4. Juli 2011

Fingerlose Nadelspiele

Es gibt zwei Gründe, warum ich vor knapp zwei Jahren mit dem Stricken angefangen habe:
1. Ich liebe, neben anderem Gestricktem, Wollsocken. Aber die handelsüblichen fand ich vor zwei, drei Jahren irgendwie langweilig. Da gabs nur eine Lösung: lernen und selbermachen.
2. Auch andere mögen Wollsocken. Und Schals. Und Mützen, und.... Und was gibt es schöneres zum Verschenken als etwas Selbstgemachtes?

Ich muss sagen, dass ich mich erst jetzt so langsam sicher fühle mit dem, was ich so stricke. Daher habe ich mich für folgendes Projekt gewagt, die Anleitung ohne Abmessen zu ändern:

Fingerlose Handschuhe für meinen Vater
Gedacht war, dass mein Vater bei der Gartenarbeit im Herbst/Winter keine kalten Hände bekommt. Dafür habe ich eine schon einmal gestrickte Anleitung aus einem FÜR SIE-Extraheft versucht zu modifizieren. Statt der angegebenen 36 Maschen habe ich 40 Maschen angeschlagen und den Daumenzwickel über vier (statt über drei) Maschen gearbeitet. Bündchen und Schaft wurden jeweils nur über 10 Reihen gestrickt - so sind die fertigen Handschuhe auch nicht zu lang. Aber sicher war ich mir nicht, ob die Dinger meinem Vater wirklich passen, denn wie es wohl so jeder Tochter geht, hat mein Vater in meinem Gedächtnis riesige Pranken, mit denen man kleine Kinder wunderbar herumwirbeln kann...
Und mein Vater? Der hat sich gefreut wie Bolle und die Handschuhe passen perfekt! Mal sehen, wie es im Herbst mit der praktischen Handhabung wird...


Von der Trachtenwolle bin ich übrigens begeistert. Sie hat einen robusten Griff und ist genau das richtige für solche Projekte.

Anleitung: FÜR SIE-Extra Oktober 2010 
Wolle: Schachenmayr Trachtenwolle, kiesel meliert, ca. 50 gr. 
Nadeln: Nadelspiel Nr. 4,5
Zeitaufwand: Ich habe an zwei Tagen jeweils zweieinhalb Stunden daran gestrickt, geübtere Strickerinnen schaffen das bestimmt an einem Abend.

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