als Resteverwerter genutzt werden können. Zum anderen, weil sie trotzdem nach etwas ganz feinem und besonderem aussehen. Eine Quiche sieht einfach (fast) immer schön aus. Und dazu kommt die Sache mit dem Ofen. Ihr wisst ja - der Ofen ist mein bester Freund (in der Küche) - alles, was man reinschiebt kommt als herrliches Wunderstück wieder raus (meistens).
Allerdings muss ich wohl gestehen, dass ich bis vor kurzem keine Quicheform besessen habe. Das hat sich Gott sei Dank (oder besser gesagt: meinem Göttergatten sei Dank) letzte Woche geändert. Und als erstes wollte ich ganz klassisch eine Quiche Lorraine machen. Aber irgendwie haben sich noch einige andere Zutaten in die Quiche geschmugelt... was denen manchmal einfällt... 


Für 4 Personen (für 1 Quicheform mit 28 cm Durchmesser): 
Als erstes wird ein ganz normaler Mürbeteig hergestellt. 200 gr Mehl, 100 gr Butter, 1 Ei, 1 El Wasser und Salz werden rasch aber gründlich verknetet und etwa 30 min in Frischhaltefolie gewickelt kalt gestellt.
In der Zwischenzeit etwa 200 gr Schinkenspeck in Würfel oder Streifen schneiden, 1 Zwiebel vierteln und die Viertel quer in feine Streifen schneiden. 1 rote Paprika würfeln. Nun zunächst den Speck in einer heißen Pfanne knusprig anbraten, die Temperatur runterschalten und die Zwiebeln zugeben. Wenn die Zwiebeln glasig sind und vielleicht auch eine leicht goldene Farbe angenommen haben, die Paprikawürfel zugeben und einige Minuten mitbraten. Die Pfanne vom Herd nehmen. 
Nun den gekühlten Teig ausrollen und die gefettete Quicheform damit auslegen, sodass auch ein schöner Rand steht. Die Form mit dem Teig kurz ins Gefrierfach stellen. 
In einer Rührschüssel 3 Eier gut verquirrrrlen und mit 150 ml Sahne, etwa 200 gr geriebenem Käse, Salz, Pfeffer und edelsüßem Paprika mischen.
Den Ofen bei Ober-/Unterhitze auf 180° vorheizen. 
Nun kommen all die tollen Sachen zusammen. Den Teig aus dem Gefrierfach nehmen und mit einer Gabel mehrfach einstechen, die angebratenen Sachen darauf verteilen und die Ei-Käse-Masse drübergießen und glatt streichen. Die Quiche kann so gebacken werden, oder mit einer Handvoll halbierter Kirschtomaten, 1 El geriebenem Parmesan und 1 El gehacktem Thymian belegt werden. Oder anderen Leckereien, die man so in der Küche hat und die noch auf die Quiche wollen.
Wenn man also mit dem Belegen fertig ist, wird die vermeintliche Quiche Lorraine für ca. 35 min gebacken.


Wieso dies nun nur eine vermeintliche Quiche Lorraine ist? Weil ich glaube, dass in eine echte nur Speck kommt. Aber wen interessiert das schon? Hauptsache es schmeckt. Und das hat diese Quiche getan. Probiert es selbst mal aus und variiert nach Herzenslust und Gaumenfreuden. Viel Spaß dabei!

Kommentare:

  1. Verdammt!
    Manchmal geht es hier zu wie Samstags vor dem Einkauf.
    Der Menüplan für das Wochenende steht eigentlich und dann läuft im Radio Helmut Gote....
    Alles umschmeissen! Verdammte Axt.

    Ganz toll...Danke Remy :-)

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  2. Oh, btw, hatte ich schon mal die Bilder gelobt?
    Hiermit geschehen.

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